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Was wir von den Simpsons über Physik lernen können
Unter dem Titel „Don’t think it’s only entertainment“ lädt das an der TU Berlin beheimatete Projekt „MINTiFF – Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften und Chancengleichheit im Fiction-Format“ zu seiner 3. Internationalen Konferenz ein.
Zeit: am Donnerstag, dem 7. Februar 2013
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin, Eingang über Markgrafenstraße 8, direkt am Gendarmenmarkt
Auf der Konferenz werden Ergebnisse aktueller Analysen der fiktionalen Programmprofile der fünf großen deutschen Sender vorgestellt. Die Analysen zeigen, dass die geringe Repräsentanz von MINT-Themen, MINT-Milieus und MINT-Figuren in erster Linie ein Kennzeichen deutscher Eigenproduktionen ist. In amerikanischen Serien und Spielfilmen sind Naturwissenschaft und Technologie hingegen in vielfältigen Genres auf dem Vormarsch – selbst in Comedy-Formaten.
Amerikanische und britische Wissenschaftler zeigen zum Beispiel auf, „Was wir von den Simpsons über Physik, Biologie, Roboter und das Leben lernen können“ und wie Wissenschaft in Spielfilmformaten zu neuen naturwissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsansätzen inspiriert, wissenschaftliche Kontroversen stimuliert und zu politischem Engagement führt.
Amerikanische Serien und Spielfilme mit MINT-Themen im Zentrum machen deutlich, dass der von Experteninnen und Experten attestierte hohe Bildungsgehalt dieser Produktionen ihrer Unterhaltsamkeit keinen Abbruch tut, sondern ganz im Gegenteil wesentliches Moment ihres großen Publikumserfolgs ist – insbesondere in jüngeren Publikumsschichten.
In deutschen Fachkreisen besteht allerdings kein Konsens darüber, dass fiktionale Formate genauso wie zum Beispiel Nachrichtensendungen Bildungschancen wahrnehmen und über relevante Probleme der realen Welt orientieren sollten.
Vor diesem Hintergrund diskutieren Medienrechtler mit Vertreterinnen und Vertretern der Rundfunkpraxis und -aufsicht über die Funktion, den gesetzlichen Auftrag, die Qualität und den öffentlichen Mehrwert fiktionaler Fernsehunterhaltung in Deutschland.
Britische Studien zum besonderem Potenzial von Spielfilmen und Serien, zur Verwirklichung von Chancengleichheit und zum Wandel geschlechtstypischer Berufspräferenzen bieten Impulse für die abschließende Diskussion gleichstellungspolitischer Handlungsprioritäten in deutschen Film- und Serienredaktionen.
Die Konferenz wird simultan Englisch <-> Deutsch übersetzt. Für die Teilnahme fallen keine Gebühren an, es wird aber um eine Anmeldung per E-Mail oder Fax gebeten. Alle notwendigen Informationen und das Programm finden Sie im Internet unter www.mintiff-konferenz.de.
Pressevertreterinnen und -vertreter werden gebeten, sich formlos bei Dr. Christoph Falkenroth anzumelden: christoph.falkenroth-steinbach@tu-berlin.de
MINTiFF wird durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Christoph Falkenroth, TU Berlin, Fachgebiet Qualitätswissenschaft, Projekt MINTiFF, Pascalstr. 8–9, 10587 Berlin Tel.: 030-314 78798, E-Mail: christoph.falkenroth-steinbach@tu-berlin.de
Die Medieninformation der TU Berlin im Überblick:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
Stefanie Terp | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de
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