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Mehr Sicherheit und höhere Leistung bei der Kokserzeugung

12.05.2010
Pumas von Siemens verbindet kamerabasierte Überwachung von Koksöfen mit optimierter Positionierung der Ausdrückmaschinen in Koksbatterien

Siemens VAI hat unter dem Namen Pumas (PUshing MAnagement System) ein neues, kamerabasiertes System für die Überwachung von Koksöfen entwickelt.

Das System ermöglicht die Kontrolle, Messung und Dokumentation von Kriterien und Parametern des Ofenbetriebs, wenn die Ofentür des Ofens während des Ausdrückens geöffnet ist. In die Lösung integriert sind die Funktionen und Merkmale des bestehenden Systems Radiposi (Radio Digital Positioning) für die präzise Steuerung, Positionierung und Verriegelung der mobilen Ausrüstungen von Koksbatterien. Pumas verbessert die Planbarkeit von Instandhaltungsarbeiten an den Koksbatterien, erhöht die Arbeitssicherheit und trägt zur Produktivitätssteigerung bei der Kokserzeugung bei.

Die Verkokung erfolgt in gasgefeuerten Koksofenbatterien, die jeweils mehr als 100 einzelne Öfen umfassen können. Die Öfen sind enormem thermischem und mechanischem Verschleiß ausgesetzt. Dies macht eine regelmäßige Überwachung und Instandhaltung erforderlich, um hohe Produktivität, lange Lebensdauer und optimale Produktqualität sicherzustellen. Bislang erfolgte die Sichtprüfung der innerhalb des Ofens gegebenen Bedingungen durch die Bediener während des Ausdrückens des Kokses, also bei geöffneten Ofentüren. Diese Prüfung wird nicht immer regelmäßig ausgeführt und ist in ihren Ergebnissen stark von der Erfahrung des jeweiligen Bedieners abhängig. Darüber hinaus ist damit ein Aufenthalt in einer gefährlichen Umgebung verbunden.

Das Puma-System wurde entwickelt, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen und Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Ofenüberwachung zu verbessern. Das System wird auf der Koksführung montiert. Von dort wird der Zustand des Ofens während des Koks-Ausdrückens mit Hilfe von Videokameras visuell überwacht. Dabei wird die Kokstemperatur kontinuierlich gemessen, um das Aufheizen der Wände und die Wärmeübertragung an den Koks zu verfolgen.

Dank schneller, drahtloser Datenübertragung an einen LAN-Server können die Bediener die Bedingungen im Koksofen vom sicheren, komfortablen Steuerstand aus systematisch nachhalten. Ausgewählte Aufnahmen werden zu Referenzzwecken und zur Weiterentwicklung des Know-hows für Bewertung und Interpretation in einer Datenbasis gespeichert.

Mit dem Einsatz von Pumas können stark verschlissene Kammersohlen erkannt, zeitgerecht repariert und damit eventuelle weitere Schäden vermieden werden. Außerdem kann die Effizienz der Raumausnutzung beim Befüllen des Ofens überprüft werden. Pumas ermöglicht auch das Erkennen des Graphitierungsgrades einzelner Öfen. Dies bildet die Basis für eine verbesserte Festlegung und Koordination der Instandhaltungsintervalle. Auf diese Art und Weise kann die Wärmeübertragung an die Kokskohle verbessert werden. Dies senkt den Energiebedarf, verringert den Stromverbrauch beim Ausdrücken des Kokses und erhöht die Ofenleistung. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Koksbatterie merklich.

Eine wichtige Rolle bei der Kokserzeugung spielt die präzise Steuerung, Koordination, Positionierung und Verriegelung beim Betrieb verschiedener Maschinen während des Ausdrückens des Kokses aus den Öfen. Zu diesen Maschinen gehören die Ofen-Türabhebevorrichtung, die Maschine zum Ausdrücken des fertigen Kokses aus dem Ofen, die Koksführung und die Vorrichtung für das Beladen des fahrenden Kokslöschwagens. Zur zuverlässigen Erfüllung dieser Automatisierungssaufgaben beinhaltet Pumas die bewährten Funktionen von Radiposi, einem integrierten Level 2-Steuerungssystem.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 207.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2009 einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro.

Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) ist mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metals Technologies, Water Technologies und Industrial Technologies einer der weltweit führenden Lösungsanbieter und Dienstleister für Industrie- und Infrastrukturanlagen. Dies umfasst die Planung und Errichtung, den Betrieb und den Service für den gesamten Lebenszyklus. Eine breite Palette von Umweltlösungen unterstützt Industrieunternehmen dabei, Energie, Wasser oder Betriebsmittel effizient einzusetzen, Emissionen zu reduzieren und Umweltrichtlinien einzuhalten. Mit weltweit rund 31.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry Solutions im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 6,8 Milliarden Euro.


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