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13 . Jahrestagung der Gesellschaft für biologische Systematik in Bonn

22.02.2012
Vom 23.–25. Februar 2012 tagt die Gesellschaft für Biologische Systematik (GfBS) am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn.

Angemeldet haben sich über 150 vorwiegend deutschsprachige Wissenschaftler, die ihre neuesten Erkenntnisse über die Vielfalt der Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen (auch Biodiversität genannt) präsentieren und diskutieren werden. Ein Schwerpunkt der Tagung liegt auf der beschleunigten Erfassung der globalen Biodiversität, die einer Bedrohung von historischem Ausmaß ausgesetzt ist. Zu diesem und weiteren Themen wird es über 100 Vorträge und Poster geben.

Interessenten sind herzlich willkommen!

Biologische Systematik (oder Taxonomie) ist die Wissenschaft, die sich mit der historischen Entwicklung des Lebens beschäftigt und um die Erkundung der heutigen Artenvielfalt kümmert. In Zeiten der globalen Umweltzerstörung ist das Wissen über die Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen für das Überleben des Menschen wichtiger denn je. Eine neue Generation von Wissenschaftlern wächst heran, die methodisch viel versierter ist als die Generationen zuvor und sich dennoch mit enormen Problemen konfrontiert sieht, da Systematik und Taxonomie kaum noch an deutschen Universitäten gelehrt werden.

Die diesjährigen Organisatoren wollen vor allem den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und stärker in den Vordergrund stellen. So werden unter anderem Preise für die besten studentischen Beiträge prämiert und der mit 1000 Euro dotierte Bernhard-Rensch-Preis für die beste Dissertation im Bereich biologische Systematik verliehen.

Daneben findet ein Treffen der Nachwuchsorganisation der GfBS, der „Jungen Systematiker“ (JuSys), statt, die sich speziell mit der Situation der Taxonomie-Studenten in Deutschland und darüber hinaus beschäftigt. In einer JuSys-Sonderausgabe der GfBS-Zeitschrift „Organisms Diversity & Evolution“ soll die Expertise und ganze Bandbreite an modernen Methoden der biologischen Systematik präsentiert werden. Erste Artikel hieraus sind bereits online erschienen.

Hintergrund:
Die Gesellschaft für Biologische Systematik (GfBS):
Die Gesellschaft für Biologische Systematik wurde von führenden deutschen Biologen mit dem Ziel gegründet, die Experten der unterschiedlichen Organismengruppen und ihr Wissen über die globale Artenvielfalt besser zu bündeln und um ein Zeichen gegen die fortschreitende Taxonomiekrise (siehe unten) zu setzen. Die Gesellschaft gibt einen Newsletter sowie die internationale Fachzeitschrift „Organisms Diversity & Evolution“ heraus. Außerdem verfügt die GfBS als einzige Fachgesellschaft ihrer Art über eine organisierte Arbeitsgruppe für Nachwuchswissenschaftler – die Jungen Systematiker.
Die „Jungen Systematiker“ (JuSys):
Zu den Jungen Systematikern innerhalb der GfBS zählen über 275 Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus allen Bereichen der Biologie. Ihr Ziel ist neben der Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Taxonomie und Systematik auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die schwierige Berufssituation der Taxonomen (auch Artenkenner genannt). In einem Offenen Brief (www.jusys.gfbs-home.de/images/stories/OffenerBrief_Taxonomie_JuSys.pdf) haben sie daher ihre Position und Forderungen für eine gesicherte Zukunft der Taxonomie in Deutschland formuliert. Die JuSys führen regelmäßige Treffen und Workshops durch.
Biologische Systematik:
Die biologische Systematik (auch Taxonomie genannt) ist die zentrale Disziplin innerhalb der Biologie, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der globalen Artenvielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen beschäftigt. Typische Fragestellungen behandeln die Evolution, Verwandtschaftsverhältnisse, Verbreitung und Biologie aller heute lebenden und fossilen Organismen. Ein weiterer wichtiger Teilbereich der Taxonomie befasst sich mit der Entdeckung und Beschreibung neuer Arten.
Biodiversitätskrise:
In Zeiten der rücksichtslosen Ausbeutung und Zerstörung aller natürlichen Ressourcen wie Bodenschätze, Wälder und Meere durch den Menschen erleben wir gegenwärtig ein Massenaussterbeereignis von historischem Ausmaß, wie es zuletzt vor 65 Millionen Jahren zum Verschwinden der Dinosaurier führte. Im Unterschied zu den großen prähistorischen Aussterbeereignissen, die klimatische und/oder kosmische Ursachen hatten, ist die jetzige Bedrohung vom Menschen zu verantworten.
Taxonomiekrise:
Neben dem unwiderruflichen Verlust von Tier- und Pflanzenarten, ist auch das Wissen um die globale Artenvielfalt in zunehmendem Ausmaß vom Aussterben bedroht. Im interdisziplinären Wettstreit um Fördergelder und Stellen haben Taxonomen oftmals das Nachsehen, da der wissenschaftliche Wert ihrer Arbeit nicht nach den üblichen Richtlinien und Statistiken bemessen werden kann. Daher setzt sich die GfBS auch für eine Stärkung der biologischen Systematik in Gesellschaft und Wissenschaft ein.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. J. WOLFGANG WÄGELE,
Direktor des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz Institut für terrestrische Biodiversität
Adenauerallee 160, 53113 Bonn, Museumsmeile, Bonn
Telefon: +49(0)228/9122-200
E-Mail: w.waegele@zfmk.de
Dipl.-Biol. ANDRÉ KOCH
Museum A. Koenig
Sprecher der Jungen Systematiker
Telefon: +49(0)228/9122-253
E-Mail: a.koch.zfmk@uni-bonn.de
Ansprechpartnerin für die Öffentlichkeitsarbeit am ZFMK:
SABINE HE INE
Telefon: +49(0)228/9122-215
E-Mail: s.heine.zfmk@uni-bonn.de
Kontakte und weitere Informationen:
Die Organisatoren der GfBS-Tagung am Museum Alexander Koenig:
Prof. Dr. J. WOLFGANG WÄGELE
Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig; ehemaliger Präsident und Gründungsmitglied der Gesellschaft für Biologische Systematik
Telefon: 0228-9122-200
Email: w.waegele@zfmk.de
Dipl.-Biol. ANDRÉ KOCH
Doktorand am Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig
und Sprecher der Jungen Systematiker (JuSys)
Telefon: 0228-9122-253
Email: a.koch.zfmk@uni-bonn.de
Internet-Quellen:
13. Jahrestagung der GfBS
Homepage: www.gfbs2012.zfmk.de
Die Gesellschaft für Biologische Systematik (GfBS)
Homepage: www.gfbs-home.de
Die Jungen Systematikern (JuSys)
Homepage: www.jusys.gfbs-home.de/
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz Institut für terrestrische Biodiversität

Adenauerallee 160, 53113 Bonn, Museumsmeile Bonn, www.zfmk.de

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Leibniz-Institut für die Biodiversität der Tiere hat es einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Innovative Methoden- und Arbeitsansätze der molekularen Biodiversitätsforschung dienen auch Studien zur Nachhaltigkeit. Das ZFMK hat 89 fest angestellte Mitarbeiter, davon 37 Wissenschaftler. Studenten der Biologie werden in Kooperation mit der Universität Bonn ausgebildet. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de

Sabine Heine | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfbs2012.zfmk.de/
http://www.zfmk.de

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