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Tag der Erde: Edelmetall-Recycling schont Ressourcen

20.04.2010
Earth Day am 22. April: Gold und Platin sind wertvoll, aber selten – Rückgewinnung aus verbrauchten Produkten gewinnt an Bedeutung

Edelmetall-Recycling: Ohne Chemie geht nichts ! Hochkomplexe chemische Prozesse führen zu reinen Edelmetalllösungen. Quelle: Heraeus


Edelmetall-Recycling: Abguss einer Edelmetallschmelze zur Herstellung hochreiner Granalien. Quelle: Heraeus

Am 22. April findet alljährlich der internationale „Tag der Erde“ (Earth Day) in über 150 Ländern statt. Der Earth Day 2010 steht unter dem Motto „Wir haben Lust auf grüne Zukunft! Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig zu leben!“ Der „Tag der Erde“ wird seit 1990 weltweit begangen.

Zu den Schwerpunktthemen gehört auch die Ressourcenschonung. Gerade die sich abzeichnende Rohstoffverknappung von vielen wichtigen Metallen wie Kupfer und Platin sind warnende Signale, dass wir unsere Umwelt immer größeren Belastungen aussetzen.

Die verfügbare Fördermenge an Edelmetallen aus den Minen reicht schon seit Jahren nicht mehr aus, um die steigende Nachfrage in der Automobil-, Schmuck-, Glas- und Chemieindustrie zu befriedigen. Daher gewinnen das Recycling und die Aufbereitung der Edelmetalle aus verschiedensten Industrieanwendungen an Bedeutung. Beim Recycling von Edelmetallen zählt Heraeus zu den weltweiten Marktführern. Mit hoch entwickelten Recycling-Verfahren bereitet der Edelmetallspezialist Platin oder Gold aus verbrauchten edelmetallhaltigen Rückständen und Produkten nach internationalen Standards wieder auf. Aus den zurückgewonnenen Edelmetallen werden wieder neue Produkte für industrielle Anwendungen hergestellt. Somit schont der Edelmetallkreislauf Ressourcen und trägt zum Umweltschutz bei.

Bereits in den 1980er Jahren hat Heraeus das Recycling als elementaren Bestandteil des Edelmetallkreislaufes kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen konzentriert sich auf Edelmetallkonzentrate aus der Minenindustrie und auf verbrauchte Industriekatalysatoren (Reforming-, Schüttgut- und Trägerkatalysatoren, organische Katalysatoren) oder metallische Edelmetall-Rückstände von Produkten wie Sputtertargets, die beispielsweise zum Beschichten von Computer-Festplatten zur magnetischen Datenspeicherung genutzt werden.

Wiedergewinnungsquote hängt stark vom Produkt ab

Edelmetalle sind sehr wertvoll, aber auch sehr selten. Pro Jahr werden mehr als 20.000 Tonnen Silber und nur ca. 2400 Tonnen Gold gefördert. Platinmetalle sind noch seltener: Zusammen rund 500 Tonnen dieser Metalle werden weltweit ausgebracht. Die Menge des jährlich gewonnenen Platins, rund 200 Tonnen, ließe sich bequem in einer Garage unterbringen. Das in der Automobilindustrie und Teilen der chemischen Industrie unverzichtbare Rhodium würde gar unter einen Schreibtisch passen.

Rund 25 bis 30 % des globalen Angebots an Platinmetallen stammen laut Studien der International Platinum Association (IPA) bereits aus Recycling. „Wir können alle Edelmetalle mit unseren vielfältigen nasschemischen oder schmelztechnischen Verfahren in hohen Reinheiten gewinnen“, nennt Dr. Steffen Voß, Leiter der Business Unit Recycling, eine große Stärke von Heraeus. „Durch einen ständigen Technologietransfer ermöglichen wir an allen Standorten weltweit einheitliche Standards, Produktionsprozesse und Reinheiten nach international vorgegebenen Richtlinien“, so Voß.

Die Wiedergewinnungsquote hängt stark vom jeweiligen Produkt und deren Rückführung ab. Für Verbraucherprodukte wie Autoabgaskatalysatoren oder Mobiltelefone und andere Elektronikgeräte gibt es systematische Rückführsysteme. Allerdings mit geringeren Rückführquoten als zum Beispiel bei Industriekatalysatoren, da es sehr viele verschiedene Endverbraucher gibt und sich besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern das Sammeln der edelmetallhaltigen Materialien schwierig gestaltet.

Heraeus konzentriert sich beim Recycling vor allem auf Edelmetalle in Industriekatalysatoren – etwa Platinnetze für die Düngemittelindustrie oder Schüttgutkatalysatoren für industrielle chemische Prozesse. Diese werden zu weit über 90 % zurückgeführt. Bei Platinkatalysatoren für die Ölraffination werden sogar 97 % Rückgewinnung erreicht. Dies nennt der Experte einen nahezu geschlossenen Stoffkreislauf. Was am Anfang in ein Produkt gesteckt wird, fließt am Ende fast vollständig wieder in den Edelmetallkreislauf zurück. Somit geht nur wenig der wertvollen Ressourcen verloren.

Mehr Informationen zum Earth Day 2010 und damit verknüpften Aktionen finden sich im Internet unter www.earthday.de

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit einer über 155-jährigen Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dentalprodukte und Biomaterialien sowie Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von rund 3 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 13 Mrd. € sowie weltweit knapp 13000 Mitarbeitern in mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Dr. Jörg Wetterau
Heraeus Holding GmbH
Leiter Technologiepresse & Innovation
Konzernkommunikation
Heraeusstraße 12 - 14
D-63450 Hanau
P + 49 (0) 6181 / 35 – 5706
F + 49 (0) 6181 / 35 – 4242
E joerg.wetterau@heraeus.com

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