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Siemens will im Wassergeschäft doppelt so schnell wachsen wie der Markt

16.03.2010
Wachstumspotenziale vor allem in Asien und Lateinamerika – Ausbau des Europageschäfts

Die Siemens AG erwartet im weltweiten Wassergeschäft in den kommenden Jahren ein nachhaltiges Wachstum. Global wird das Marktvolumen für Wasser- und Abwasseraufbereitung bis zum Jahr 2015 um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr zulegen. Das Unternehmen peilt ein doppelt so starkes Wachstum in diesem Bereich an.

Wachstumstreiber sind der erhöhte Bedarf an Trinkwasser für die wachsende Weltbevölkerung und enorme Defizite bei der Abwasseraufbereitung im Zuge der fortschreitenden Urbanisierung. Impulse in diesem Geschäft werden vor allem aus Asien und Lateinamerika kommen. In Europa will Siemens das Wassergeschäft mit einer neuen Zentrale in Erlangen stärken und weiter ausbauen. „Als einziger Anbieter verfügen wir über Technologien für jeden Schritt in der Wasser- und Abwasseraufbereitung und können so den Herausforderungen in diesem Geschäft begegnen. Nur wenn massiv in die Aufbereitung von Abwasser investiert wird, können wir die Versorgung mit sauberem Wasser in Städten und Kommunen sowie in der Industrie sichern“, sagte Jens Michael Wegmann, CEO der Division Industry Solutions des Industry Sektors.

Die Herausforderungen für die Versorgung der weltweiten Bevölkerung mit Wasser sind groß: Nach Angaben der Vereinten Nationen zum Weltwassertag am 22. März 2010 sind derzeit 1,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu frischem Trinkwasser und 2,6 Milliarden Menschen haben keine sanitären Einrichtungen. Auch für die industrielle Produktion wird der Rohstoff Wasser immer häufiger zum Ressourcenproblem und Kostenfaktor. So bedroht bereits heute in südeuropäischen Ländern und in mehreren Bundesstaaten der USA Wasserknappheit infolge eines gesunkenen Grundwasserpegels die weitere Entwicklung von Großstädten und Industriestandorten. Gleichzeitig stellen immer anspruchsvollere Umweltauflagen neue Anforderungen an technische Lösungen zur Wasser- und Abwasseraufbereitung.

Der Industry-Sektor von Siemens erzielte mit seinen Divisionen Industry Solutions, Industry Automation, Drive Technologies und Building Technologies sowie Osram im Wassergeschäft zuletzt einen Jahresumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Der Münchner Technologiekonzern verfügt weltweit über das breiteste Produktportfolio zur physikalischen und biologischen Wasserreinigung und Klärschlammbehandlung.

Er bietet seinen Kunden daneben Automatisierungslösungen und energieeffiziente Antriebe und Steuerungen von Pumpen an. Hinzu kommen Serviceleistungen für die Instandhaltung, Modernisierung und Erweiterung von Anlagen. „Unsere Verfahrenskompetenz und technischen Lösungen helfen, uns vom Wettbewerb zu unterscheiden“, sagte Wegmann. Neben komplexen Lösungen für die Einrichtung von Wasserkreisläufen in der Industrie liegt der zweite Schwerpunkt von Siemens auf kommunalen Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen. Diese ermöglicht Siemens sowohl für Megacities, also Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, wie auch für Dörfer in Afrika mit bis zu 500 Einwohnern an. Mobile Aufbreitungsanlagen helfen bei Katastrophenfällen.

Neues Potenzial sieht Wegmann bei der Automatisierung und dem Einsatz von Pumpsystemen mit weniger Energieverbrauch: „Die Wasserwirtschaft benötigt für den Betrieb ihrer Wasser- und Abwassernetze große Mengen an Energie“, sagte Wegmann, „von der man bis zu 40 Prozent einsparen kann.“ Hier können vor allem Kommunen ansetzen, Geld zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Derzeit verursacht der Energieverbrauch im Zusammenhang mit der Wasserversorgung rund fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

Siemens betreut weltweit über 200.000 unterschiedliche Wasser- und Abwasseranlagen. Im kalifornischen Orange County werden täglich knapp 30.000 Kubikmeter Abwasser für die Industrie und Landwirtschaft aufbereitet. Zu den Olympischen Spielen in Peking installierte Siemens eine Wasseraufbereitung für 40.000 Kubikmeter pro Tag. Jetzt ist eine Erweiterung der Anlage auf 100.000 Kubikmeter pro Tag geplant, um einen ganzen Stadtteil mit Trinkwasser zu versorgen. Die Kläranlage in Wien wird von Siemens-Automatisierungstechnik rund um die Uhr gesteuert. In Deutschland desinfiziert Siemens unter anderem das Trinkwasser für die Hauptstadt Berlin. In einem Hallenbad in Neufahrn bei München konnte Siemens mit einem Energiesparkonzept den mittleren Stromverbrauch um 45 Prozent senken.

Auch in Europa sieht Siemens für das eigene Wassergeschäft noch großes Wachstumspotenzial. Künftig werden die rund 600 Mitarbeiter in den Kompetenzzentren Italien (kommunales Abwasser), Großbritannien (Trinkwasseraufbereitung und Wasseraufbereitung für die Öl- und Gasindustrie), Deutschland und Belgien (Reinstwasser für die Pharmaindustrie, Desinfektion) von Erlangen aus gesteuert. „Dies ist ein weiterer Schritt in der Internationalisierung unseres Wassergeschäfts“, sagte Wegmann. Das Siemens-Wassergeschäft hat seinen Ursprung und Sitz in den USA.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 207 000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro.

Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen des Siemens Vorstands und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von Siemens wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen. Für Siemens ergeben sich solche Ungewissheiten insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession); der Gefahr, dass es auf Kundenseite zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als der Siemens Vorstand derzeit erwartet; der Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen (credit spreads) sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; der zunehmenden Volatilität und des weiteren Verfalls der Kapitalmärkte; der Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft und insbesondere der zunehmenden Unsicherheiten, die aus der Hypotheken-, Finanzmarkt- und Liquiditätskrise entstehen, sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen Siemens tätig ist, zu denen, ohne Einschränkungen, der Industry, Energy und Healthcare Sector gehören; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; der Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen; der fehlenden Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen von Siemens; Änderungen in der Geschäftsstrategie; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie der Maßnahmen, die sich aus den Ergebnissen dieser Ermittlungen ergeben; der potenziellen Auswirkung dieser Untersuchungen und Verfahren auf das laufende Geschäft von Siemens, einschließlich der Beziehungen zu Regierungen und anderen Kunden; der potenziellen Auswirkungen solcher Angelegenheiten auf die Abschlüsse von Siemens sowie verschiedener anderer Faktoren. Detailliertere Informationen über die Siemens betreffenden Risikofaktoren sind diesem Bericht und den Berichten zu entnehmen, die Siemens bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und die auf der Siemens Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.


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