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2nd European Congress of Immunologie: Gemeinsame Plattform der Immunologie in Europa

10.09.2009
Zum ersten Mal findet der Europäische Kongress für Immunologie in Deutschland statt: Vom 13. bis 16. September treffen sich alle nationalen Gesellschaften für Immunologie Europas in Berlin.

"Das Motto des Kongresses 'Immunity for Life - Immunology for Health' unterstreicht, dass die Forschung in der Immunologie in den letzten Dekaden wesentlich die Entwicklungen in der Medizin und damit auch unsere Gesundheit bestimmt hat", so Kongresspräsident Prof. Dr. Reinhold E. Schmidt, Direktor der Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Nach dem großen Erfolg des ersten Europäischen Kongresses für Immunologie 2006 in Paris ist in diesem Jahr Deutschland Gastgeber der wichtigsten Wissenschaftsplattform der Immunologie: Insgesamt 5.000 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern werden sich in über 55 Symposien, 112 Workshops sowie 14 "Progress in Technology"- Sessions über den aktuellen Stand in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet informieren. Berichtet wird sowohl über Fortschritte der immunologischen Grundlagenforschung als Motor des wissenschaftlichen Fortschritts als auch über die umfangreichen Anwendungen immunologischer Forschung in der Diagnostik und Therapie von verschiedensten Erkrankungen.

Als klassisches Querschnittsfach der Medizin hat die Immunologie unmittelbaren Einfluss auf sehr unterschiedliche Krankheitsgruppen. Das Spektrum reicht von Infektionskrankheiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen bis zu Rheuma und Krebs. Das Immunsystem ist in nahezu alle Prozesse unseres Organismus involviert und entscheidet in einer permanenten Auseinandersetzung mit Eindringlingen und Umweltfaktoren zwischen "selbst" und "fremd" und stellt die Weichen entsprechend auf Toleranz oder Abwehr. Störungen der fein ausgewogenen Balance dieses Systems haben verheerende Konsequenzen. Ganz im Sinne des Kongressmottos gibt es ohne Immunität kein Leben und ohne immunologischen Fortschritt keine Verbesserung der Gesundheit auf individueller und auf Bevölkerungsebene.

Im Rahmen des Kongresses werden unter anderem Signalvermittlungsmechanismen in Immunzellen beschrieben, die zu neuen Behandlungsmethoden führen werden, etwa bei Rheuma oder Krebs. Aufsehen erregende Erkenntnisse bei Immunschwächen werden in absehbarer Zeit wahrscheinlich sogar eine Heilung solcher Erkrankungen ermöglichen. Wissenschaftler aus aller Welt stellen neue Ansätze zur Behandlung von chronisch-entzündlichen, besonders rheumatischen, Erkrankungen vor, die die Krankheiten langfristig unter Kontrolle halten können. Ein zentrales Thema sind die neuen Behandlungsmöglichkeiten für Tumoren, die, fußend auf den molekularen Prozessen der Krankheitsentstehung, einen gezielten und nebenwirkungsarmen Angriff ermöglichen. Last but not least steht die Entwicklung von Impfstoffen gegen alte und neue Seuchen auf dem Programm. Die weltweite Verbreitung der Schweinegrippe hat die Bedeutung der Infektionskrankheiten auch im 21. Jahrhundert gerade erst wieder nachdrücklich unterstrichen.

Erstmalig gibt es bei diesem Kongress auch Veranstaltungen von Experten für Patienten und für die breite Öffentlichkeit. Patientenselbsthilfegruppen wie z. B. die Rheuma-Liga, die Deutsche Selbsthilfe für Angeborene Immundefekte (DSAI), die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) bieten ihre eigenen Informationsforen und Veranstaltungen im Rahmen des Kongresses an. Am Sonntag, dem 13. September 2009, informiert eine öffentliche Vorlesung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in allgemein verständlicher Form über das Thema "Lernen im Immunsystem: Wann macht es mich krank, wann schützt es mich?" Interessierte sind herzlich eingeladen, den Vortrag und auch die anschließende, höchst informative Ausstellung über die Entstehung der Immunologie in Europa und die Meilensteine der immunologischen Forschung zu besuchen.

Der Kongress wird eröffnet durch einen Vortrag des Nobelpreisträgers Professor Harald zur Hausen zum Thema "Infektionen als Auslöser von Krebs".

EFIS (European Federation of Immunological Societies) ist der Dachverband der nationalen immunologischen Fachgesellschaften in Europa. Zu EFIS zählen 28 nationale Fachgesellschaften in 31 europäischen Ländern mit insgesamt 13.000 Mitgliedern. Gemeinsame Plattform ist der European Congress of Immunology, der all drei Jahre stattfindet - in diesem Jahr unter dem Motto: "Immunity for Life - Immunology for Health" vom 13. bis 16. September in Berlin. Der Kongress bietet über vier Tage ein umfassendes Programm zum aktuellen Wissensstand in der Immunologie. Das Themenspektrum in den mehr als 30 Symposien und 60 Workshops reicht von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Immunologie. Im Mittelpunkt stehen die Erkenntnisse zur angeborenen und erworbenen Immunität, die verschiedenen Aspekte immunologischer Erkrankungen sowie die neuesten Möglichkeiten von Immun-Interventionen. Kongresspräsident Professor Reinhold E. Schmidt, Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover, lädt Journalisten sehr herzlich dazu ein.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Prof. Dr. med. Reinhold E. Schmidt

Klinik für Immunologie und Rheumatologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: +49-511-532-6656
Fax: +49-511-532-9067
E-Mail: immunologie@mh-hannover.de
Internet: www.mh-hannover.de/kir.html
Dr. med. Julia Rautenstrauch
Pressereferentin ECI 2009 Berlin
MedCongress GmbH
Geschäftsführer:
Dr. Julia Rautenstrauch, Hans-Joachim Erbel
Postfach 70 01 49
70571 Stuttgart
Tel: +49 711 72 07 12 0
Fax: +49 711 72 07 12-29
Gerichtsstand: Amtsgericht Stuttgart HRB 22288
jr@medcongress.de

Dr. Julia Rautenstrauch | idw
Weitere Informationen:
http://www.eci-berlin2009.com
http://www.medcongress.de

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