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Erfahrungsbericht der Universitätsklinik Magdeburg über die Nutzung der Kontrastmittel-Injektoren ...

22.10.2012
... Accutron MR in der Magnetresonanztomographie (MRT) und Accutron CT-D in der Computertomographie (CT)

Radiologe Christian Wybranski fasst die Erfahrungen der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Magdeburg zusammen.

MEDTRON: In der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Magdeburg werden sowohl in den Abteilungen MRT als auch CT und PET-CT sämtliche Untersuchungen mit Kontrastmittelinjektoren der Firma MEDTRON durchgeführt. Insgesamt haben Sie sieben MEDTRON Geräte im Einsatz. Sind Sie mit der Mobilität der kabellos einsetzbaren Kontrastmittel- Injektoren zufrieden?

Christian Wybranski: In der Abteilung MRT sind am 1T Panorama HFO und 3T Achieva zwei Doppelkolbeninjektoren vom Typ Accutron MR im Einsatz. Die Kontrastmittel-Injektoren ermöglichen eine große räumliche Flexibilität. Sie sind sowohl in der MR Einheit selbst über ein Bedienfeld mit Touch-Screen am Injektor als auch vom Kontrollraum aus kabellos via Touch-Screen-Funk- Fernbedienung zu steuern.

Die leistungsfähige Hochleistungsakkus gewährleisten einen netzunabhängigen Betrieb. In Anbetracht beengter räumlicher Verhältnisse können die Injektoren z.B. bei Patientenumlagerungen (beispielsweise intensivpflichtige Patienten) problemlos aus der MR- Einheit gefahren bzw. je nach Erfordernis in der MR Einheit positioniert werden. Das unkomplizierte Aufladen der in der Stativsäule untergebrachten Akkumulatoren geschieht in der Regel über Nacht (zwischen 22 Uhr und 6:30 Uhr) via Netzstecker . Dies wird von den medizinisch technischen Röntgenassistentinnen (MTRAS) einhellig als positiv hervorgehoben.

Mit aufgeladenen Akkumulatoren ist der netzunabhängige Betrieb im Rahmen eines Tagesprogrammes (ca. 15 – 20 Untersuchungen pro Gerät) problemlos möglich.

Bezüglich der Flexibiliät ist der Accutron CT-D, der an einem Deckenstativ angebracht ist, vergleichbar zu anderen auf diese Weise befestigten Kontrastmittelinjektoren. Der Injektor kann sowohl über ein Bedienfeld an der schwenkbaren Injektionseinheit bzw. am Deckenstativ als auch über Touch- Screen-Fernbedienung gesteuert werden.

MEDTRON: Welche Erfahrungen haben Sie mit der Bedienung der Kontrastmittel- Injektoren gemacht. Sind die Accutron Geräte leicht zu handhaben?

Christian Wybranski: Die Bedienung des Accutron MR sowie des Accutron CT-D wird von allen MTRAs als positiv bewertet. Die graphische Bedienoberfläche des Accutron MR sowie das des Accutron CT-D ist übersichtlich gestaltet. Die seitlich am Touch-Screen angebrachten Tasten zur manuellen Steuerung der Kolbenbewegung sind intuitiv angelegt. Am Accutron CT-D sind die Tasten noch einmal auf der Rückseite der Bedieneinheit angebracht und ermöglichen so eine ergonomische Bedienung. Dies wurde von einigen MTRAS als explizit positiv hervorgehoben. In der Regel erfolgt die Steuerung der Kontrastmittelinjektion sowohl im MRT als auch im CT an der Touch-Screen Fernbedienung.

Das Bedienmenü ist einfach und intuitiv und wurde von allen MTRAs als größter Vorteil der MEDTRON Injektoren gegenüber anderen Kontrastmittelinjektoren formuliert. Das Anlegen, Editieren und Speichern von Profilen, der Wechsel zwischen angelegten Profilen sowie das Starten und Anhalten (via Hold-Taste) bzw. das notfallmäßige Abbrechen (via Stopp-Taste) der Kontrastmittelinjektion sind dank intuitiver Symbole auf den Tastenfeldern sehr schnell erlernbar. Positiv ist die Anzeige des in den Kolben vorhandenen bzw. verbliebenen Volumens von Kontrastmittel und Kochsalzlösung. Die Anzeige unterstützt die MTRAS in der Planung der jeweils anstehenden Untersuchungen. Am Accutron MR und CT-D 80 sind Injektionsprofile mit jeweils maximal 6 Injektionsphasen speicherbar und mit eigenem Profilnamen zu versehen. Die Erstellung, Edition und Speicherung der Injektionsprofile ist einfach. Ein Vorteil ist sicherlich im Rahmen von Studien gegeben, in denen bestimmte Applikationsschemata eingehalten werden müssen. Durch die Möglichkeit die letzten 20 Kontrastmittelinjektionen an der Bedieneinheit nachzuvollziehen, kann auch abends kontrolliert werden, ob eine Studie im Laufe des Tages ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Bei den am 3T Achieva durchgeführten neuroradiologischen MRPerfusionsstudien der zervikalen und intrazerebralen Arterien sowie bei den am Biograph 64 durchgeführten Cardio-CTs bewährt sich die Möglichkeit, biphasische Injektionsprotokolle auszuführen. Durch Applikation eines NaCl-Nachspülbolus wird ein kompaktes Bolusprofil erzeugt und ein Kontrastmittelnachlauf vermieden. Die Bildqualität wird hierdurch verbessert.

MEDTRON: Wie kommen Sie mit dem Aufbau der Kontrastmittel-Injektoren zurecht?

Christian Wybranski: Als positives Merkmal des Accutron MR wurde von einigen MTRAs der „schnörkellose“ Aufbau des Injektors hervorgehoben, der die Reinigung und Desinfektion erleichtert.

Die Sicherheit der Patienten wird durch die wiederholte Abfrage nach der Entlüftung des Schlauchsystems vor der Injektion (separat für den Kolben mit Kontrastmittel und NaCl) gewährleistet.

Als Nachteil wurden die Flaschenhalter an den Stativen der Injektoren genannt: An dem am 1T Panorama HFO verwendeten Injektor sind die Halterungen für große Flaschen (100 – 200 ml) gut geeignet. Für kleinere Kontrastmittelflaschen z.B. mit einem Volumen von 20 ml sind die Halterungen jedoch nur bedingt verwendbar, die Flaschen liegen relativ locker in den Halterungen.

MEDTRON: Wie beurteilen Sie die zu den Injektoren gehörigen Verbrauchsmaterialien und den Kundenservice der MEDTRON AG?

Christian Wybranski: Die Injektoren werden einmal jährlich durch Wartungspersonal von MEDTRON kontrolliert. Der Service von MEDTRON sehen wir als gut an (8 von 10 möglichen Punkten). Neben der erforderlichen Sicherheitstechnischen Kontrolle erfolgt zusätzlich die Wartung des Injektors. Vorteil dieses Arrangements ist eine 1-jährige Garantie für die Funktionsfähigkeit des Injektors.

An Verbrauchsmaterial werden die Spritzen und Schlauchsysteme von MEDTRON verwendet. Die Erfahrungen mit den Verbrauchsmaterialien von MEDTRON sind positiv.

Die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Magdeburg hat folgende Kontrastmittel-Injektoren der MEDTRON AG im Einsatz:

Am 3 Tesla (3T) Magnetom Verio (Siemens Health Care, Erlangen) der Injektron MR/T (Baujahr 1997), am 1,5T Intera (Philips Health Care, Best, Niederlanden) der Injektron 82 MRT (Baujahr 2003) sowie am 1T Panorama HFO und am 3T Achieva (Philips Health Care, Best, Niederlanden) zwei Accutron MR (Baujahr 2007 bzw. 2011). Am Toshiba Aquilion 16 (Toshiba Medical Systems, Toshigi, Japan) und Volume Zoom (Siemens Health Care, Erlangen) zwei Injektron CT 2 (Baujahr 2003 und 2008) sowie am PET-CT Biograph 64 (Siemens Health Care, Erlangen) der Accutron CT-D (Baujahr 2010).


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