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Frischer Wind für Brasiliens Energieversorgung

01.04.2009
KfW Entwicklungsbank und brasilianische Entwicklungsbank BNDES finanzieren den Bau von Windparks in Brasilien

Die KfW Entwicklungsbank und die brasilianische Entwicklungsbank BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico eSocial) stellen 200 Mio. USD für die Finanzierung für den Bau von Windparks in Brasilien zur Verfügung.

Die KfW hat einen Darlehensvertrag über 136 Mio. USD abgeschlossen und dabei Mittel aus dem Bundeshaushalt um eigene Gelder ergänzt. Das Vorhaben ist Teil der Initiative für Klima und Umweltschutz (IKLU) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Vorhaben ist Teil der Umsetzung des Deutsch-Brasilianischen Energieabkommens, das Bundeskanzlerin Merkel und der brasilianische Staatspräsident Ignacio Lula da Silva im Mai 2008 unterzeichnet haben.

"Bislang fehlen adäquate Finanzierungsangebote für den in Brasilien noch jungen Windkraftsektor. In diese Lücke stößt die gemeinsame Finanzierung der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES und der KfW. Damit leisten wir einen Beitrag zum globalen Klimaschutz", sagt Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Entwicklungsbank.

Gefördert wird der Bau mehrerer Windparks, die insgesamt eine installierte Leistung von über 80 Megawatt haben werden. Damit können jährlich rund 95.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Windparks werden vornehmlich im wirtschaftlich rückständigen brasilianischen Nordosten gebaut, da hier besonders gute Windbedingungen herrschen.

Neben der Finanzierung von erneuerbaren Energien wollen sich BNDES und KfW auch konzeptionell zu Themen des Klimaschutzes stärker austauschen. Dieses Anliegen haben beide Förderbanken auf ihren heimischen Märkten gemeinsam.

Brasilien hat sich nach der Energiekrise des Jahres 2002 zur Aufgabe gesetzt, das Energieangebot deutlich aus zu weiten sowie eine Diversifizierung des von der Wasserkraft dominierten Energiemix ein zu leiten. Der Windenergie kommt dabei aufgrund der sehr guten Windverhältnisse im Nordosten und Süden des Landes eine besondere Rolle zu. Während die Wasserkraft vor allem in der Regenzeit im Sommer ein Hoch erlebt, ergänzt die Windkraft dies idealerweise mit einer höheren Produktion in den windreichen Wintermonaten.


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