Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

19. Magdeburger Logistiktage eröffnet

25.06.2014

Nachhaltige und Intelligente Logistik im Fokus

Größere Transparenz, Zuverlässigkeit und Sicherheit in den Logistikprozessen, Ressourcenschonung in der Produktion - viele Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen.


Ressourceneffizienz in der Produktion, eines der großen Themen der Zukunft, ist auch ein Schwerpunkt der 17. IFF-Wissenschaftstage in Magdeburg.

Dirk Mahler / Fraunhofer IFF

Auf den 19. Magdeburger Logistiktagen, vom 25. bis 26. Juni 2014, diskutieren Fachexperten aus Wirtschaft und Forschung über aktuelle Entwicklungen, Trends und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz in der Logistikbranche.

Die derzeitige Situation für die deutsche Logistikbranche ist durchweg positiv. Der aktuelle Logistikindikator der Bundesvereinigung Logistik BVL, der vierteljährlich vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel erstellt wird, belegt das. Demnach ist die Erwartungshaltung der Logistiker hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung sogar deutlich besser als die ihrer Auftraggeber aus Industrie und Handel.

Dennoch scheint ein allzu entspanntes Zurücklehnen nicht angebracht. Denn die wachsenden Kundenanforderungen zwingen die Industrie zu noch mehr Flexibilität, folglich werden auch die Lagerbestände weiter reduziert. Das Resultat, mehr Just-in-Time-Produktion mit immer enger abgestimmten Lieferketten, höherer Liefergeschwindigkeit und noch mehr Zuverlässigkeit, stellt Produzenten wie Logistikdienstleister vor neue Herausforderungen.

Effizienz in Produktion und Logistik

Damit nicht genug, drängt die Notwendigkeit zu umweltschonenden Produktions- und Transportmethoden zu neuen Konzepten in der Industrie und in der Distribution. Hinzu kommt die Unsicherheit bezüglich der Energiekosten. Energiesparende Produktionssysteme in Verbindung mit der Fähigkeit, nachhaltige Energiequellen zuverlässig für die eigene Produktion nutzen zu können, werden die künftige Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen bestimmen.

Die heute eröffneten 19. Magdeburger Logistiktage setzen ihre Schwerpunkte deshalb gezielt in den Bereichen Nachhaltige und Intelligente Logistik. Die zweitägige Konferenz ist Teil der 17. IFF-Wissenschaftstage, die vom 24. bis 26. Juni 2012 in Magdeburg stattfinden. Sie wird gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF und dem Institut für Logistik und Materialflusstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg veranstaltet. In etwa 50 Vorträgen und Workshops diskutieren Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen und neuen Entwicklungen aus der Forschung.

Logistikunternehmen brauchen mehr Mut

Angesichts der auf die Branche zukommenden Aufgaben, betont Professor Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer IFF, wie wichtig es ist, dass die Unternehmen die neuen, verfügbaren Technologien annehmen und auch bereit sind, zu investieren. »Dafür braucht es mehr Mut. Es wird deutlich mehr Aufwand auf die Dienstleister zukommen: Weniger Zeit, höhere Zuverlässigkeit und Sicherheit, mehr Transparenz - viele aktuelle technische Entwicklungen können hier helfen.

Vor allem moderne Identifikationstechnologien, die Digitalisierung von Produktinformationen und Prozessen und die Automatisierung werden künftig eine große Rolle in der Branche spielen«, sagt der Logistikexperte zur Eröffnung der Fachtagung. Ebenso wichtig seien effektive Wege für mehr Ressourceneffizienz in der Produktion, etwa durch nachhaltige Konzepte für die Instandhaltung oder die Wiederverwertung von Produktionsmitteln und Reststoffen.

Angesichts dieser unterschiedlichen Herausforderungen an die Logistik bieten die 19. Magdeburger Logistiktage den Fachbesuchern wieder ein sehr vielseitiges Programm. Unter anderem werden zukünftige Logistikanforderungen der Automobilindustrie sowie Einsatzmöglichkeiten und Potenziale aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien behandelt.

Zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Logistik stellen Referenten neue Instandsetzungskonzepte und Serviceangebote vor. Aus dem Bereich Industrie 4.0 wird das taktile Internet sowie die digitale Logistik thematisiert.

Die Fachtagung am 25. Juni wird am folgenden Tag ergänzt durch fünf Workshops mit den Schwerpunkten »Energieeffiziente Produktion«, »Intelligente Logistik«, »Pannendienstleistung und Elektromobilität«, »Kooperatives Änderungsmanagement in globalen Produktionsnetzen« sowie »Automatisierung in der Wäschereilogistik«.

Weitere Informationen:

http://www.wissenschaftstage.iff.fraunhofer.de

René Maresch | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik