Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

27. Ernst Klenk Symposium in Molekularer Medizin

27.09.2011
Fettstoffwechselerkrankungen: Neue pathophysiologische Erkenntnisse und innovative Therapieansätze, 02. – 04. Oktober, 2011 in Köln

Weltspitzenforscher berichten über die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse auf dem Gebiet der Fettstoffwechselerkrankungen. Innovative molekularbiologische Methoden und daraus resultierende verbesserte Therapieansätze und präventive Maßnahmen bei Fettstoffwechselerkrankungen werden diskutiert.

Molekulare Mechanismen, die zu Fettstoffwechselerkrankungen führen, sind Gegenstand intensiver Forschung und gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass diese bei der Entstehung der rapide zunehmenden Zivilisationskrankheiten, wie Übergewicht und Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und koronare Herzkrankheit, eine entscheidende Rolle spielen. Im Verlauf des diesjährigen Symposiums werden die Nobelpreisträger Joseph L. Goldstein und Michael S. Brown, die am UT Southwestern Medical Center (Dallas, USA) forschen und lehren, als Ehrengäste die Ernst Klenk Lecture über ihre bahnbrechenden Forschungsergebnisse halten. Beide Wissenschaftler sind 1985 gemeinsam für ihre Arbeiten zur Regulation des Cholesterinstoffwechsels mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Veranstaltungsprogramm:
Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, den 02. Oktober 2011, um 14.00 Uhr, und wird am Dienstag, den 04. Oktober 2011, gegen 13.00 Uhr enden. Das Programm und weitere Informationen über das 27. Ernst Klenk Symposium 2011 sind abrufbar unter:

http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2011/index_ger.html

Plenarvortrag – Klenk Lecture am Montag, den 03. Okt. 2011 um 18.00 Uhr
Prof. Joseph L. Goldstein und Prof. Michael S. Brown (UT Southwestern Medical Center, Dallas, USA) berichten über „Surviving starvation: essential role of the Ghrelin-growth hormone axis“.
Veranstaltungsort:
MTI-Hörsaalgebäude der Medizinischen Fakultät zu Köln (Geb. 44b) Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln (Zugang über den Studentenweg – Robert-Koch-Str.)
Anmeldung und Teilnahme:
Das Ernst Klenk Symposium ist öffentlich und jeder Teilnehmer ist ohne Zahlung einer Tagungsgebühr herzlich willkommen. Um eine Anmeldung wird gebeten: http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2011/online_formular

Die Veranstaltung wird mit insgesamt 17 Punkten von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung (Düsseldorf) zertifiziert.

Veranstalter:
Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln (ZMMK)
www.zmmk.uni-koeln.de
Fettstoffwechselstörungen haben in den westlichen Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und stellen einen wichtigen Risikofaktor für den Herzinfarkt und plötzlichen Herztod dar. Das epidemische Auftreten der Fettleibigkeit und der damit eng verbundenen Zuckerkrankheit sind wichtige Ursachen für die Entstehung von Fettstoffwechselstörungen.

Fettstoffwechselerkrankungen können auf der einen Seite genetisch, auf der anderen Seite durch Umwelt- und Ernährungseinflüsse bedingt sein. Die Erforschung der molekularen Mechanismen, die den Lipidstoffwechselstörungen zugrunde liegen, erlebt durch verbesserte Mikro-Techniken augenblicklich eine Renaissance. Mit der Aufklärung dieser zugrundeliegenden molekularen Mechanismen der Stoffwechselvorgänge ist eine Entwicklung innovativer, neuartiger Therapieansätze und präventiver Maßnahmen erst möglich.

So steht im Fokus des diesjährigen Symposiums neben der Vorstellung von neuartigen molekularbiologischen Methoden zur Erforschung der Ursachen von Fettstoffwechselerkrankungen die Frage, welche Zusammenhänge zwischen Fettstoff-wechselstörungen und wichtigen Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und koronarer Herzkrankheit bestehen.

Im Rahmen des Symposiums werden international ausgewiesene Experten in vier Themenbereichen die neusten Erkenntnisse diskutieren:

1. Darstellung von neuartigen molekularbiologischen Methoden zur Erforschung der Ursachen von Fettstoffwechselerkrankungen.

H. Alex Brown (Nashville), Debora Marie Muoio (Durham), Ronald P. Kühnlein (Göttingen), Johan Auwerx (Lausanne), Edward A. Dennis (La Jolla)

2. Vorstellung neuester Erkenntnisse zur Entstehung der Fettstoffwechselstörungen unter besonderer Gewichtung der Cholesterinhomöostase.

Rudolf Zechner (Graz), Catherine Postic (Paris), Carlos Fernández-Hernando (New York), Theo J.C. van Berkel (Leiden)

3. Darstellung jüngster Ergebnisse zum Zusammenhang von Fettstoffwechsel und Atherosklerose, Entzündung und Thrombose.

Daniel J. Rader (Philadelphia), Ira Goldberg (New York), Jan W. Cohen-Tervaert (Maastricht), Joseph L. Witztum (La Jolla)

4. Neueste Erkenntnisse zu Fettsucht und Insulinresistenz.
Philipp E. Scherer (Dallas), Robert V. Farese Jr. (San Francisco), Michael W. Schwartz (Seattle), David B. Savage (Cambridge)

Die bewusst breite Themenauswahl reicht von molekularen und zellbiologischen Fragestellungen über die Darstellung von neuen Methoden für die Strukturaufklärung von Lipiden und Lipidomics bis hin zur Darstellung von Modellsystemen in der Maus. Die neuesten Ergebnisse Microarray-basierter Untersuchungen und Umsetzung der Erkenntnisse in Behandlungsstrategien von Patienten mit Fettstoffwechselerkrankungen werden diskutiert. Es ist daher davon auszugehen, dass Zuhörer aus ganz unterschiedlichen Disziplinen von dem Programm dieses Symposiums profitieren werden.

Ein Höhepunkt des 27. Klenk-Symposiums bildet die „Ernst Klenk-Lecture“, die von den Professoren Joseph L. Goldstein und Michael Brown gehalten wird. Ihre Forschung zum Cholesterinstoffwechsel und ihre Entdeckung des LDL-Rezeptors sowie die Entwicklung der HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, bekannt als Statine, haben die Therapie der Hypercholesterinämie in den letzten Jahren grundlegend verändert. So führen diese Medikamente bei kardiovaskulären Risikopatienten zu einer Verringerung der Sterblichkeit und Herzinfarktrate um mehr als 30%.

Die Vorträge der eingeladenen Gastredner werden sowohl für Doktoranden wie auch für bereits erfahrene Forscher von großem Interesse sein. Sie werden sowohl eine hervorragende Einführung in die „State-of-the-Art“ des Gebietes darstellen, als auch den Spezialisten die Möglichkeit geben, mit international ausgewiesenen Kollegen informell zu diskutieren. Für die Teilnahme am Ernst-Klenk-Symposium wird traditionsgemäß keine Tagungsgebühr erhoben, und alle Interessierte sind recht herzlich eingeladen.

Namensgeber des Symposiums ist Professor Ernst Klenk, der erste Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Köln und Pionier in der Erforschung des Fettstoffwechsels. Der Veranstalter des Symposiums ist das Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln (ZMMK). Seit seiner Gründung veranstaltet das ZMMK in der Regel jährlich im Herbst ein internationales wissenschaftliches Symposium, um über ein aktuelles Thema des bio-medizinischen Fortschritts zu diskutieren.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Debora Grosskopf-Kroiher (wissenschaftliche Koordinatorin) unter Tel.: +49 221/478-5552, Fax: +49 221/478-4833 und E-Mail: klenk-symposium@uni-koeln.de zur Verfügung.

Dr. rer. nat. Debora Grosskopf-Kroiher | ZMMK Köln
Weitere Informationen:
http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2011/index_eng.html
http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2011/index_ger.html
http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2011/online_formular

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften