Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

500 Atmosphären-Strahlungsforscher aus aller Welt tagen in Berlin-Dahlem

03.08.2012
Vom 6. bis zum 10. August 2012 findet im Dahlem Cube des Seminaris Konferenzcenters das Internationale Strahlungs-Symposium (IRS 2012) statt. Gastgeber ist die Freie Universität Berlin (FUB).

Dieses alle vier Jahre organisierte Treffen der Strahlungsexperten aus aller Welt wird nach1976 erst zum zweiten Male in Deutschland ausgerichtet. Die IRS ist für Strahlungsforscher die weltweit wichtigste und größte Konferenz. Erwartet werden rund 500 Teilnehmer aus 37 Ländern, die fast 600 Beiträge zum solaren und thermischen Strahlungstransport in der Erdatmosphäre präsentieren werden.


Die IRS ist für Strahlungsforscher die weltweit wichtigste und größte Konferenz. Erwartet werden rund 500 Teilnehmer aus 37 Ländern, die fast 600 Beiträge zum solaren und thermischen Strahlungstransport in der Erdatmosphäre präsentieren werden. Quelle: irs2012.org

Die große Zahl der Konferenzteilnehmer spiegelt die wissenschaftliche Aktualität der Strahlungsforschung wider. Strahlung spielt die entscheidende Rolle im Wetter- und Klimageschehen und die assoziierten Prozesse bestimmen den Strahlungshaushalt der Erde und damit das Klima.

Ein besseres Verständnis der atmosphärischen Strahlung und der mit ihnen verbundenen Prozesse, wie z.B dem Treibhauseffekt, ist essentiell zur besseren Quantifizierung der gegenwärtigen und zukünftigen Klimaveränderung.

Spezielle Themen des Symposiums sind unter anderem die Grundlagen der Strahlungsphysik und der Modellierung, die Charakterisierung der molekularen und partikulären optischen Größen, die Fernerkundung der Atmosphäre und Erdoberfläche, die Strahlungsbilanz und der Strahlungsantrieb.

Auf dem Symposium werden auch messtechnische Verfahren und Probleme zur satellitengestützten Fernerkundung der Atmosphäre und des Ozeans vorgestellt und diskutiert. Dies bildet eine wichtige Grundlage für die Auswertung aktueller Messungen von Forschungssatelliten und der Vorbereitung neuer notwendiger Satellitenmissionen zur Beobachtung wetter- und klimarelevanter Größen unseres Erdsystems.

„Wir freuen uns, dass Berlin den Zuschlag für das in unserem Fachgebiet wichtigste Symposium bekommen hat, das für uns so etwas wie die Olympischen Spiele ist. Dieses Symposium findet nur alle vier Jahre statt und die Wahl Berlins zeigt, dass die Arbeiten auf dem Gebiet der Atmosphären- und Strahlungsforschung in Deutschland sehr stark auch international wahrgenommen werden“, sagt Prof. Jürgen Fischer vom Institut für Weltraumwissenschaften der FU Berlin.

Das Internationale Strahlungssymposium folgt direkt der ebenfalls alle vier Jahre stattfindenden Internationalen Tagung für Wolken und Niederschlag in Leipzig. "Damit stehen Leipzig und Berlin für zwei Wochen im internationalen Fokus zur eng verbundenen Forschung zu atmosphärischen Wolken- und Strahlungsprozessen", ergänzt Prof. Andreas Macke, Direktor des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung in Leipzig.

weitere Details zur IRS 2012:
Veranstalter der Konferenz ist die Internationale Strahlungskommission (IRC), eine Institution der Internationalen Assoziation für Meteorologie und Atmosphärische Wissenschaften (IAMAS). Ziel der IRC ist es, durch die Organisation von Konferenzen, Workshops und Symposien die Forschung im Bereich von Strahlung in der Welt zu stimulieren. Die Internationale Strahlungskommission wurde 1896 in Paris Gegründet und ist damit einer der ältesten internationalen wissenschaftlichen Organisationen.
http://www.iccp-iamas.org/
Homepage der Tagung: http://irs2012.org/
Die Tagung wird gefördert von der Freien Universität Berlin (FUB), vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IFT), dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT), demDeutschen Wetterdienst (DWD), der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) sowie von der Europäischen Organisation zur Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT).

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Jürgen Fischer
Freie Universität Berlin
Institut für Weltraumwissenschaften
Carl-Heinrich-Becker Weg 6-10
12165 Berlin
Tel. 030-83856663
Fax 030-83856664
http://www.fu-berlin/iss
und
Prof. Dr. Andreas Macke
Leibniz-Institute forTropospheric Research (IfT)
Permoserstraße 15
D-04318 Leipzig Germany
Tel: 0341 235-3210
Fax: 0341 235-2139
http://www.tropos.de/
Prof. Dr. Johannes Orphal
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Institute forMeteorology and Climate Research (IMK)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen, Germany
Phone: 0721 608-2-9121
Fax: 0721 608-2-4742
http://www.imk-asf.kit.edu/
Dr. habil. Franz Berger
Meteorologisches Observatorium Lindenberg
Deutscher Wetterdienst
Am Observatorium 12
D-15848 Tauche / Lindenberg
Tel: 069 8062 5700
Fax: 069 8062 5710
http://www.dwd.de/mol

Tilo Arnhold | Leibniz-Institut
Weitere Informationen:
http://www.tropos.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus
19.09.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Zwei Grad wärmer – und dann?
19.09.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

10. Cottbuser Medienrechtstage zu »Fake News, Hate Speech und Whistleblowing«

18.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie

19.09.2017 | Förderungen Preise

Simulation von Energienetzwerken für Strom, Gas und Wärme

19.09.2017 | Energie und Elektrotechnik