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8. Europäischer Kongress für Roboter-Operationen in Hamburg

15.06.2011
Immer häufiger werden chirurgische Eingriffe in der Urologie mit Roboterunterstützung durchgeführt. Und immer öfter fragen Patienten direkt nach dieser minimal-invasiven Operationstechnik, die ihnen zahlreiche Vorteile verspricht.

Die technische Entwicklung der Roboter und ihre Einsatzmöglichkeiten schreiten voran. Unter diesen Vorzeichen findet vom 5. bis 7. Oktober 2011 in Hamburg der 8. Europäische Kongress für roboter-assistierte Operationen in der Urologie statt. Etwa 900 Teilnehmer aus rund 50 Ländern werden zu dieser Veranstaltung der European Robotic Urology Society (ERUS) erwartet.

Ausgerichtet wird das "8. European Robotic Urology Symposium" vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und seinem Prostatakrebszentrum Martini-Klinik. Prof. Margit Fisch, Chefärztin der Klinik für Urologie am UKE: "Drei Tage lang werden die jüngsten Entwicklungen der roboter-assistierten Chirurgie von Top-Experten aus aller Welt demonstriert und diskutiert. Im Mittelpunkt steht das daVinci-System."

Den etwa 1,6 Millionen Euro teuren daVinci-Roboter bedient der Chirurg über eine Steuerkonsole. Durch fünf kleinstmögliche Schnitte werden die winzigen Instrumente sowie eine 3D-Minikamera des Robotersystems in den Körper des Patienten eingebracht. Der Operateur arbeitet am Monitor, seine Handbewegungen an der Konsole werden im Operationsfeld umgesetzt. In der Martini-Klinik werden während des Kongresses 18 Roboter-Operationen von internationalen Spezialisten durchgeführt und live ins Tagungszentrum im Hotel Grand Elysée gesendet.

Der OP-Roboter wird überwiegend zur Prostataentfernung eingesetzt, kommt aber zunehmend auch bei Operationen an Nieren, Harnblase und Lymphsystem zur Anwendung. In der Kinderurologie bewährt sich die Technik ebenfalls. Die Vorteile liegen für den Patienten in der Präzision des Eingriffs und der Schonung des Körpers: kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, vermindertes Infektionsrisiko, geringere postoperative Schmerzen, zügigere Heilung und kürzere Klinikaufenthalte.

"Größte Vorteile beobachten wir wegen des erleichterten Zugangs und geringerer Wundheilungsstörungen bei stark übergewichtigen Patienten", sagt Prof. Markus Graefen, Chefarzt der Martini-Klinik. Er konstatiert zudem, dass Patienten immer öfter ausdrücklich mit dem daVinci-System operiert werden wollen.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.erus2011.com

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