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Wie groß ist der ökologische Fußabdruck, den ein gefüllter Einkaufswagen im Supermarkt hinterlässt? Wie sehr können intelligente Zähler („smart metering“) privaten Haushalten beim Energiesparen helfen? Wie wirken sich Lebensstil, individuelle Werte und sozialer Status auf nachhaltigen Konsum aus – in so unterschiedlichen Ländern wie Ägypten, Deutschland, Malaysia, Neuseeland, Spanien oder Tschechien?
Alle diese Frage stehen auf der Agenda der internationalen Konferenz „Sustainable Consumption - Towards Action and Impact”, die vom 6. bis zum 8. November im Curio-Haus in Hamburg stattfindet. Die Konferenz ist einer der Höhepunkte des BMBF-Themenschwerpunktes „Vom Wissen zum Handeln – Neue Wege zum nachhaltigen Konsum“ der „Sozial-ökologischen Forschung“ (SÖF), in dessen Rahmen das Ministerium zwischen 2008 und 2013 zehn Verbundvorhaben und eine Begleitforschung mit einem Volumen von insgesamt 10,6 Millionen Euro fördert.
„In Deutschland hat die Bundesregierung mit der 'Energiewende' ehrgeizige Ziele gesetzt“ erklärt Dr. Volkmar Dietz, Leiter des Referats „Grundsatzfragen Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ am BMBF. „Der Umbau des Energiesystems wird sich auch auf das Lebensumfeld und das Konsumverhalten der breiten Bevölkerung auswirken. Mit dieser Konferenz sollen deutsche Forschungsergebnisse zum Nachhaltigen Konsum sichtbar gemacht und die Vernetzung der internationalen Community gestärkt werden.“
Die Veranstaltung bringt erstmals Forschungsprojekte aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Wechselwirkungen zwischen individuellem Konsum und den Rahmenbedingungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft befassen. Im Zentrum steht dabei die Generierung von praxisrelevantem Wissen zur Steuerung des Konsums in Richtung mehr Nachhaltigkeit.
„Privater Konsum ist eine allgegenwärtige soziale Praxis und ein einflussreicher ökonomischer Treiber. Der Einfluss des Konsums auf Gesellschaft und Umwelt befindet sich jedoch oft in Widerspruch zu wichtigen Nachhaltigkeitszielen“, beschreibt Prof. Dr. Ruth Kaufmann-Hayoz, Vorsitzende des Scientific Committee der Konferenz, die Motivation der Veranstalter. „Um die Herausforderung von 'nachhaltigem Konsum' angemessen zu verstehen und neue Wege zu finden, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen.“ Hinzu kommt die Vernetzung von wissenschaftlicher Expertise mit der Praxis in Wirtschaft und Politik – ebenfalls ein Thema der Konferenz.
Die Durchführung der „Sustainable Consumption“ selbst entspricht neuesten Standards in Sachen Nachhaltigkeit von Konferenzveranstaltungen. Dazu gehört die CO2-Neutralität des im Zuge der Konferenz entstandenen Reiseaufwandes, der Nutzung von Tagungsräumen und der Verpflegung der Teilnehmer.
Bereits am Sonntag beginnt die Veranstaltung mit einer eintägigen Pre-Conference. Hier kommen Nachwuchswissenschaftler und führende Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsforschung zusammen, um im Rahmen einer Ideenwerkstatt über neue Ansätze in dem interdisziplinären Forschungsfeld zu diskutieren. Während der Konferenz am Montag und Dienstag präsentieren Wissenschaftler aus aller Welt in 115 Vorträgen, auf zwei Round-Table-Gesprächen und auf 28 Postern neueste Forschungsergebnisse.
Ausführliche Informationen zum Programm und zu den Vortragenden erhalten Sie auf der offiziellen Konferenzwebseite http://www.sustainableconsumption2011.org
Während der Veranstaltung werden auf der Webseite Pressefotos zur kostenlosen Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch vermitteln wir gern kurzfristig Interviews mit den Vortragenden.
Ansprechpartner während der Veranstaltung:
Dr. Antonietta Di Giulio 0176 / 764 894 52
Veranstaltungsort
KOFLER & KOMPANIE AG Hamburg
Curiohaus
Rothenbaumchaussee 11
D-20148 Hamburg
Dr. Ralph Wilhelm | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.sustainableconsumption2011.org/
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