Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

21. März 2016: Internationaler Tag des Clusterkopfschmerzes

18.03.2016

Die European Headache Alliance (EHA) und die European Headache Federation haben unter der Leitung von Prof. Dr. D. D. Mitsikostas, anlässlich einer Veranstaltung zum Clusterkopfschmerz im Europäischen Parlament am 24.2.2016, den 21.3.2016 zum Internationalen Tag des Clusterkopfschmerzes ausgerufen, um auf das Erkrankungsbild aufmerksam zu machen.

Beim Clusterkopfschmerz handelt es sich um eine seltene Kopfschmerzerkrankung, die 1-3 ‰ der Gesamtbevölkerung betrifft. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Der Schmerz lässt manchmal an eine Migräne denken, doch sind die Attacken kürzer und die Begleitsymptome anders: die Patienten werden unruhig und es kommt zur Rötung und Tränen des Auges auf der Seite der Schmerzen.

Die Schmerzintensität ist noch höher als bei der Migräne und gilt als schlimmster Schmerz überhaupt. Cluster-Kopfschmerzen gehen deshalb mit einer enormen Beeinträchtigung der Betroffenen einher. Obwohl die Attacken sehr charakteristisch sind, werden die Betroffenen oft erst nach einer Odyssee richtig diagnostiziert und gezielt behandelt.

Clusterkopfschmerz-Patienten sollten von Neurologen und Schmerztherapeuten betreut werden. Sie bedürfen einer speziellen, rasch wirksamen Akuttherapie und einer vorbeugenden Behandlung, die dafür sorgt, dass die z.T. mehrfach täglich auftretenden schweren Kopfschmerzattacken in ihrer Häufigkeit und Heftigkeit abnehmen.

Die European Headache Alliance (EHA) und die European Headache Federation haben unter der Leitung von Prof. Dr. D. D. Mitsikostas, anlässlich einer Veranstaltung zum Clusterkopfschmerz im Europäischen Parlament am 24.2.2016, den 21.3.2016 zum Internationalen Tag des Clusterkopfschmerzes ausgerufen, um auf das Erkrankungsbild aufmerksam zu machen.

Durch mehr Aufmerksamkeit und mehr Kenntnisse in der Ärzteschaft, kann sich die Zeit bis zur Diagnosestellung, die häufig mehrere Jahre beträgt, verkürzen und die Behandlungssituation für die Patienten entscheidend verbessern.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft unterstützt dieses Anliegen. Im März 2016 erschien die neue Leitlinie zu Cluster -Kopfschmerzen und Verwandten Kopfschmerzerkrankungen („Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerz, anderen trigeminoautonomen Kopfschmerzen, schlafgebundenem Kopfschmerz und idiopathisch stechenden Kopfschmerzen“) zur Diagnostik und Therapie des Clusterkopfschmerzes. Diese ist auf der Homepage der DMKG (www.dmkg.de) frei einsehbar und kann somit von allen Behandlern zum Abrufen neuester Informationen genutzt werden.

In Deutschland werden an verschiedenen Kopfschmerz-Zentren und -Kliniken aktuell Behandlungsstudien und andere wissenschaftliche Studien durchgeführt. Neue Behandlungsansätze geben Anlass zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Betroffene.

Die gemeinsamen Anstrengungen der Europäischen Kopfschmerzgesellschaften und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, in Kooperation mit Selbsthilfegruppen können zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Clusterkopfschmerz in Zukunft beitragen. (17.3.2016)

Ansprechpartner:
Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul
Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein
Ölmühlweg 31
D-61462 Königstein im Taunus
Tel.: +49 (0) 6174-29040
Fax: +49 (0) 6174-2904100
info@dmkg.de
www.dmkg.de

Weitere Informationen:

Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
http://www.dmkg.de
Neue Leitlinie:
http://dmkg.de/sites/default/files/2016-Cluster-Leitlinie-Nervenheilkunde.pdf
Patientenorganisation:
http://www.clusterkopf.de
European Headache Federation:
http://ehf-org.org/

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie