Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

11. Internationale Fachkongress: Kraftstoffe der Zukunft 2014

11.11.2013
Der 11. Internationale Fachkongress "Kraftstoffe der Zukunft 2014" fokussiert die Berichterstattung mit zwei Themenblöcken und 10 Referenten zum Themenspektrum "Biomethan als Kraftstoff" auf den nationalen und internationalen Markt für Biomethan im Verkehrssektor.

"Biogas kann mehr als nur Strom und Wärme", betont der Hauptgeschäftsführer des Fachverband Biogas e.V., Dr. Claudius da Costa Gomez. Zu Biomethan aufbereitet kann Biogas in das vorhandene Erdgasnetz eingespeist werden und darüber zu einer der über 900 Erdgastankstellen (CNG-) in Deutschland transportiert werden. Fast 200 dieser CNG (CNG= Compressed Natural Gas)-Tankstellen bietet bereits reines Biomethan an.

"Jedes Erdgasauto kann Biomethan tanken", macht da Costa Gomez deutlich. Die Vorteile liegen auf der Hand: CNG Fahrzeuge sind Stand der Technik und können einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gerade im diesem Sektor tut sich bislang wenig.

Die Einsparungen an Kohlendioxid-Ausstoß sind enorm: Im Vergleich zu fossilem Kraftstoff spart eine Tankfüllung Biomethan bis zu 90 Prozent Kohlendioxidemissionen. Wird der Fermenter vor allem mit Mais und nur wenig Gülle beschickt ist die Einsparung bei 66 Prozent; werden hingegen Reststoffe vergoren liegt der CO2-Ausstoß nur noch bei 15 g je Kilometer - und damit 90 Prozent unter dem vergleichbaren fossil betankten PKW.

"Und schlussendlich merkt man die Einsparungen auch im Geldbeutel", betont der Geschäftsführer die offensichtlichsten Vorteile für den Verbraucher.

Mit knapp 100.000 Erdgasfahrzeugen ist Deutschland in Europa zwar vorne mit dabei - dass es aber durchaus noch Potenzial nach oben gibt beweist Italien: Über Steuererleichterungen, Prämien beim Neuwagenkauf, Ausnahmeregelungen bei Verkehrsbeschränkungen und Subventionen beim Ausbau des Erdgastankstellennetzes konnte der Bestand von 382.000 im Jahr 2005 auf 785.000 im Jahr 2011 verdoppelt werden.

Das Potenzial an Biomethan zur Nutzung als CNG wäre auch in Deutschland vorhanden. Nach Berechnungen des Fachverbandes Biogas können mit den bisher nicht genutzten vergärbaren Abfallstoffen und Nebenprodukten 1,5 Millionen Fahrzeuge mit Biomethan betrieben werden. Dies ist 15 Mal so viel wie die derzeit in Deutschland zugelassenen Erdgasfahrzeuge.

Um die vielen Vorteile von Biomethan als Kraftstoff optimaler nutzen zu können, fordert der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas zwingend notwendige Maßnahmen: "Der Handel und die Anrechenbarkeit der positiven Klimaeffekte von Biomethan in der Biokraftstoffquote müssen erleichtert werden. Die Anreize zum Einsatz von Methan als Kraftstoff bei der Errichtung von Tankstellen und bei der Anschaffung von Fahrzeugen müssen erhöht werden. Auch muss der verminderte Mineralölsteuersatz für Erdgas und Biomethan über das bis jetzt festgelegte Datum 31.12.2018 gelten, damit für Tankstellenbetreiber und Autofahrer Planungssicherheit besteht."

Denn schließlich ist kein anderer Kraftstoff der sogenannten "zweiten Generation" so effektiv wie Biogas: Mit einem Hektar Wildpflanzen kann ein PKW einmal um die Welt fahren!

Nutzen Sie daher die Möglichkeit auf dem Kongress entsprechende Fachleute aus Wirtschft, Politik und Wissenschaft zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das vollständige Programm mit insgesamt 16 Parallel-Foren und über 60 Referenten, sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier: www.kraftstoffe-der-zukunft.com

Markus Hartmann
Projektleitung
Kontakt:
Bundesverband BioEnergie
Markus Hartmann
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn
Tel. 0228/81002-22
Fax. 0228/81002-58
E-Mail: info@bioenergie.de

Markus Hartmann | Bundesverband BioEnergie
Weitere Informationen:
http://www.bioenergie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie