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57.000 jährliche Neuerkrankungen an Brustkrebs; Lebensführung und Krebs - Chancen für die Tumornachsorge

28.04.2009
Vom 11. bis zum 13. Juni 2009 findet im Congress Center Düsseldorf unter Leitung von Prof. Dr. med. Ulrich R. Kleeberg die 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie statt.

Zu diesem interdisziplinären Kongress werden 3.000 Teilnehmer der medizinischen Fachgebiete Gynäkologie, Radiologie, Chirurgie, Pathologie, Innere Medizin, Radioonkologie und Plastische Chirurgie erwartet.

Brustkrebs ist mit mehr als 57.000 jährlichen Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Lebensführung als neues Konzept für die Tumornachsorge von Professor Dr. med. Ulrich R. Kleeberg, Leiter der Wissenschaftlichen Tagung 2009, Facharzt Innere und Palliativmedizin, Hämatologie und Onkologie, Labormedizin, Hämatologisch-Onkologische Praxis Altona (HOPA), Tagesklinik Struensee-Haus

In den letzten 10 Jahren summieren sich übereinstimmende Daten aus Fallkontroll-, epidemiologischen, prospektiven und randomisierten Phase III Studien, schließlich aus biochemischen Analysen, dass neben Umweltfaktoren die körperliche Aktivität nicht nur präventiv sondern auch kurativ für Krebskrankheiten speziell beim Mammakarzinom von kritischer Bedeutung ist, individuell moduliert durch die Ernährung und eine unterschiedlich effiziente genetische wie immunologische Abwehr.

Insulin-artige Wachstumsfaktoren (IGF) stellen das Bindeglied zwischen Bewegungsmangel, Adipositas und Krebs dar. Sie sind mitverantwortlich für die Entwicklung einer endokrinen Therapieresistenz. Die Beeinflussung des Glukose- und Insulinstoffwechsels durch Lebensweise und bald auch pharmakologische Interventionen entwickelt sich als neue, ergänzende Strategie gegen malignes Zellwachstum. Das Zusammenwirken von körperlicher Aktivität und Ernährung wird für den klinischen Einsatz im Sinne von EBM mit dem Evidenzgrad IA bewertet. Der günstige Effekt einer solchen Lebensführung, mit dem Insulinstoffwechsel als therapeutischem Ziel, ist, wie prospektive, randomisierte Phase III Studien zeigen, dem einer adjuvanten endokrinen oder zytostatischen Therapie möglicherweise gleichwertig. Schlussfolgerung: Der Tumornachsorge kommt mit einer nachhaltigen Anleitung zu täglicher körperlicher Aktivität bei optimalem Körpermassen Index (KMI), eine kurative Bedeutung zu. Auch lassen sich so Patientinnen vor einem irrealen Einsatz ungeprüfter komplementärer, alternativer Medizin (KAM) bewahren.

Körperliche Aktivität als substanzieller Bestandteil eines Lebenswandels kann so wirksam sein wie manches teure adjuvante Therapieprotokoll - nur unendlich schwer zu realisieren. Für das Mammakarzinom haben wir eine neue Perspektive: Der Weg zur Heilung mit Operation, Bestrahlung und Medikamenten lässt sich durch eigene aktive Lebensführung nachhaltig ergänzen.

29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
Düsseldorf, 11.-13. Juni 2009
Tagungspräsident: Prof. Dr. med. Ulrich R. Kleeberg
Tagungsort: CCD, Congress Center Düsseldorf
Organisation:
CTW - Congress Organisation Thomas Wiese GmbH
Hohenzollerndamm 125, 14199 Berlin,
Tel.: (030) 85 99 62-16, Fax: (030) 85 07 98 26

Stefanie Schlüter | idw
Weitere Informationen:
http://www.senologiekongress.de
http://www.senologie.org

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