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18. Paderborner Symposium Fügetechnik über aktuelle Leichtbaukonzepte

25.09.2013
18. „Paderborner Symposium Fügetechnik“: Das Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn präsentiert am 26. und 27. September aktuelle Leichtbaukonzepte.

Der „Freundeskreis LWF Universität Paderborn e. V.“ veranstaltet sein Symposium mit der Präsentation von Ergebnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und aus industriellen Entwicklungen zum Thema „Effiziente Fertigung von Hochleistungsverbundsystemen“ im Schützenhof Paderborn.


Der Volkswagen XL1
Volkswagen


Die Leichtbaustudie InEco der TU Dresden
TU Dresden

Pressekontakt: Michael Gerkens, Dipl.-Ing., Sebastian Mailänder, M. Sc., Fachgruppe Simulation – Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF), Universität Paderborn, Tel.: 05251-60-5275/55 28, michael.gerkens@lwf.upb.de, mailaen@mail.upb.de, www.lwf-paderborn.de

Die Veranstaltung wird traditionell durch die Präsentation der aktuellen PKW-Leichtbaufahrzeuge Volkswagen XL1, der VW AG; InEco, E-Mobil-PKW, ILK Dresden/Leichtbauzentrum-Sachsen GmbH/ThyssenKrupp AG, sowie die Präsentation innovativer Karosseriekonzepte BMW i3, BMW AG und Mercedes-Benz SL, Daimler AG, bei denen der Leichtbau durch Einsatz von Leichtbauwerkstoffen (faserverstärkten Kunststoffen, Aluminium-, Magne-sium- und Stahlwerkstoffen) und neue Fügetechniken realisiert wurde, ergänzt.

Das vollständige Programm der Veranstaltung 18. Paderborner Symposium Fügetechnik im Internet: lwf-paderborn.de

Weitere Informationen:

In Kenntnis der Gründe für das Scheitern der Einführung des Werkstoffes Aluminium und anderer Leichtbauwerkstoffe in die PKW-Serienfertigung in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts (1. Energiekrise) aufgrund mangelnder serientauglicher Fügbarkeit der Leichtbauwerkstoffe hat das LWF (Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik) seine wissenschaftliche Arbeit seit seiner Gründung 1976 auf das Fügen von Leichtbauwerkstoffen im Materialmix ausgerichtet und sich in den folgenden Jahren Alleinstellungsmerkmale auf den Gebieten der Klebtechnik, der mechanischen Fügetechniken und der Hybridfügetechniken erworben. In den 80iger Jahren wurden vom LWF zusammen mit industriellen Kooperationspartnern aus der Bundesrepublik, aus Frankreich und Schweden, im sogenannten Arbeitskreis-Clinchen, ohne öffentliche Unterstützung neue Fügetechniken für das Verbinden von Leichtbauwerkstoffen im Materialmix entwickelt und zugeordnete Konstruktions- und Fertigungsrichtlinien, sowie Prüfkonzepte erarbeitet und damit wesentliche Grundlagen für den Einsatz der Verfahren in industrielle Großserienanwendungen geschaffen. Mit dem großen BMBF-Verbundprojekt „Fertigungstechnik Kleben“ in den 80iger Jahren wurden wesentliche Grundlagen für die Akzeptanz der Klebtechnik als universelle Fertigungstechnik in der Bundesrepublik geschaffen.

Mit dem verstärkten Einsatz insbesondere von Aluminiumwerkstoffen in der PKW-Großserienfertigung Anfang der 90iger Jahre hat die Bedeutung der „kalten“ Fügetechniken und das allgemeine Interesse an diesen Verfahren stark zugenommen.

Heute können diese Fügetechniken als zentrale Schlüsseltechnologien für Hybridbauweisen in der Karosseriefertigung angesehen werden. Neueste Entwicklungen der LWF-Forschung zielen auf die Qualifizierung von neuen Verfahrenskombinationen ab, wie z.B. auf die thermisch-mechanischen Fügetechniken zur Erschließung weiterer Leichtbaupotentiale mit Hochleistungsverbundwerkstoffen.

Die Entwicklung des nationalen technischen Regelwerkes auf dem Gebiet der mechanischen Fügetechniken wurde aufbauend auf den Forschungsarbeiten des LWF maßgeblich vom wissenschaftlichen Personal des LWF mitgestaltet. Die Berechtigung zur qualifizierenden Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der mechanischen Fügetechnik gemäß dem nationalen und internationalen Regelwerk ist außer in der GSI München derzeit nur in Paderborn gegeben, was ebenfalls als besonderes Alleinstellungsmerkmal für Paderborn zu werten ist.

Das erste BMBF-Verbundprojekt zum Thema Hybridbauweise in der Bundesrepublik wurde vor etwa 15 Jahren als Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt mit den deutschen Partnern Daimler AG, Porsche AG, Volkswagen AG und dem LWF der Universität Paderborn als Koordinator durchgeführt. Vorher war mit Hinweisen auf das sogenannte „Kreislaufwirtschaftsgesetz“ die Forschung auf dem Gebiet „Fertigen von Bauteilen im Materialmix“ aus politischen Gründen auf Bundesebene nicht förderwürdig. Sortenreines Fertigen war das Gebot der Stunde.

In der Folgezeit war das LWF als zentrale Forschungsstelle in weitere Großprojekte zum Thema Leichtbau mit erfolgreichen Umsetzungen der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in industrielle Fertigungsprozesse eingebunden.

Dabei kann auf die Projekte „FügeKunst“, „Dynaconnect“ und „ULMA“, sowie aktuell auf die mit LWF-Beteiligung geförderten BMBF-Projekte „Light-eBody“, „FOREL“ und „LEIKA“, verwiesen werden.

Die Arbeiten des LWF wurden mehrfach mit Preisen (u.a. Stahlinnovationspreise, klebtechnische Innovationspreise, Erich Siebel Gedenkmünze, LOST FOAM Award) und gerade erst mit dem EFB-Gütesiegel „Innovative Allianz“ ausgezeichnet.

Der „Freundeskreis LWF Universität Paderborn e.V.“ hat seit seiner Gründung im Jahr 1982 die Forschung auf dem Gebiet der Werkstoff- und Fügetechnik in Paderborn zusammen mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Industrie sowie technisch-wissenschaftlichen Fachverbänden und Forschungsorganisationen mit der Durchführung zahlreicher Technologietransfer- und Weiterbildungsveranstaltungen unterstützt und setzt mit der diesjährigen Vortragsveranstaltung und den Rah-menprogrammen die erfolgreiche Tradition fort.

Das vollständige Programm der Veranstaltung 18. „Paderborner Symposium Fügetechnik“ im Internet: lwf-paderborn.de

Tibor Werner Szolnoki | idw
Weitere Informationen:
http://www.lwf-paderborn.de

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