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Ein besonderes Geschenk zum 150. Geburtstag von Richard Küch

03.09.2010
Abwechslungsreiche Jubiläumsveranstaltung zum 150. Geburtstag von Richard Küch bei Heraeus – Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010“

Prof. Dr. Martinus Emge, Dr. Jürgen Heraeus und Moderator Thomas Ranft (v. l.) führten ein erhellendes Gespräch über das Leben und Wirken von Richard Küch.


Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH, hielt die Eröffnungsrede der Veranstaltung.

Nachdenkliches, Experimentelles und Ausgezeichnetes – die Jubiläumsveranstaltung zum 150. Geburtstag von Richard Küch bot zahlreichen Gästen im Casino von Heraeus viel Abwechslung. Der Physiker und Chemiker war von 1890 bis 1915 Chefentwickler beim Familienunternehmen und trieb mit vielen Erfindungen, unter anderem der künstlichen Höhensonne, keramischen Farben, Quarzglas und Platintemperatursensoren, maßgeblich die Entwicklung zum Weltkonzern voran. Am 30. August wäre er 150 Jahre alt geworden. Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH, konnte neben Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auch zahlreiche Enkel und Urenkel des großen Erfinders und Entwicklers begrüßen.

„Die Antriebsfeder unseres Unternehmens sind permanente Innovationen. Ohne diese könnten wir heute nicht gemeinsam den 150. Geburtstag von Richard Küch begehen und auf ein Bestehen von fast 160 Jahren zurückblicken. Es ist dieser Innovationsgeist unserer Mitarbeiter, der uns immer wieder vorantreibt“, hob Heinricht die Bedeutung von Entwicklerinnen und Entwicklern bei Heraeus von einst und heute hervor. Oberbürgermeister Claus Kaminsky übermittelte Grußworte der Stadt Hanau. „Heraeus steht zu Hanau und Hanau steht zu Heraeus. Wir sind stolz und glücklich, dass es das Unternehmen in unserer Stadt gibt, und dies haben wir auch Richard Küch zu verdanken.“

Erhellendes Gespräch über das Leben und Wirken von Küch

Ein Höhepunkt des Abends war ein Gespräch mit dem ältesten Enkel von Richard Küch, Prof. Dr. Martinus Emge aus Bonn, und Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Heraeus. Thomas Ranft, bekannter Moderator beim Hessischen Fernsehen, führte souverän durch den Abend und entlockte den beiden Gesprächspartnern manches Geheimnis aus dem Leben von Richard Küch. So beschrieb der fast 90-jährige Emge Küch als einen zurückhaltenden, introvertierten, Natur verbundenen, familienorientierten Wissenschaftler, mit vielen Ecken und Kanten, der auch schon mal eine „Vortragseinladung von Kaiser Wilhelm II nach Berlin ausschlug, um mehr Zeit zum Forschen zu haben“ und „sicher nicht einfach zu manövrieren war“. „Entwickler wie Küch haben einen eigenen Kopf, aber das ist auch gut so“, ergänzte Dr. Jürgen Heraeus. Er führte aus, dass der Versuch, die von Küch entwickelte Quecksilber-Quarzglaslampe als Straßenbeleuchtung zu nutzen zunächst fundamental floppte, da die Menschen in dem Licht leichenblass und grün ausgesehen hätten. „Später wurde diese Lampe als Hanauer Höhensonne weltberühmt. Wir verkauften damals bis zu 300.000 Exemplare im Jahr“, sagte Jürgen Heraeus.

Viele nachdenkenswerte Impulse zur Innovationskultur vermittelte Festredner Prof. Eckard Minx, Sprecher des Vorstands der Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung, in seiner Rede über das „Das Überlebensprinzip Innovationsfähigkeit“. „Um heute erfolgreich innovativ zu sein, müssen Unternehmen über ihre Disziplin weit hinaus denken, ausgetretene Pfade verlassen, in Netzwerken denken, manchmal auch mit Wettbewerbern kooperieren und eine Fehlerkultur zulassen“, so Minx. Seinen Worten zufolge war Richard Küch seiner Zeit weit voraus und betrieb „Open Innovation“ – also den regen Austausch mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten -, als dieses Modewort noch niemand kannte. Auf diese Weise konnte er „Innovationen schaffen“. Dass Physik – vor allem mit Heraeus Produkten - viel Spaß bereiten kann, bewiesen anschließend „Die Physikanten“. Sie ließen nicht nur Gurken leuchten, sondern erstaunten mit faszinierenden Experimenten das Publikum. So wurden Quarzglastiegel zu Klangschalen, feinste Drähte aus Platin zum Knallen gebracht und das Prinzip der Infrarotstrahlung in einem heißen Experiment erläutert.

Heraeus ist „Ausgewählter Ort 2010“

Quasi als Geburtstaggeschenk bekam Heraeus einen Preis überreicht. Der QRC Infrarot-Strahler des Edelmetall- und Technologiekonzerns wurde als „Ausgewählter Ort 2010“ des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Der Infrarot-Strahler zur effizienteren Herstellung von Solarzellen ist somit einer von 365 „Ausgewählten Orten“, die jedes Jahr von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden. Rainer Küchler, Geschäftsführer des Bereichs Speziallichtquellen (Heraeus Noblelight), kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Unser QRC-Strahler passt hierzu perfekt, da er auf den Erfindungen von Richard Küch aufbaut. Er zeigt außerdem, dass wir auch über 100 Jahre nach der Höhensonne innovative Speziallichtquellen herstellen und auf diesem Gebiet immer zukunftsorientiert denken.“ Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte der QRC Infrarot-Strahler die unabhängige Jury und repräsentiert mit seiner zukunftsfähigen Idee Deutschland als das „Land der Ideen. Der Jubilar Richard Küch hätte an dieser Auszeichnung sicherlich ebenfalls seine Freude gehabt.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit einer über 155-jährigen Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Materialien und Technologien, Sensoren, Biomaterialien und Medizinprodukte sowie Dentalprodukte, Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von 2,6 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 13,6 Mrd. € sowie weltweit über 12 300 Mitarbeitern in mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Jörg Wetterau
Konzernkommunikation
Leiter Technologiepresse & Innovation
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstr. 12-14
63450 Hanau
T +49 (0) 6181.35-5706
F +49(0) 6181.35-4242
joerg.wetterau@heraeus.com

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