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300 Wissenschaftler zur Mineralogentagung in Halle erwartet

09.09.2009
Vom 13. bis zum 16. September 2009 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die 87. Tagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (DMG) statt.

300 Wissenschaftler aus 10 Ländern - darunter 100 Nachwuchswissenschaftler - kommen aus diesem Anlass nach Halle. Sie erwartet ein umfangreiches und interessantes Vortragsprogramm mit Postern, Workshops, Symposien sowie verschiedene Fachexkursionen.

Eröffnet wird der Kongress am Montag, 14. September, um 9 Uhr im Audimax (Universitätsplatz). "Neben Geochemie und Petrologie werden unter anderem Mineralphysik, Lagerstättenkunde, Umweltmineralogie und technische Mineralogie Themen der Tagung sein", sagt Dr. Thomas Degen, Mitglied des Organisationskomitees.

Die Mineralogie nimmt in den modernen Wissenschaften und der Wirtschaft eine entscheidende Position ein. Sie ist eine interdisziplinäre experimentelle Naturwissenschaft, die Physik, Chemie und Geologie verbindet. Mineralogen leisten heute wichtige Beiträge zu wirtschaftlichen Brennpunkten wie der Rohstoffexploration oder zu Fragen nachhaltiger Entwicklung wie beim Thema der Bergbauseen.

Ein öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Ernst Pernicka von der Universität Tübingen und dem CEZ Mannheim wird sich mit geochemischen Spuren in Metallen und der Herkunftsbestimmung archäologischer Metallfunde beschäftigen. Dazu sind Interessenten am Montag, 14. September 2009, 20 Uhr, in den Hörsaal XXII des Audimax, Universitätsplatz, eingeladen.

Die angebotenen Fachexkursionen führen die Teilnehmer unter anderem in die Umgebung von Halle, die durch Industrie- und Bergbaugeschichte geprägt ist. So gehört zu den Themenkreisen die Demonstration von Mineralbildungen in Böden technogener Substrate. Diskutiert werden dabei aktuell ablaufende bodenbildende Prozesse, Mineraltransformationen und Neubildungen sowie daraus resultierende ökologische Eigenschaften.

Eine weitere Exkursion widmet sich dem Thema "Kupferschiefer zwischen Halle und Harz - Mineralogie, Geologie, Geschichte". Im Mansfelder Land zwischen Halle und Harz liegen neben einigen der wenigen instruktiven Aufschlüssen der Kupferschiefervererzung auch die historischen Haldenlandschaften. Diese Exkursionsgruppe besucht zudem kulturgeschichtliche Stätten in der Heimat Martin Luthers, die dessen familiäre Bindung an den mittelalterlichen Mansfelder Bergbau erläutern.

Schließlich steht noch das "Bernburg Salz" bei einem weiteren Tagungsausflug nach Bernburg auf dem Programm. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in den über 700 m tief gelegenen Bergbau. Vorrangig findet der Salzabbau in Kavernen von 300 m Länge und 30 m Höhe statt. In einer Grubenbefahrung werden eine Borazit-Fundstelle und eine ausgespülte Kaverne zu sehen sein.

Zum attraktiven Rahmenprogramm für die Teilnehmer gehören unter anderem eine Icebraker-Party am Sonntag, 13. September, 18 Uhr, im Foyer des Audimax, eine Führung durch das Löwengebäude auf dem Universitätsplatz oder am Dienstag, 15. September, 20 Uhr, ein Gesellschaftsabend im Landesmuseum für Vorgeschichte (Richard-Wagner-Straße 9). Geplant ist außerdem eine Stadtführung.

Die DMG ist eine wissenschaftliche und gemeinnützige Gesellschaft mit dem Zweck, die mineralogische Wissenschaft mit allen ihren Teilgebieten in Lehre und Forschung zu fördern.

Weitere Informationen zur Tagung auf http://www.dmg2009halle.de.

Ansprechpartner:
Dr. Thomas Johannes Degen
Institut für Geowissenschaften der MLU
Telefon: 0345 55-26092 oder Mobil: 0174-9603550
E-Mail: thomas.degen@geo.uni-halle.de
Prof. Dr. Herbert Pöllmann
Institut für Geowissenschaften, Mineralogie/Geochemie
Telefon: 0345 55-26110
E-Mail: herbert.poellmann@geo.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dmg2009halle.de

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