Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

130 Experten diskutieren Kraftstoffgewinnung aus Biomasse und ihre Nutzung im Verbrennungsmotor

18.06.2010
Die Erforschung nachhaltiger Biokraftstoffe zur Sicherstellung zukünftiger Mobilität steht im Mittelpunkt des 3. TMFB International Workshops, der am 23. und 24. Juni rund 130 Kraftstoff-Experten nach Aachen lockt.

Bei dem Treffen diskutieren Biologen, Chemiker, Verfahrens- und Verbrennungstechniker gemeinsam aktuelle Forschungsergebnisse rund um die Kraftstoffgewinnung aus Biomasse und deren Nutzung in Verbrennungsmotoren. Ausrichter des Workshops ist der Exzellenzcluster „Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse“ (TMFB, Tailor-Made Fuels from Biomass) der RWTH Aachen University mit seinem Koordinator Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger.

Der Exzellenzcluster wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen gegründet, um nachhaltige Wege der Biomassenutzung zu erforschen. Unterstützt wird der Kreis von einer Gruppe namhafter Unternehmen, die als Industriepartner fungieren. Seit November 2007 werden alle relevanten Forschungsaspekte von den motortechnischen Anforderungen an neue Kraftstoffe, über die verfahrenstechnischen Prozessschritte bis hin zur Auswahl geeigneter Katalysatoren für die Umwandlung der Bestandteile der Biomasse betrachtet. Insgesamt arbeiten rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exzellenzcluster „Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse“ mit.

Mit der Identifizierung eines Kraftstoffes, der den hohen Wirkungsgrad des Dieselmotors mit der rußfreien Verbrennung des Ottomotors verbindet, konnte der Cluster, in dem 22 Institute interdisziplinär zusammenarbeiten, seit dem letzen Jahr einen weiteren Forschungserfolg feiern. Im Labor wurden für diesen Kraftstoff (2-Methyltetrahydrofuran) bereits wesentliche Prozessschritte von der Biomasse über katalytische Umwandlungsverfahren bis hin zum fertigen Endprodukt abgebildet.

Während des Workshops am 23. und 24. Juni wird seitens der Industriepartner erstmalig ein Forschungspreis verliehen, mit dem besondere wissenschaftliche Leistungen im Rahmen des Exzellenzclusters gewürdigt werden. Den Auftakt macht die Shell Global Solutions Deutschland GmbH . Den ersten Preis erhält Dr.rer.nat. Roberto Rinaldi vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim, einem externen Forschungspartner des Exzellenclusters. Er beschäftigt sich in seinem Projekt mit der chemischen Umwandlung von Cellulose zu Kraftstoffen in wässrigen Medien. Der zweite Preis geht an Dipl.-Ing. Helene Wulfhorst und M.Sc. Philip Engel von der Aachener Verfahrenstechnik für Ihre Forschungsarbeiten zu biokatalytischen Verfahren für neue Biokraftstoffe. Mit dem dritten Preis wird Dipl.-Ing. Joachim Beeckmann vom Institut für Technische Verbrennung ausgezeichnet. Beeckmann untersucht im Exzellenzcluster Brenngeschwindigkeiten und das Entflammungsverhalten von neuartigen Biokraftstoffen.

Weitere Informationen zu TMFB International Workshop gibt es im Internet unter: www.fuelcenter.rwth-aachen.de. Anmeldungen für den Workshop sind noch möglich.

Pressekontakt und Infos:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger
Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen
Tel. 0241/80-96200,
E-Mail: exc@vka.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.fuelcenter.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie