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26. bis 30. September: Größte deutsche Pharmazeuten-Konferenz findet in Saarbrücken statt

18.09.2017

Vom 26. bis 30. September treffen sich rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Pharmazie an der Universität des Saarlandes. Anlass ist die Jahrestagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG). Auf dem viertägigen Kongress tauschen sich die Arzneimittelforscher zum Beispiel über die Forschungen an neuen Antibiotika (Stichwort: Multiresistente Keime), Nano-Medizin und Arzneimitteltherapiesicherheit aus.

Der 26. September richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit. Dann erläutern die Expertinnen und Experten auf einem Bürgersymposium unter anderem die Geschichte des Fachs Pharmazie und die Entwicklung des Apothekerwesens in Saarbrücken. Am 30. September schließt der Kongress mit dem „Tag der Offizinpharmazie“ ab, der sich vor allem an Apotheker, Ärzte und andere Heilberufe richtet und der sich mit Problemen ihrer Berufspraxis befasst.

Am 26. September um 11 Uhr wird Medienvertretern bei einem Pressegespräch und einem Laborrundgang die Möglichkeit gegeben, sich vorab zu informieren.

Die Geschichte der Saarbrücker Pharmazie und des Apothekerwesens steht im Mittelpunkt des Bürgersymposiums, mit dem die Fachtagung am 26. September beginnt. Von 14 bis 18 Uhr haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den historischen Vorträgen der Pharmazie-Experten zuzuhören und mit ihnen zu diskutieren. Das Fach Pharmazie ist inzwischen über ein halbes Jahrhundert an der Saar-Universität etabliert. 1966 konnten die ersten 20 Studenten ihr Pharmaziestudium in Saarbrücken beginnen.

Zwischenzeitlich wirkten in der Saarbrücker Pharmazie viele einflussreiche Vertreter ihres Faches, zum Beispiel Joachim Knabe, der Gründungsdirektor des Pharmazeutischen Instituts und „Vater der Medizinischen Chemie“. Bis heute hat sich Saarbrücken zu einem forschungsstarken Standort entwickelt, was unter anderem in der Etablierung des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland Ausdruck findet.

Schwerpunkt der Tagung wird allerdings nicht die Historie, sondern der Austausch der Fachleute sein, die sich vom 27. bis 29. September über den neuesten Stand der Forschung informieren. Dazu gibt es mehrere, teils parallel verlaufende Vortragsveranstaltungen, in welchen die Pharmazeuten zum Beispiel über neue Wege diskutieren, wie Wirkstoffe durch die Haut gelangen können, welche neuen Antibiotika gegen multiresistente Bakterien und andere Infektionserkrankungen entwickelt wurden, wie kleinste Partikel in der „Nanomedizin“ Wirkstoffe im Körper ans Ziel bringen können und unter welchen Gesichtspunkten eine sichere Arzneimitteltherapie möglich ist.

Um Arzneimitteltherapiesicherheit geht es auch beim anschließenden „Tag der Offizinpharmazie“ am 30. September, der sich vor allem an Praxisvertreter der Heilberufe, also zum Beispiel Ärzte und Apotheker richtet. Hier sprechen Forscher und Praktiker über die Schwierigkeiten im Alltag. Ein Medikament kann beispielsweise während des Zulassungsverfahrens zahlreiche Tests bestehen, trifft dann aber in der Praxis auf Probleme, wie zum Beispiel eine fehlerhafte Dosierung aufgrund einer nicht beachteten eingeschränkten Nierenfunktion oder durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die vom Patienten zusätzlich eingenommen werden („Polypharmazie“). Die Teilnehmer am Tag der Offizinpharmazie sprechen auch über den Medikationsplan, der alle relevanten Arzneimitteldaten des Patienten an einem Ort bündeln soll, und über Kommunikations-Barrieren zwischen den einzelnen Berufen und wie diese verringert werden können.

Organisator der DPhG-Jahrestagung ist Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes. Veranstalter ist die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG). Sie zählt mit rund 10.000 Mitgliedern zu den großen wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland. Die DPhG veranstaltet jährlich etwa 150 wissenschaftliche Vorträge für Apotheker, ist Herausgeberin der Zeitschrift „Pharmakon“ und fördert als unabhängige Gesellschaft die wissenschaftlichen Interessen der deutschen Pharmazie.

Die Teilnahme am Bürgersymposium ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Es findet im Seminarraum 0.27 im Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), Gebäude E81, statt.
Auch die Teilnahme am Tag der Offizinpharmazie ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Er findet auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt, Günter-Hotz-Hörsaal, Gebäude E22.
Der Fachkongress im Rahmen der Jahrestagung selbst findet in den Gebäuden E22 und E25 auf dem Campus Saarbrücken statt.

Für Journalisten bietet sich am 26. September um 11 Uhr die Gelegenheit, die Veranstalter und Organisatoren im Rahmen eines Pressegesprächs zu interviewen und einen Blick in die pharmazeutische Forschungslabore zu werfen. Das Pressegespräch findet statt in Gebäude C23, Seminarraum 0.27 (Untergeschoss).

Gesprächspartner werden sein: Prof. Dr. Stefan Laufer (Präsident der DPhG), Prof. Dr. Thorsten Lehr (Saarbrücken; Organisator der Konferenz), Prof. Dr. Christian Ducho (Saarbrücken; Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees der Tagung), Prof. Dr. Alexandra Kiemer (Saarbrücken), Prof. Dr. Christoph Friedrich (Marburg; Leiter Bürgersymposium zur Geschichte der Pharmazie in Saarbrücken).
Wir bitten um vorherige formlose Anmeldung unter presse@uni-saarland.de

Weitere Informationen im Internet unter http://www.2017.dphg.de

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Thorsten Lehr
Tel.: (0681) 302-70255
E-Mail: thorsten.lehr@mx.uni-saarland.de

Gerhild Sieber | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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