Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

7. European Bioplastics Konferenz: Biokunststoffe weiter auf dem Vormarsch

08.11.2012
7. European Bioplastics Konferenz demonstriert Zukunftspotential der
Branche

Die Bedeutung von Biokunststoffen, als zentraler Bestandteil der europäischen Bioökonomie-Strategie, ist unumstritten. Dies war die Kernbotschaft der Grundsatzreden von Alfredo Aguilar Romanillos, Europäische Kommission, Clemens Neumann, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sowie John Williams, NNFCC, anlässlich der 7. European Bioplastics Konferenz am 6. und 7. November 2012 in Berlin. Dort informierten sich mehr als 400 Teilnehmer über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte der Biokunststoffbranche.

Zahlreichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Wachstum des Biokunststoffmarkts ergeben, wurden auf der 7. European Bioplastics Conference ausführlich diskutiert, darunter: Wie wirkt sich das steigende Angebot von Biokunststoffen auf die öffentliche Wahrnehmung aus? Welche Teilsektoren werden besonders stark wachsen und welche Effekte wird das nach sich ziehen? Welche potentiellen Auswirkungen hat die Zunahme einzelner Biokunststoffe auf das Recycling?

Insbesondere letzteres Thema wurde bei der Konferenz heiß diskutiert. "Gebt uns eine ausreichende Menge eines Kunststoffs - sei es PLA oder irgendein anderer Biokunststoff - und wir sortieren und recyceln das Material". Dies war die Kernbotschaft der Recyclingindustrie an die Biokunststoffbranche in einer Podiumsdiskussion, moderiert von Thomas Probst vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des „7th Annual Global Bioplastics Award“ durch das bioplastics MAGAZINE. Dieses Jahr wurden gleich zwei erste Preise vergeben. Beide Gewinner kommen aus dem Bereich Automotive und lagen in der finalen Entscheidung gleichauf.

Die TAKATA AG erhielt den Bioplastics Award 2012 für das Modell eines kompletten Lenkrad/Airbagsystems in dem die Potenziale und Grenzen von Biokunststoffen aufgezeigt werden. Das IfBB (Hochschule Hannover) wurde für die Heckklappe des „Bioconcept Car“ Rennwagens ausgezeichnet. Das flachsfaserverstärkte Bauteil mit biobasiertem Expoxidharz ist nur eine von vielen Komponenten, die sukzessive aus biobasierten Kunststoffen hergestellt werden sollen.

Das bedeutende Thema „Umweltkommunikation für Biokunststoffe“ griff European Bioplastics bereits am Vortag der Konferenz (am 5. November) bei einem halbtägigen Workshop auf. Industrievertreter, Kommunikationsexperten, sowie Umweltinitiativen und staatliche Organisationen diskutierten verschiedene Fälle rund um die Leitfrage „Wo fängt Greenwashing an?“. „Der Workshop besaß eine sehr offene Diskussionsatmosphäre und wir sind froh, dass wir ein breites Publikum – darunter Vertreter der Deutschen Umwelthilfe und von Greenpeace – begrüßen durften. Regelmäßiger Austausch über wichtige Themen wie Umweltkommunikation ist essentiell – insbesondere in einer sich dynamisch entwickelnden Branche wie der Biokunststoffindustrie“, so Andy Sweetman, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics. Im kommenden Jahr will European Bioplastics sein Engagement für gute Kommunikation rund um Biokunststoffe mit einer Workshopreihe fortsetzen.

In ihrem siebten Bestandsjahr verweist die European Bioplastics Konferenz mit rund 400 Besuchern und 240 Firmen aus der ganzen Welt erneut auf ihren Status führende Informationsplattform in Europa. Die Herkunft der Besucher setzte sich dieses Jahr wie folgt zusammen: rund 85 Prozent der Teilnehmer kamen aus Europa, 10 Prozent reisten aus Asien an und ein Großteil der verbleibenden 5 Prozent stammte aus Nord- und Südamerika.

Bildmaterial zur Konferenz und Workshop ist folgendem Link abrufbar:
http://en.european-bioplastics.org/press/press-pictures/eventsactivities-2/
Der Berichtsband der Konferenz kann demnächst als CD hier käuflich erworben werden: http://en.european-bioplastics.org/conference2012/
Sprecher:
Matthew Crans, Altuglas, Jens Hamprecht, BASF, Babette Petersen, BioAmber, Michael Thielen, Bioplastics Magazine, Leonora Novaes, Braskem, Thomas Probst, BVSE, Klaus Stadler, Coca-Cola Company, Lukas Willhauck, DIN CERTCO, Karlheinz Hausmann, DuPont, Ton Emans, EuPR, Alfredo Aguilar Romanillos, Europäische Kommission, Laurence Dufrancatel, Faurencia Interior Systems, Clemens Neumann, Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Deutschland), Patrick Zimmermann, FKuR Kunststoff GmbH, Masimo Zonca, Heinz Company, Martin Bender, HTP, Lucy Cowton, Innovia, Andy Sweetman, Innovia, Jean-Marie Raquez, Materia Nova, Erwin Vink, NatureWorks, John Williams, NNFCC, Francesco Degli, Innocenti, Novamont, Michael Spielmann, PE International, François de Bie, Purac, Edmund Stassen, Reclay Holding, Martina Hauck, Rhein Chemie, Christophe Rupp-Dahlem, Roquette, Bruno Rudnik, SusTech Consult, Rainer Hagen, Uhde Inventa-Fischer, Bahman Sarabi, UL International TTC, Hans-Josef Endres, Hochschule Hannover, Daniela Jahn, Hochschule Hannover, Abdallah Nassour, Universität Rostock, Petra Michiels, Vinçotte, Kieran Furlong, Virent,
Aussteller:
API, BASF, BioAmber, BIOTEC, BKG, Braskem, DIN CERTCO, DuPont, EREMA, FKuR, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, FUTURAMAT, FUWIN, Hochschule Hannover, IKT Kunststoff Technik Stuttgart, Innovia, Kaneka, Kingfa, maag group, Limagrain, Metabolix, NatureWorks, Next Generation Recycling Machines, Novamont, OWS Organic Waste Systems, PolyOne, Purac, Rhein Chemie, Roquette, Showa Denko Europe, Sukano, Taghleef Industries, TEIJIN, TORAY, UL International TTC, UNITIKA, Vinçotte.

European Bioplastics ist die Interessenvertretung der europäischen Biokunststoffindustrie. Zu ihren Mitgliedern zählen Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette. Die Mitglieder produzieren, verarbeiten und vertreiben Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen oder kompostierbar sind; oder beide Eigenschaften in sich vereinen. Weitere Informationen stehen für Sie auf der Website www.european-bioplastics.org zur Verfügung.

Pressekontakt:
Kristy-Barbara Lange, Leitung Kommunikation, European Bioplastics, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin, Tel: +49 (0) 30 28482 356, Fax: +49 (0)30 284 82 359, presse@european-bioplastics.org

Kristy-Barbara Lange | European Bioplastics
Weitere Informationen:
http://www.european-bioplastics.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise