Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

14. Fachtagung „Rapid Prototyping“ an der HAW Hamburg

05.03.2015

Am 20. März 2015 veranstaltet das Institut für Produktionstechnik wieder die kostenlose Fachtagung rund um das High-Tech-Fertigungsverfahren „Rapid Prototyping“. Diese Technologie ermöglicht eine schnelle Anfertigung von Musterbauteilen und spart hohe Produktionskosten beispielsweise im Fahrzeug- oder Flugzeugbau.

Das Rapid Prototyping ist eine ernst zu nehmende Fertigungstechnik geworden, die dem Konstrukteur in der Gestaltung von Bauteilen viele Freiheiten überlässt. Prototypen können heute zuverlässig in Farbe, in hoher Oberflächenqualität oder mit den gewünschten Materialeigenschaften erstellt werden.


Zahnkrone-Metall-Fertigungsprozess

©EOS

Auch wenn der 3D-Druck in der Praxis angekommen ist, gibt es natürlich Wünsche, die die Hersteller zu Neu- und Weiterentwicklungen motivieren. Dass es weiterhin spannend bleibt, zeigt eine Neuentwicklung eines Herstellers von Spritzgießmaschinen, die auf der Tagung vorgestellt wird. Dieser ‚3D-Drucker‘ erlaubt es, Material in Form von Granulat zu nutzen und damit Kunststoff-Prototypen herzustellen, die in ihren Materialeigenschaften nah am Serienwerkstück liegen.

Die Fertigung von einbaufertigen Werkstücken in kleinen Serien oder als individuelles Einzelteil ist das große Ziel der weiteren Entwicklungen. Dieses ‚Additive Manufacturing‘ passt dabei sehr gut zu den Themen digitale Fertigung und Serienfertigung von Einzelteilen unter dem Stichwort ‚Industrie 4.0‘.

Durchsetzen werden sich diese Verfahren allerdings nur, wenn eine wirtschaftliche Serienfertigung möglich ist und die Qualität der hergestellten Produkte hoch, vorhersagbar und sichergestellt ist. Dieser Themenkomplex wird diesmal das Schwerpunktthema der Veranstaltung sein.

Finite-Elemente-Analysen sind in der Konstruktion heute ein Standardverfahren, um die Festigkeit von Bauteilen nachzuweisen und zu optimieren. Ob und unter welchen Bedingungen sich die komplexen Strukturen generativer Bauteile damit beurteilen lassen, ist das Thema des ersten Vortrages.

Die tatsächliche Qualität eines einzelnen Bauteils wird erheblich beeinflusst von den konkreten Materialparametern und dem tatsächlich ablaufenden Herstellprozess in tausenden von dünnen Schichten. Wie hier ein umfassendes Qualitätskonzept wirksam werden kann, wird ein renommierter Hersteller von Lasersinteranlagen aufzeigen.

Im zweiten Teil der Tagung sollen die praktischen Anwendungen der generativen Fertigung am Beispiel der Luftfahrt und des Schiffbaus im Vordergrund stehen. Flugzeuge müssen nicht nur in kleinen Serien wirtschaftlich hergestellt werden, sondern über einen sehr langen Zeitraum gewartet und repariert werden. Spannend ist die Betrachtung, welche Möglichkeiten und Randbedingungen sich durch die generative Fertigung in der Praxis ergeben von der Ersatzteilversorgung ohne Lager bis hin zu Optimierung und Zulassung von Ersatzteilen, die leichter oder haltbarer sind.

Ein abschließendes Highlight ist der praktische Einsatz von Prototypen in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt. Das Spektrum der Aufgaben reicht von der strömungstechnischen Überprüfung von Propellern und Schiffsrümpfen bis hin zur Untersuchung der Seetüchtigkeit oder dem Fahren unter arktischen Bedingungen.

Die Fachtagung wird wieder begleitet durch eine Ausstellung von RP-Anlagen. Hier können sowohl günstige Geräte für den Einstieg in die Technologie als auch Geräte zur Herstellung anspruchsvoller Prototypen im praktischen Einsatz begutachtet werden. Darüber hinaus stellen Dienstleister an Bauteilen aus ihren Anwendungen das Spektrum ihrer Lösungen für die Produktentwicklung vom Design bis zur Serienfertigung vor. In der Pause und beim abschließenden Get Together kann man sich über die neusten Entwicklungen informieren und mit Ausstellern und Referenten ins Gespräch kommen.

Die 14. Fachtagung „Rapid Prototyping“ findet statt am Freitag, 20. März 2015, ab 13:30 Uhr an der HAW Hamburg, Department Maschinenbau und Produktion, Berliner Tor 21, Aula, 20099 Hamburg

Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige aller Hamburger Hochschulen sowie an die interessierte Öffentlichkeit und an Medienvertreter/innen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt:
Department Maschinenbau und Produktion
Prof. Dr. Günther Gravel
Tel. 040.428 75-8625
gravel@rzbt.haw-hamburg.de

Weitere Informationen:

http://www.haw-hamburg.de/fileadmin/user_upload/TI-MP/Aktuell/Veranstaltungen/Ra... - Programm
http://www.rp.haw-hamburg.eu - Anmeldung

Ina Rifkin | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie