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Siemens liefert Gasturbinen für eine IGCC-Anlage in die USA

24.08.2010
Kohlendioxideinsparung von rund zwei Dritteln möglich

Siemens Energy hat von der Mississippi Power Company, einer Tochtergesellschaft des Energieversorgers Southern Company mit Sitz in Atlanta, Georgia, USA einen Auftrag über die Lieferung von Gasturbinen und weiteren Kraftwerkskomponenten erhalten. Die Gasturbinen werden in einer Gas- und Dampfturbinenanlage mit vorgeschalteter Kohlevergasung (IGCC, Integrated Gasification Combined Cycle) zum Einsatz kommen.

Die neue Stromerzeugungsanlage Kemper County wird in Liberty im Bundesstaat Mississippi errichtet. Im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk gleicher Leistungsgröße kann die 582 Megawatt (MW)-Anlage die Kohlendioxid-Emissionen um 65 Prozent reduzieren – das sind rund drei Millionen Tonnen pro Jahr. Das abgetrennte CO2 wird zur besseren Ausbeutung von Erdöllagerstätten in der Umgebung genutzt. Die Anlage soll Mitte 2014 in Betrieb gehen.

Der Lieferumfang von Siemens für die IGCC-Anlage Kemper County umfasst zwei so genannte SGT6-PAC-5000F-Gasturbinen-Pakete bestehend aus jeweils einer SGT6-5000F-Gasturbine mit einer Nennleistung von 232 MW, einem luftgekühlten Generator und dem Kraftwerksleitsystem SPPA-T3000.

„Dieser erprobte und sehr effiziente Gasturbinentyp mit fast 6,5 Millionen Betriebsstunden eignet sich gut für IGCC-Anlagen. Die Turbine ist sehr flexibel einsetzbar und kann das Synthesegas aus dem heimischen Energieträger Kohle gut verwerten“, sagte Michael Süß, CEO der Division Fossil Power Generation von Siemens Energy. „Die beiden Turbinen werden in unserem Werk in Charlotte, USA, gefertigt.“ In den USA ist derzeit eine Reihe von IGCC-Kraftwerken in der Entwicklung oder im Bau. Die Projekte sollen zeigen, dass diese Technologie eine weitere zukunftsfähige Option für die CO2-arme Stromerzeugung aus Kohle ist.

IGCC-Anlagen sind Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerke mit einem vorgeschalteten Vergaser. Hier wird Kohle in ein Synthesegas umgewandelt, das überwiegend aus Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2) besteht. Nach der Umwandlung des Kohlenmonoxids in Kohlendioxid wird das CO2 abgetrennt. Es entsteht ein wasserstoffhaltiges Gas, das zur Verbrennung in einer Gasturbine genutzt wird. Mit der Abwärme aus der Gasturbine wird Dampf für eine Dampfturbine erzeugt, die einen Generator zur Stromerzeugung antreibt.

Hocheffiziente Gasturbinen sind Teil des Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 23 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 210 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart, das ist so viel wie New York, Tokio, London und Berlin in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2009 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,8 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 30 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2009 über 85.100 Mitarbeiter.

Siemens AG
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