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DeP-Konverter von Siemens geht bei Tangshan in Betrieb

28.08.2014

Phosphorarme Stähle für hochfeste Automobilbleche


DeP-Konverter von Siemens. Die Anlage wird zur Dephosphorisierung von Rohstahl eingesetzt.

Bei dem chinesischen Edelstahlproduzenten Tangshan Stainless Steel Co. Ltd., einer Tochterfirma der Tangshan Iron & Steel Group Co. Ltd., ist ein DeP-Konverter von Siemens in Betrieb gegangen. Der im Werk Tangshan installierte Konverter dient dazu, den Phosphorgehalt des Rohstahls zu reduzieren. Damit kann Tangshan qualitativ hochwertige Kohlenstoffstähle erzeugen, die in einem von Siemens neu errichteten Kaltwalzkomplex zu hochfesten Blechen für die Automobilindustrie weiter verarbeitet werden.

Tangshan Iron and Steel gehört zur Hebei Iron and Steel Group, mit einer Jahresproduktion von rund 46 Millionen Tonnen (2013) der größte Stahlerzeuger Chinas. Bereits 2013 hatte Siemens von Tangshan Iron and Steel den Auftrag erhalten, ein komplettes Kaltwalzwerk für den Standort Tangshan, Provinz Hebei zu liefern. Das Werk ist für die jährliche Erzeugung von 1,6 Millionen Tonnen hochfesten Kaltbands ausgelegt. Da ein zu hoher Phosphorgehalt die Sprödigkeit des Stahls erhöht, muss dieser Gehalt bereits in der Flüssigphase deutlich reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Siemens einen bestehenden AOD-Konverter zum DeP-Konverter umgerüstet. Die Entphosphorisierung erfolgt darin über einen zweistufigen Prozess. Zunächst wird Sauerstoff eingeblasen, um den Phosphor zu oxidieren. In einem weiteren Schritt wird der oxidierte Phosphor an Kalk gebunden und in der Schlacke gesammelt. Sechs Bodenspüler unterstützen und beschleunigen die chemische Reaktion.

Der Konverter verfügt über ein Abstichgewicht von 110 Tonnen und kann auch zur Entkohlung eingesetzt werden. Siemens war für die Projektierung verantwortlich, lieferte die Prozessautomatisierung und übernahm die Überwachung von Montage und Inbetriebnahme. Darüber hinaus beriet Siemens das Betreiberpersonal im Umgang mit dem neuen Prozess.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter www.siemens.com/metals

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrieunternehmen. Mit durchgängiger Automatisierungstechnik und Industriesoftware, fundierter Branchenexpertise und technologiebasiertem Service steigert der Sektor die Produktivität, Effizienz und die Flexibilität seiner Kunden. Der Sektor Industry hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und umfasst die Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services sowie die Business Unit Metals Technologies. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industry

Die Business Unit Metals Technologies (Linz, Österreich) im Siemens-Sektor Industry ist ein weltweit führender Lifecycle-Partner für die metallurgische Industrie. Die Business Unit bietet ein umfassendes Technologie-, Modernisierung-, Produkt- und Serviceportfolio und integrierte Automatisierungs- und Umweltlösungen für den gesamten Lebenszyklus von Anlagen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/metals

Reference Number: IMT201408677d

Ansprechpartner

Herr Dr. Rainer Schulze
Metals Technologies

Siemens AG

Turmstr. 44

4031  Linz

Österreich

Tel: +49 (9131) 7-44544

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