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16th Leibniz Conference of advanced science „Stadtökologie 2013“

15.04.2013
Urbanisierung und Klimawandel beeinflussen sich wechselseitig und haben großen Einfluss auf die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen.

Das enorme Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern sowie die dynamisch wachsende Landflucht stellen die Stadtentwicklung weltweit vor neue Aufgaben, die nur interdisziplinär zu lösen sind.

Eine umweltorientierte, moderne Stadtentwicklung ist Gegenstand der 16. Leibnizkonferenz. Veranstalter ist das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS e. V.). Die Konferenz findet am 17. und 18. Oktober 2013 in Berlin-Adlershof statt. Es ist ein spannender Dialog über Probleme und Lösungen einer modernen Urbanisierung zu erwarten.

In Europa leben 80% der Menschen in Städten. Aber auch in den Schwellenländern nimmt der Anteil der Stadtbevölkerung schnell zu. Weltweit setzt sich der Urbanisierungsprozess gegenwärtig mit großer Dynamik fort. Die Bevölkerung in städtischen Räumen wächst derzeit wöchentlich um mehr als 1 Million Menschen. Pro Sekunde ziehen zwei Menschen vom Land in die Stadt. Innerhalb einer Woche entspricht das der Bevölkerung von München. Eines der größten Probleme der schnell wachsenden Städte ist die Versorgung mit Energie und der effiziente Umgang mit Energie.

Das Wachstum der Landbevölkerung wird hingegen im globalen Durchschnitt voraussichtlich bereits vor dem Jahr 2020 stagnieren; das dann verbleibende Nettobevölkerungswachstum wird überwiegend in Städten stattfinden. Das führt zu ökologischen Problemen in den Städten, die durch den Klimawandel verschärft werden, und ihrerseits Einfluss auf den Klimawandel haben. Die Sicherung gesunder Lebensbedingungen und einer hohen Lebensqualität ist eine entscheidende gesellschaftliche Aufgabe, die in ihrer Wechselwirkung zwischen Urbanisierung und Klimawandel auf dieser Leibnizkonferenz diskutiert wird.

Berlin ist eine Modellstadt für den ökologischen Stadtumbau. Deshalb findet die 16. Leibnizkonferenz am 17. und 18. Oktober 2013 nicht am traditionellen Standort Lichtenwalde sondern in Berlin statt.

Entscheidend für das Verständnis der aktuellen und künftigen Probleme ist der interdisziplinäre Ansatz, der die Anpassung der Stadtentwicklung, des Städtebaus und der städtischen Lebensprozesse an die Erfordernisse ökologischer Verträglichkeit untersucht und konkrete Handlungsansätze für den ökologischen Stadtumbau in Zeiten des Klimawandels entwickelt. Ziel ist die umweltorientierte Weiterentwicklung des modernen Städtebaus durch die Beachtung von ressourcensparenden, umweltschonenden und sich selbst regelnden Kreisläufen. Dazu werden im Rahmen dieser Leibnizkonferenz sowohl der aktuelle wissenschaftliche Stand zur Kulturlandschaft unter den Bedingungen des Wandels als auch Best-Practice-Beispiele für den ökologischen Stadtumbau diskutiert.

Stadtökologie bedeutet in diesem Zusammenhang die Erforschung urbaner Lebensräume mit den Ansätzen und Methoden der ökologischen Forschung, u.a. die Untersuchung von Lebensräumen und Biotoptypen, Grünplanung und Grüngestaltung in Städten, den Transportsystemen innerhalb der Städte und zwischen diesen.

Die besondere Herausforderung für den Klimaschutz besteht darin, dass die Verknüpfung von rasanter Verstädterung und zunehmendem Wohlstand ohne Umlenkung in klimaverträgliche Bahnen eine erhebliche Verstärkungswirkung auf den Klimawandel entfalten kann. Nachhaltige Stadtentwicklung in den am wenigsten entwickelten Ländern muss daher wesentlich an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Stadtbewohner ansetzen, sollte dabei aber von Anfang an mit Blick auf den Klimawandel Anpassungs- und Vermeidungsziele berücksichtigen.

Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e.V. stellt sich innerhalb der zwischenzeitlich bewährten Konferenzreihe einem neuen aktuellen Problemkreis. Es ist vorgesehen, Konferenzen zur Stadtökologie alle zwei Jahre durchzuführen. Die Konferenz will einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der weltweiten Umwelt- und Lebenssituation in Städten leisten.
Die Konferenzbeiträge werden nach der Konferenz auf der Internetseite des LIFIS veröffentlicht.

Ansprechpartner für fachliche Rückfragen sind:

Prof. Dr. Frieder Sieber, Mitglied des Vorstandes von LIFIS e. V.
Fon: +49 0152 29518152, E-Mail-Adresse: dr.f.sieber@web.de

Prof. Dr. Bernd Junghans, Vorstandsvorsitzender von LIFIS e. V.,
Fon: +49 0172 8667489, E-Mail-Adresse: bernd.junghans@leibniz-institut.de

Nähere Informationen zur Konferenz, zur Anmeldung und zum Programm sind abrufbar unter:
http://www.leibniz-institut.de/page/index.php?lang=de&katID=33

Hinweis: Das im Anmeldeformular angegebene Hotel stellt für Reservierungen durch Konferenzteilnehmer ein begrenztes Zimmerkontingent zu Sonderkonditionen zur Verfügung.

Annemarie Slaby | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-institut.de
http://www.leibniz-institut.de/lifis-online/

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