Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2. Anwendertreffen PFC: Aufbereitung von PFC-kontaminierten Wässern

03.09.2014

Die technische Anwendung von per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) steht in der Kritik, nicht zuletzt aufgrund der schlechten Entsorgungseigenschaften. Neuartige Reinigungsverfahren setzen genau hier an. Das »2. Anwendertreffen PFC« informiert über aktuelle Entwicklungen und mögliche Wege für die Zukunft des PFC-Einsatzes.

PFC werden aufgrund ihrer Eigenschaften – u. a. wasser-, fett-, schmutzabweisend, gleichzeitig chemisch und thermisch stabil – in den unterschiedlichsten Produkten verwendet. Dazu zählen Textilien im Outdoorbereich oder Lebensmittelverpackungen ebenso wie Pestizide oder Feuerlöschschäume. Da PFC jedoch nicht bzw. nur sehr schwer abbaubar sind, die Tendenz zur Bioakkumulation und toxikologische Eigenschaften aufweisen, wird der Einsatz zunehmend hinterfragt.


Per- und polyfluorierte Chemikalien im Wasser.

Fraunhofer UMSICHT

Im Dezember 2011 lud Fraunhofer UMSICHT erstmalig zum Anwendertreffen PFC nach Oberhausen ein, um praxisnah über Arbeitsschutz, die Aufbereitung PFC-haltiger Medien sowie die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen von Kontaminationen in Boden und Wasser zu informieren. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Anwender aus der Lösch- und Galvanotechnik fachspezifische Fragestellungen und mögliche Ableitungen für die Praxis.

Am 30. Oktober 2014 findet das 2. Anwendertreffen PFC bei Fraunhofer UMSICHT statt, das die aktuellen Entwicklungen thematisiert. Neben Details zum Satus quo, insbesondere in der Entsorgung und Aufbereitung von PFC-kontaminierten Wässern und Böden, steht auch die derzeitige rechtliche Sachlage im Fokus der eintägigen Veranstaltung. Dazu gibt es spezifische Einblicke in die Toxikologie dieser Mikroschadstoffe.

Maßgeschneiderte Reinigungsverfahren

In Kooperation mit Fraunhofer UMSICHT hat die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH das neuartige Adsorptionsmittel »PerfluorAd« entwickelt, das die wirksame Abtrennung von kurzkettigen PFC ermöglicht. Weiterentwicklungen bis in den halbtechnischen Maßstab haben das darauf aufbauende Reinigungsverfahren noch vereinfacht, sodass kosteneffiziente Lösungsvorschläge für verschiedene Anwendungsumgebungen vorliegen. Auf dem 2. Anwendertreffen PFC werden diese in zwei Fachgruppen mit den Schwerpunkten »Grundwasser/Sickerwasser« und »Löschwasser« vorgestellt und gemeinsam erörtert.

Zielgruppen aus den Bereichen Grundwasser, Abwasser und Löschwasser

Das 2. Anwendertreffen PFC richtet sich vorrangig an Betreiber von Kläranlagen, Ingenieurbüros und Fachfirmen der Altlastensanierung bzw. -aufbereitung sowie Personal von Feuerwehren und anderen Anwenderbranchen von PFC-haltigen Formulierungen.

Weitere Informationen:

http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/messen-veranstaltungen/2014/pfc-anwendertref... - Programm und Anmeldung

Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie