Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

9. Europäisches Holzwerkstoff-Symposium 2014: Als Branchentreff etabliert

05.11.2014

Das Europäische Holzwerkstoff-Symposium hat sich als Treffpunkt für die internationale Holzwerkstoffbranche etabliert. Vom 8. bis 10. Oktober 2014 veranstalteten das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI und der Europäische Holzwerkstoffverband EPF mit Unterstützung des Internationalen Vereins für Technische Holzfragen iVTH und Sasol Wax das 9. Europäische Holzwerkstoff-Symposium in Hannover.

Gut 260 Experten aus dem In- und Ausland informierten sich in 24 Fachvorträgen über die Themen »Rohstoffe«, »Umwelt und Gesundheit« sowie »Märkte und neue Technologien für Holzwerkstoffe«. Dabei wurde die Zahl der Vorträge im Vergleich zum 8. Symposium reduziert, um genügend Zeit für individuelle Fragen der Teilnehmer an die Referenten zu haben.

László Döry, Präsident des Verbands EPF, sah die aktuelle Situation der europäischen Holzwerkstoff-Industrie optimistisch. Für MDF-, OSB- und Dämmplatten prognostizierte Lazlo Döry für 2014 Wachstum, während für Spanplatten wohl kein Zuwachs erzielt werden kann.

Das Themenspektrum der weiteren Vorträge war breit: Es reichte von der Marktsituation in Asien und Nordamerika, der Rohstoffversorgung in Südamerika über die Anforderungen der deutschen Fertighausindustrie bis hin zu den wichtigsten Megatrends in Europa. Auch dem Thema Formaldehyd wurde in Vorträgen zur CARB-Regulierung in den USA und der Entwicklung einer HCHO-Referenzquelle Raum gegeben. Bei den Technologievorträgen ging es unter anderem um Sortiertechniken für Recycling von Altholz, neue Klebstoffsysteme und Weiterentwicklungen von Anlagentechnologie.

Der von der Firma Sasol Wax unterstützte Abendempfang fand in entspannter Atmosphäre im Gartensaal des Neuen Rathauses im Zentrum Hannovers statt. Dabei wurde Dr. Hans Schroeder, einem langjährigen Mitglied des Kuratoriums des WKI und des iVTH-Beirats, die Wilhelm-Klauditz-Medaille verliehen. Schroeder hat sich als Referatsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur für die Holz- und Forstwissenschaft engagiert.

Er setzte sich für die Anschubfinanzierung eines Forschungs- und Entwicklungsclusters aus der Holzindustrie und -wissenschaft in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen ein, das die gesamte Wertschöpfungskette Forst-Holz umfasst. Hieraus entstand 2005 das niedersächsische Kompetenznetz für Nachhaltige Holznutzung NHN e.V. Die Auszeichnung nahm Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal, Institutsleiter des WKI, gemeinsam mit Prof. Dr. Rainer Marutzky vom iVTH vor.

Am 9. Holzwerkstoff-Symposium 2014 nahmen über 260 Teilnehmer aus 28 Ländern teil. Rund 50 % der Teilnehmer kamen aus Deutschland, 40 % aus anderen europäischen Ländern und 11 % aus Übersee.

Das Symposium richtet sich vor allem an Holzwerkstoff-Hersteller, die Zulieferindustrie sowie an Forschungseinrichtungen. Die Vorträge der Veranstaltung können auf CD bei Frau Heike Pichlmeier unter der E-Mail-Adresse info@wki.fraunhofer.de bestellt werden. Die Kosten hierfür betragen 50 Euro.

Mit der Wilhelm-Klauditz-Medaille zeichnen das Fraunhofer WKI und der Internationale Verein für Technische Holzfragen besondere Leistungen und Engagement in der Holzforschung aus. Bisher wurde die Medaille 16 Mal verliehen.


Weitere Informationen:

http://www.wki.fraunhofer.de/de/presse-medien/pi_9-ehws_presseinfo1.html  - Link zur Pressemitteilung

Kommunikation | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten