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Peter Regli, Keramik, Kunst und Können…

16.12.2013
Kunst am Bau ist ein wichtiges Mittel der Kulturförderung. Sie bietet Kreativen die Möglichkeit, Projekte im architektonischen Kontext außerhalb von Museen zu realisieren.

Bildquellenangabe:
Reality Hacking 287_2013 ©p.regli 2013

Keramik und Kunst spielen dabei eine prägende Rolle und gehören seit Jahrtausenden untrennbar zusammen. Die ästhetischen und funktionalen Vorzüge dieses vielfältigen Werkstoffs erlauben schöpferische Werke, an denen sich Generationen erfreuen.

Das Projekt
Ein bemerkenswertes Beispiel der Moderne findet sich in der Schweiz. Dort kreierte der bekannte Künstler Peter Regli ein ungewöhnliches Werk an einem ungewöhnlichen Ort: Den Verkehrskreisel vor dem Werksgelände „St. Johann“ der Novartis Pharma AG in Basel schmückt ein Mandala (aus dem Sanskrit, einer alten indischen Hochsprache: Kreis bzw. Kreisbild mit klar definierter Mitte, um die sich konzentrisch geometrische Formen scharen). Seit einigen Jahren ist dieser Hauptsitz des international agierenden Unternehmens ein Ort reger Bautätigkeit: Hier entsteht der Novartis Campus und bis zum Jahr 2030 wird das Areal so umgestaltet, dass dann ca. 10.000 Menschen hier arbeiten können.

Die Charakteristika und Besonderheiten des markanten Kunstwerks sind aus der Vogelperspektive besonders gut ersichtlich. Aber auch aus ebenerdiger Perspektive zieht der Kreisel mit einem Durchmesser von rund 12,5 Metern die Blicke geradezu magisch an. Der äußere Betonring besteht aus sechs vor-gefertigten Elementen, das Innere aus einer gewölbten Ortbetonplatte. Darauf wurden über 900 Stück Keramikfliesen der Marke AGROB BUCHTAL in verschiedenen Formaten und elf speziell entwickelten Farben verlegt.

Der Aufbau
Als Basis diente das Merkblatt des Schweizerischen Plattenverbandes „Bodenbelagskonstruktionen mit Keramikplatten außerhalb von Gebäuden, Verlegung im Drainagemörtelbett“. Die bauchemischen Produkte stammen von MAPEI. Der Betonkörper wurde mit einem Gefälle von 1,5 % erstellt und einer Flüssigkunststoffabdichtung versehen. Darauf liegt die Drainagematte „Aqua Drain EK 16“ des Fabrikats GUTJAHR, die dazu dient, den Unterbau nach Wasserbeaufschlagung schnell wieder trocknen zu lassen. Darauf wurden dann als Wasser ableitende Schicht „Mapedrain Monokorn“ aufgebracht. Die Verklebung der Steinzeugfliesen erfolgte mit „Elastorapid“, die die über 800 Meter Fugen wurden mit der schwarzen Polyurethan-Dichtmasse „Mapeiflex PU 45“ verfüllt.
Der Keramikbelag
Ähnlich wie beim Aufbau war auch bei den Keramikfliesen Akribie gefragt. AGROB BUCHTAL entwickelte im hauseigenen Glasurlabor - in dem mittlerweile über 15.000 individuelle Glasurrezepte entstanden sind - elf projektspezifische Sonderglasuren gemäß den Vorstellungen des Künstlers. Diese wurden dann im Werk BUCHTAL in Schwarzenfeld (Bayern) gefertigt. Dort erfolgte auch die Koordination der anschließenden Schritte, nämlich die passgenaue Aufteilung und der präzise Zuschnitt der Einzelplatten per Wasserstrahl. Ergänzend dazu wurde ein detaillierter Verlegeplan erstellt, der selbsterklärend darstellte, an welcher Stelle welche Einzelplatte zu liegen hat.
Das Entscheidende
Projekte wie dieses machen nur dann Sinn, wenn die sorgfältig definierten und komponierten Farben sich nicht schleichend oder gar abrupt verändern. Besonders relevant in diesem Zusammenhang ist daher einer von vielen Vorteilen der verwendeten Fliesen, die absolute Farb- und Lichtechtheit: Selbst bei extremer Sonneneinstrahlung wie in diesem Fall gibt es kein Verblassen, Ausbleichen oder andere unerwünschte Veränderungen. AGROB BUCHTAL stellte damit erneut eine besondere Stärke unter Beweis: Obwohl bereits das Standardsortiment sehr umfassend ist, gehören darüber hinaus gehende Individualfertigungen zu den Spezialitäten der Marke - ein Vorzug, der besonders relevant ist im Metier „Kunst und Keramik“, in dem sich das Unternehmen seit Jahrzehnten engagiert.
Der Künstler
Peter Regli wurde 1959 in Andermatt (CH) geboren und lebt heute in der Schweiz und den USA. Seine künstlerischen Aktivitäten erstrecken sich über vier Kontinente. Mit Wurzeln in der „Land Art“ und im Interventionismus misst er sich an den Dimensionen des Außenraums und macht ihn zur Bühne für seine Eingriffe. Sein "Reality Hacking" kann die beiläufige Form subtiler Veränderungen annehmen oder den verblüffenden Effekt surrealistischer Konfrontation. Der Künstler tritt dabei nahezu in den Hintergrund. Es geht ihm vielmehr um eine anonyme Intervention im öffentlichen Raum, wo er ähnlich einem "Hacker" in die Wahrnehmung des Betrachters eingreift und die Realität verzerrt. Die website realityhacking.com zeigt Bilder seiner weltweit realisierten Projekte.
Das Fazit
Das Projekt ist ein weiteres Beispiel für die kreativen Möglichkeiten, die Keramik-fliesen offerieren. Die Formulierung, dass nur das Zusammenspiel aller Beteiligen (siehe Bautafel auf folgender Seite) zum Erfolg führt, wurde hier eindrucksvoll mit Leben erfüllt, um gemeinsam die Intention des Künstlers erfolgreich umzusetzen. Die kleine, aber feine Fläche bringt ein inspirierendes Stück Poesie in den profanen (Verkehrs-)Alltag und dürfte nicht nur die passierenden Autofahrer im positiven Sinne verblüffen und erfreuen.

Annette Hartung-Perlwitz

Perlwitz GmbH
Public Relations
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36137 Großenlüder
Tel.: +49 (0)6648 62 90 18
Mobil: +49 (0)170 240 90 78
E-Mail: annette@perlwitz.com

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