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3rd Regional Conference on Geological Engineering Research in ASEAN – Sustainable Geological Education

03.12.2010
Wissen schafft Nachhaltigkeit: TFH-Präsident spricht auf ASEAN-Konferenz in Kambodscha

In kaum einer anderen Weltregion gibt es so viele aufstrebende Schwellen- und Entwicklungsländer wie in Südostasien. Damit das dynamische Wirtschaftswachstum möglichst vielen Menschen zugute kommt, ohne die Umwelt zu zerstören, muss es nachhaltig gestaltet werden.

Mit Strategien nachhaltiger Entwicklung befasste sich in der vergangenen Woche die „3rd Regional Conference on Geological Engineering Research in ASEAN – Sustainable Geological Education“ in Siem Reap (Kambodscha).

Dort hielt Professor Dr. Jürgen Kretschmann, Präsident der Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola, einen Vortrag als Experte für nachhaltige Ingenieurausbildung.

Die Regionalkonferenz für Forschung im Geoingenieurwesen innerhalb der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN widmete sich dem Thema rohstoffwissenschaftlicher Ausbildung. Fachvertreter aus Industrie- und Entwicklungsländern der Region diskutierten, wie technologischer Fortschritt im Bergbau umwelt- und sozialverträglich verwirklicht werden kann.

Viele Länder Südostasiens verfügen zwar über bedeutende Rohstofflagerstätten, jedoch noch nicht über das nötige Know-how, um die Rohstoffe Ressourcen schonend abzubauen und gewinnbringend zu nutzen. In seinem Vortrag „Wissen schafft Nachhaltigkeit.

Kompetenzentwicklung im globalen Bergbau“ schlug Kretschmann vor, die Ideen der UNO-„Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auf die Ausbildung von Ingenieuren zu übertragen.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen als Präsident einer rohstoffwissenschaftlich ausgerichteten Hochschule dafür zu sorgen, dass Nachhaltigkeitsthemen integraler Bestandteil der Ingenieurausbildung in möglichst vielen Ländern werden. Wir haben eine Verantwortung, unser Know-how an die Länder weiterzugeben, die die Märkte der Zukunft bestimmen und von deren Rohstoffen wir abhängen. Dieser Wissenstransfer gelingt am besten, wenn wir in der Grundlagenausbildung ansetzen. Bergbau in Deutschland kann ein Vorbild in Sachen Umweltschutz und Effizienz sein, von dem viele Schwellen- und Entwicklungsländer profitieren können.“

Professor Kretschmann nahm als einziger europäischer Vertreter an der Konferenz teil. Er gehört dem Komitee für Kompetenzentwicklung der Society of Mining Professors an, der internationalen Wissenschaftlervereinigung für die bergbaulichen Disziplinen.

Stephan Düppe | idw
Weitere Informationen:
http://www.tfh-bochum.de/

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