Anzeige
"Das Motto des Kongresses 'Immunity for Life - Immunology for Health' unterstreicht, dass die Forschung in der Immunologie in den letzten Dekaden wesentlich die Entwicklungen in der Medizin und damit auch unsere Gesundheit bestimmt hat", so Kongresspräsident Prof. Dr. Reinhold E. Schmidt, Direktor der Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover.
Nach dem großen Erfolg des ersten Europäischen Kongresses für Immunologie 2006 in Paris ist in diesem Jahr Deutschland Gastgeber der wichtigsten Wissenschaftsplattform der Immunologie: Insgesamt 5.000 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern werden sich in über 55 Symposien, 112 Workshops sowie 14 "Progress in Technology"- Sessions über den aktuellen Stand in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet informieren. Berichtet wird sowohl über Fortschritte der immunologischen Grundlagenforschung als Motor des wissenschaftlichen Fortschritts als auch über die umfangreichen Anwendungen immunologischer Forschung in der Diagnostik und Therapie von verschiedensten Erkrankungen.
Als klassisches Querschnittsfach der Medizin hat die Immunologie unmittelbaren Einfluss auf sehr unterschiedliche Krankheitsgruppen. Das Spektrum reicht von Infektionskrankheiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen bis zu Rheuma und Krebs. Das Immunsystem ist in nahezu alle Prozesse unseres Organismus involviert und entscheidet in einer permanenten Auseinandersetzung mit Eindringlingen und Umweltfaktoren zwischen "selbst" und "fremd" und stellt die Weichen entsprechend auf Toleranz oder Abwehr. Störungen der fein ausgewogenen Balance dieses Systems haben verheerende Konsequenzen. Ganz im Sinne des Kongressmottos gibt es ohne Immunität kein Leben und ohne immunologischen Fortschritt keine Verbesserung der Gesundheit auf individueller und auf Bevölkerungsebene.
Im Rahmen des Kongresses werden unter anderem Signalvermittlungsmechanismen in Immunzellen beschrieben, die zu neuen Behandlungsmethoden führen werden, etwa bei Rheuma oder Krebs. Aufsehen erregende Erkenntnisse bei Immunschwächen werden in absehbarer Zeit wahrscheinlich sogar eine Heilung solcher Erkrankungen ermöglichen. Wissenschaftler aus aller Welt stellen neue Ansätze zur Behandlung von chronisch-entzündlichen, besonders rheumatischen, Erkrankungen vor, die die Krankheiten langfristig unter Kontrolle halten können. Ein zentrales Thema sind die neuen Behandlungsmöglichkeiten für Tumoren, die, fußend auf den molekularen Prozessen der Krankheitsentstehung, einen gezielten und nebenwirkungsarmen Angriff ermöglichen. Last but not least steht die Entwicklung von Impfstoffen gegen alte und neue Seuchen auf dem Programm. Die weltweite Verbreitung der Schweinegrippe hat die Bedeutung der Infektionskrankheiten auch im 21. Jahrhundert gerade erst wieder nachdrücklich unterstrichen.
Erstmalig gibt es bei diesem Kongress auch Veranstaltungen von Experten für Patienten und für die breite Öffentlichkeit. Patientenselbsthilfegruppen wie z. B. die Rheuma-Liga, die Deutsche Selbsthilfe für Angeborene Immundefekte (DSAI), die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) bieten ihre eigenen Informationsforen und Veranstaltungen im Rahmen des Kongresses an. Am Sonntag, dem 13. September 2009, informiert eine öffentliche Vorlesung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in allgemein verständlicher Form über das Thema "Lernen im Immunsystem: Wann macht es mich krank, wann schützt es mich?" Interessierte sind herzlich eingeladen, den Vortrag und auch die anschließende, höchst informative Ausstellung über die Entstehung der Immunologie in Europa und die Meilensteine der immunologischen Forschung zu besuchen.
Der Kongress wird eröffnet durch einen Vortrag des Nobelpreisträgers Professor Harald zur Hausen zum Thema "Infektionen als Auslöser von Krebs".
EFIS (European Federation of Immunological Societies) ist der Dachverband der nationalen immunologischen Fachgesellschaften in Europa. Zu EFIS zählen 28 nationale Fachgesellschaften in 31 europäischen Ländern mit insgesamt 13.000 Mitgliedern. Gemeinsame Plattform ist der European Congress of Immunology, der all drei Jahre stattfindet - in diesem Jahr unter dem Motto: "Immunity for Life - Immunology for Health" vom 13. bis 16. September in Berlin. Der Kongress bietet über vier Tage ein umfassendes Programm zum aktuellen Wissensstand in der Immunologie. Das Themenspektrum in den mehr als 30 Symposien und 60 Workshops reicht von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Immunologie. Im Mittelpunkt stehen die Erkenntnisse zur angeborenen und erworbenen Immunität, die verschiedenen Aspekte immunologischer Erkrankungen sowie die neuesten Möglichkeiten von Immun-Interventionen. Kongresspräsident Professor Reinhold E. Schmidt, Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover, lädt Journalisten sehr herzlich dazu ein.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Prof. Dr. med. Reinhold E. Schmidt
Klinik für Immunologie und Rheumatologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: +49-511-532-6656
Fax: +49-511-532-9067
E-Mail: immunologie@mh-hannover.de
Internet: www.mh-hannover.de/kir.html
Dr. med. Julia Rautenstrauch
Pressereferentin ECI 2009 Berlin
MedCongress GmbH
Geschäftsführer:
Dr. Julia Rautenstrauch, Hans-Joachim Erbel
Postfach 70 01 49
70571 Stuttgart
Tel: +49 711 72 07 12 0
Fax: +49 711 72 07 12-29
Gerichtsstand: Amtsgericht Stuttgart HRB 22288
jr@medcongress.de
Dr. Julia Rautenstrauch | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.eci-berlin2009.com
www.medcongress.de
Weitere Berichte zu: Forum Life Science 2009 > Grundlagenforschung > immunity > Immunität > Immunologie > Immunology > Immunsystem > Infektionskrankheit > Morbus Crohn > Multiple Sklerose > Rheuma > Rheumatologie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Universität Vechta
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | HSBA Hamburg School of Business Administration
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten