Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

9. Journalistenreise der EnergieAgentur.NRW: Innovative Elektromobile, leistungsstarke Batterien und moderne Windkraftgetriebe

18.07.2011
Wissenschaftsministerin Schulze: „NRW-Forschungslandschaft ist bereit für die Energiewende“

Nordrhein-Westfalen ist auf einem guten Weg, um zum führenden Forschungsland für Energie- und Klimaschutz in Europa zu werden. „Umwelt, Ökonomie und soziale Verantwortung sind keine Gegensätze: Wir wollen Energie und Nachhaltigkeit zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor machen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zur Begrüßung der rund 20 Medienvertreter/innen, die an der 9. Journalistenfahrt der Energie.Agentur.NRW teilnahmen.

„Nordrhein-Westfalen wird seine führenden Rollen im Bereich der Elektromobilität, der Speicherforschung sowie der Windkrafttechnik weiter ausbauen, damit wir für zukunftsfähige Mobilität und Energieversorgung optimal aufgestellt sind. Das ist nicht zuletzt auch ein Wirtschaftsthema, denn der Export leistungsstarker E-Mobile, Batterien und Windanlagengetriebe „Made in NRW“ sichert den Ausbau der Hochschulen im Lande und innovative Arbeitsplätze in vielen Unternehmen“, so Schulze.

Die erste Station der Fahrt war das Institut für Mechatronik an der Universität Duisburg-Essen ( www.uni-due.de/mechatronik ), das von Dekan Prof. Dr. Dieter Schramm und Prof. Dr. Angelika Heinzel vorgestellt wurde. Am dortigen Fahrzeugsimulator für die Entwicklung von Elektroautos steht die Erprobung von Nutzfahrzeugen vom Typ Ford Transit Electric und Transit Connect Electric im Liefer- und Verteilerverkehr im Mittelpunkt. Die Universität Duisburg-Essen bildet zusammen mit den Ford-Werken GmbH, der RheinEnergie AG sowie der Stadt Köln das Konsortium ColognE-mobil, das in der Modellregion Rhein-Ruhr alle Facetten der E-Mobilität entwickelt und testet. Ziel der Forschungen ist es zum Beispiel, Speicher zu entwickeln, mit denen die Reichweite von Batterie betriebenen Autos wesentlich verbessert werden kann.

„Die am Lehrstuhl für Mechatronik entwickelten Fahrsimulatoren gestatten es, von realen Fahrern gesteuerte virtuelle Fahrzeuge in virtuellen Verkehrsszenarien zu erproben. Daraus lassen sich wertvolle Rückschlüsse auf technische Machbarkeit, Bedienbarkeit, Umweltauswirkung und Akzeptanz zukünftiger Fahrzeugtechnologien ziehen“, so Prof. Dr. Schramm zu den Ergebnissen seiner Forschungsaktivitäten.

Beim Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen (http://www.battery-lab.umsicht.fraunhofer.de), das dessen Leiter, Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner präsentierte, stellte Dr.-Ing. Christian Dötsch eines der europaweit größten Testlabors für Redox-Flow-Batterien für die Speicherung von Ökostrom vor. Künftig müssen die wachsenden Mengen an Sonnen- und Windstrom für dunkle oder windschwache Zeiten gespeichert werden. Eine Lösung sind Redox-Flow-Batterien, die bis zu 2000 Haushalte versorgen können.

„Eine stabile Versorgung mit Strom wird durch die Speicherung von Energie, die Erweiterung der Netzkapazitäten und die Regelung von Stromerzeugung und -verbrauch erreicht. Städte haben ein enormes Potenzial zur Energiespeicherung sowie zum Ausgleich zwischen Energieangebot und –nachfrage im lokalen Netz. Im Fraunhofer-Zukunftsprojekt „Der hybride Stadtspeicher“ kombinieren wir reale und virtuelle Speicher mit dem Ziel, fluktuierende, erneuerbare Energien optimal ins Netz zu integrieren“, erklärte Dr. Dötsch.

Letzte Station der Tour war die RWTH Aachen und das Institut für Maschinenelemente u. Maschinengestaltung (http://www.ime.rwth-aachen.de) mit seinem Leiter Prof. Dr. Georg Jacobs. Mit einem weltweit einzigartigen Windkraft-Prüfstand werden die Aachener Wissenschaftler u.a. die Gebrauchsdauer von Windenergieanlagen erforschen. Dank der breiten Technikkompetenz an der RWTH (16 Institute befassen sich mit diesem Thema) kann das Windenergiesystem auf dem Prüfstand umfassend untersucht werden: Von Aerodynamik über Antriebssysteme, elektrischen Maschinen bis hin zur Leistungselektronik sind RWTH-Wissenschaftler an der Forschung beteiligt.

„Tests an Windturbinen im Labor sollen die fehlenden Daten liefern, um die Zuverlässigkeit der Antriebe von Windenergieanlagen erheblich zu steigern. Mittelfristig werden die in der Industrie weit verbreiteten Kombinationen aus elektrischen Maschinen mit mechanischen Getrieben aufgrund ihrer wettbewerbsfähigen Herstellkosten weiter an Bedeutung gewinnen“, sagte Prof. Dr. Jacobs.

Ministerin Schulze zog eine positive Bilanz der Reiseeindrücke: „Nordrhein-Westfalen ist auf dem richtigen Weg. Die heutige Reise hat gezeigt, dass NRW zum entscheidenden Motor für die Energiewende werden kann. Wir sind schon heute einer der wichtigsten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte in Europa. Diese Rolle wollen wir weiter ausbauen und NRW zu einer der fortschrittlichsten Regionen machen.“

http://www.wissenschaft.nrw.de und
http://www.cef.nrw.de und
http://www.energieagentur.nrw.de

| EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.energieagentur.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht „Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg
25.04.2017 | Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

nachricht Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle
25.04.2017 | Optence e.V. - Kompetenznetz Optische Technologien Hessen/Rheinland-Pfalz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen