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2. Internationales WT1 Meeting an der Charité in Berlin

13.09.2011
Vom 15. bis 17. September 2011 findet im Zentrum für Anatomie der Charité-Universitätsmedizin in Berlin das 2. Internationale WT1 Meeting statt, organisiert von Prof. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut in Jena zusammen mit Prof. Holger Scholz von der Charité in Berlin.
Während des Meetings werden die rund 70 Teilnehmer aus dem In- und Ausland neben Aspekten der klinischen Forschung zum Wilms-Tumor-Gen WT1, das bei der Entstehung von Nierentumoren und Leukämie eine Rolle spielt, vor allem Fragen und Ergebnisse der Grundlagenforschung zu WT1 diskutieren.

(http://www.fli-leibniz.de/wt1-in-berlin/).

Das Wilms-Tumor-Gen (WT1) spielt eine Schlüsselrolle bei der Ausbildung einer gesunden und korrekt funktionierenden Niere und ist auch für die normale Entwicklung von Keimdrüsen und anderen Organen unerlässlich. Bei einer Fehlfunktion, bedingt durch Mutationen im WT1-Gen, kommt es im Kleinkindalter zur Ausbildung von Nierenkrebs, dem so genannten Wilms-Tumor (benannt nach dem Chirurgen Max Wilms).

Vom 15. bis 17. September findet in Berlin ein internationales Meeting statt, zu dem sich 70 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die vorrangig auf dem Gebiet des Wilms-Tumor-Genes (WT1) forschen, angemeldet haben. Als Keynote-Sprecher fungiert der international renommierte Humangenetiker Prof. Stefan Mundlos von der Charité und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin, der molekulare Mechanismen der Skelettentwicklung untersucht, um die Funktion von Genen während normaler und pathologischer Entwicklung aufzudecken.

Das Treffen der WT1-Experten findet bereits zum zweiten Mal statt. Die Organisation hat Prof. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Altersforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena zusammen mit Prof. Holger Scholz von der Charité in Berlin übernommen. Die Teilnehmer kommen aus den USA, Frankreich, England, Schottland, Spanien und Deutschland. Das erste Meeting fand 2008 an der Universität von Manchester (UK) statt, damals mit Wissenschaftlern aus Europa, Nordamerika und Japan.

"Ziel dieser Veranstaltung ist es, die unterschiedlichsten Facetten von WT1 zu beleuchten, also nicht nur die klinischen Aspekte und die medizinische Bedeutung von WT1 in den Vordergrund zu stellen", berichtet Prof. Englert vom FLI in Jena. Ausgewählte Programmpunkte sind daher vor allem Themen zur Grundlagenforschung von WT1, wie zum Beispiel der Entwicklungsgenetik bei der Maus und beim Zebrafisch, der Zellbiologie bei Krebserkrankungen und anderen Prozessen, die von WT1 geregelt werden.

"Den besonderen Reiz dieses Meetings macht vor allem der direkte Kontakt und offene Erfahrungsaustausch aus", unterstreicht Prof. Englert. "Hier werden nicht nur aktuelle Forschungsergebnisse miteinander diskutiert und neue Projektideen ausgetauscht, sondern auch Informationen weitergegeben, die noch nicht publiziert worden sind", so Englert weiter.

Das nächste WT1 Meeting wird 2013 stattfinden. Wo, soll auf dem diesjährigen Treffen in Berlin entschieden werden.

Kontakt:

Dr. Kerstin Wagner
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Beutenbergstr. 11, 07745 Jena
Tel.: 03641-656378, Fax: 03641-656335, E-Mail: koordinator@fli-leibniz.de
WT1 Meeting Berlin
15.-17. September 2011
Zentrum für Anatomie, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Philippstr. 12, 10115 Berlin
http://www.fli-leibniz.de/wt1-in-berlin/
Hintergrundinfo
Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist das erste deutsche Forschungsinstitut, das sich seit 2004 der biomedizinischen Altersforschung widmet. Über 330 Mitarbeiter aus 25 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alterungsprozessen und altersbedingten Krankheiten.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 87 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam.

Dr. Kerstin Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de
http://www.fli-leibniz.de

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