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Interview mit André Pinkert, Geschäftsführer beim Dresdner IT-Dienstleister queoflow

04.03.2013


IR: Herr Pinkert, queoflow hat 2013 ein Themenpapier mit dem schönen Titel „Individualsoftware ist kein Luxus“ herausgebracht. Wie ist das zu verstehen?

AP: Unser Meinung nach liegt das Thema Individualsoftware voll im Trend, auch wenn der Markt auf den ersten Blick von Standard-Software überschüttet wird und diese natürlich in ganz vielen Segmenten ihre Berechtigung hat. Auf Basis vieler Studien und unseren umfassenden Erfahrungen aus der Praxis entstand das Whitepaper mit dem wir anschaulich darstellen wollen, dass es sich auf Basis einer umfassenden Analyse und Konzeption immer lohnt beide Alternativen zu bewerten, denn die Software sollte zu den Anforderungen passen und nicht umgekehrt. Wenn man das bedenkt, kann man mit Individualsoftware unter Umständen sogar das Budget schonen.

IR: Sind denn Standardsysteme gerade in größeren Unternehmen nicht sogar ein Muss?

AP: Jein. In vielen Unternehmen wächst der Anteil der Software am Endprodukt rapide. Hier sind jedoch oft individuelle Lösungen gefragt, die dabei aus Sicht des Unternehmens von enormer strategischer Bedeutung sind. Die eigene individuelle Lösung ist in einem solchen Fall immer besser als jede Standard-Software. Die sich daraus ergebende ganz besondere Identität und Einzigartigkeit ist ein knallharter Wettbewerbsvorteil. Die Herausforderung lautet halt immer: Intuitiv bedienbare und sichere Lösungen, die sich stark an den Bedürfnissen der Endnutzer orientieren, schnell eingesetzt werden können und sich nahtlos in die bereits vorhandene IT-Infrastruktur integrieren.

IR: Stimmt es, dass 20 Prozent aller IT-Projekte abgebrochen werden?

AP: Ja - und jedes zweite dauert auch länger oder wird teurer als geplant. Dies ist zumeist auf Fehler zum Projektbeginn zurückzuführen. Oftmals kennt der Kunde seine konkreten Anforderungen noch nicht. Eine klare Zielstellung und eine Idee, was bei der Erreichung der Ziele unterstützen kann, das ist durchaus vorhanden. Doch all die kleinen und großen Facetten, die sich um dieses Ziel zwangsläufig sammeln, werden nicht gut genug bedacht. Gerade diese Faktoren sind jedoch für die Softwareentwicklung wichtig und müssen präzise beschrieben werden. Sie entscheiden am Ende über den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes. Gibt es passende Lösungen am Markt, dann sollten diese auch eingesetzt und zur Sicherung von Wett¬bewerbsvorteilen sinnvoll durch individuelle Lösungen ergänzt werden. Neue Ansätze der Softwareent¬wicklung und offene Schnittstellen sowie Austauschformate machen dies möglich.

IR: Welche Expertise hat queoflow in dem Thema Individualsoftware-/Webentwicklung und mobile Lösungen?

AP: Wir haben hier zum einem die Expertenteams in verschiedenen Entwicklungssprachen, die sehr zielgerichtet für die jeweilige Branche zusammenarbeiten. Hier macht es sich auch bezahlt, dass wir neben den Entwicklern und Informatikern zahlreiche Ingenieure als Consultants im Team haben und in vielen Projekten übergreifend auch mit den Interface-Designern und anderen Experten unseres Agenturbereichs zusammenarbeiten können. Und wir arbeiten nachhaltig und zielgerichtet mit unseren Kunden zusammen. So betreuen wir unter anderem seit Jahren von uns entwickelte Individualsoftwarelösungen für Unternehmen wie die Volkswagen AG, die AOK PLUS, die Hanseyachts AG, CitiFirst oder die Société Générale.

IR: Was sind wesentliche Schwerpunkte für Individualsoftware?

AP: Wir sehen in der Praxis vor allem die Schwerpunkte Decision Support and Executive Information Systems, Project Management and Planning Tools, Business Process Management, Logistic Assistance Systems sowie Marketing Sales & Support Tools. Neben unserem Kernsegement IT-Consulting demonstrieren wir hier unter anderem auf der CeBIT zahlreiche Fallstudien und Best Practises, wie zum Beispiel ein Marketingsteuerungstool, das bei der AOK PLUS eingesetzt wird, das zentrale Managementsystem für Marketing und Vertrieb der HanseGroup, eine Datenbanklösung zur Unterstützung des Modellpflegeprozesses in einem großen europäischen Automobilkonzern, eine Business Process Management Lösung für die Physiker eines Herstellers Organischer Leuchtdioden (OLEDs) oder eine EPM- Anwendungen zur Absatzplanung in einem Einzelhandelskonzern.

IR: Wissenschaft und Praxis, das scheint bei queo recht gut zusammen zu kommen. Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

AP: Stimmt, diese enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, das hat sich seit Gründung von queo ziemlich rasant weiterentwickelt. Die Wurzeln der queo-Gründer und Gesellschafter liegen unter anderem bei der Technischen Universität Dresden und im wissenschaftlichen Umfeld; außerdem profitieren wir bei der Mitarbeitergewinnung durchaus vom Standort Sachsen. Seit 2006 ist die queo GmbH als Innovationsunternehmen in wissenschaftlichen Projekten aktiv, deren Ergebnisse verschiedenen Branchen zugutekommen. queoflow entwickelt unter anderem seit Jahren für die Finanzbranche (inkl. Fonds, Retail Banken, Börsenplätze), Beratungsunternehmen, Automotive, Health Care sowie die Fertigende Industrie maßgeschneiderte Web- und Softwareanwendungen. Es gibt zahlreiche Kooperationen mit namhaften deutschen Forschungsinstituten und –firmen z.B. mit der LogProIT vom Fraunhofer IML, der TU Dresden und weiteren Hochschulen in D/A/CH. queo ist Mitglied im bvdw (Bundesverband digitale Wirtschaft) und im Silicon Saxony Cluster und wird sein Engagement in weiteren Bundesverbänden und Forschungs-Inititiativen verstärken.

IR: Was halten Sie für den wichtigsten IT-Trend 2013/2014?

AP: Das halte ich gerne kurz und knapp ohne Buzzwords wie BigData oder Cloud Computing…Die Dauerbrenner bleiben IT-Security und die wachsenden Anforderungen an mobile Applikationen und deren Integration in die Geschäftsprozesse von Unternehmen

IR: Zum Schluss noch drei persönliche Fragen an Sie
Was war der größte Technikflop der letzten fünf Jahre?

AP: Die Pannen im Zusammenhang mit der Einführung von Apple-Maps mit iOS6 und der gleichzeitigen „Eliminierung“ von Google-Maps auf den iOS-Geräten.

Ihre Lieblingstechnologie?

AP: Java mit seiner Vielzahl an verfügbaren OpenSource-Frameworks.“

Ihr Arbeitsmotto?
AP: Einfach machen!
Vielen Dank für das Gespräch. André Pinkert im Gespräch mit dem Innovationsreport.
Zur Person:

André Pinkert ist seit 2008 Geschäftsführer der Individualsoftwaresparte queoflow bei der queo GmbH, seit 2004 Geschäftsführender Gesellschafter der queo GmbH mit den Schwerpunkten Beratung, Personalführung und Strategie. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker studierte an der TU Dresden und am Fisher College of Business der Ohio State University. Er betreut zahlreiche Forschungs- und Kooperationsprojekte mit der Technischen Universität und weiteren Exzellenzclustern sowie renommierten Forschungsinstituten in Deutschland.

CeBIT Infos queoflow

Die Marke queoflow der queo GmbH wird auf der diesjährigen CeBIT vom 5. bis 9. März 2013 einen Überblick über die wesentlichen Branchenschwerpunkte und Trends bei der Erstellung von Individualsoftware liefern. Am Stand B34, Halle 5, Bundesland Sachsen, gibt es einen umfassenden Überblick über das aktuelle Portfolio. Vor Ort ist auch das aktuelle Whitepaper „Individualsoftware ist kein Luxus“ von queoflow erhältlich.

Über queo flow

Als IT-Dienstleister gehört queoflow zur queo Group mit Sitz in Dresden. Die Agentur queo GmbH wurde 2004 gegründet und beschäftigt derzeit 70 Mitarbeiter. Besondere Expertise kann queo in den Branchen Finanzen & Versicherungen, Gesundheit sowie Technologie, Beratung und Automotive vorweisen. Die IT-Sparte queoflow wird von André Pinkert geleitet und hat ihren Fokus im Bereich Individualsoftware und IT-Consulting. queoflow betreut mit seinen Lösungen seit Jahren erfolgreich Unternehmen wie die Volkswagen AG, die AOK PLUS, die Hanseyachts AG, CitiFirst oder die Société Générale.


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