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Ausbau der kardiologischen Versorgung in der Region Hochtaunus: Herzpatienten profitieren von Kooperation und neuem Konzept

01.10.2007
Enge Kooperation der Cardiologischen Praxis Dr. Stöhring & Jungmair aus Bad Homburg mit Kerckhoff-Klinik: Kassenärztliche Vereinigung genehmigt Job-Sharing zwischen Klinik und Praxis – Neues Projekt zur Integrierten Versorgung vereinfacht Behandlungsablauf für Herzpatienten – Neue Fortbildungsreihe für gemeinsame Standards

„Die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, eine hohe Qualität in der medizinischen Versorgung unserer Patienten sicherzustellen“, kommentiert Dr. Reinhard Stöhring aus der Cardiologischen Praxis Sr. Stöhring & Dr. Jungmair in Bad Homburg anlässlich eines Pressegesprächs zum Ausbau der Kooperation seiner Praxis mit der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Dr. Wolfgang Jungmair, Mit-Inhaber der Praxis, ergänzt: „Wichtig ist es, dass die Behandlung sowohl im stationären wie im ambulanten Bereichen gemeinsamen Qualitätsstandards folgt.

Nur so kann gewährleistet werden, dass sich der Kliniker z.B. auf die Ergebnisse von Untersuchungen verlassen kann, die der niedergelassene Kardiologe bereits durchgeführt hat und auf eine nochmalige Durchführung dieser Untersuchungen verzichten kann. So können Doppeluntersuchungen vermieden und Belastungen für unsere Patienten verringert werden.“

Um dieses Ziel zu verfolgen, hatten sich die Bad Homburger Praxis und die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim bereits vor einem Jahr entschlossen, eine strukturierte Zusammenarbeit aufzubauen. Die Kooperation sieht u.a. vor, dass Patienten der Praxis von den beiden niedergelassenen Ärzten auch in der Kerckhoff-Klinik behandelt werden können. Dazu Jungmair: „Für unsere Patienten bringt das entscheidende Vorteile. So haben wir Zugriff auf die Verfahren der nicht-invasiven bildgebenden Diagnostik der Klinik. Dadurch können bei bestimmten Fragestellungen Eingriffe mit dem Herzkatheter vermieden werden.“

Stöhring ergänzt hierzu: „Für den Fall, dass ein Eingriff mit dem Herzkatheter notwendig wird, ist die herzchirurgische Abteilung der Kerckhoff-Klinik direkt vor Ort. Das wird wichtig, falls es unter dem Herzkatheter zu Komplikationen kommt. In diesem Fall sparen wir wertvolle Zeit und es kommt nicht zu Zeitverzögerungen durch einen Notfall-Transport.“ Im Einzugsgebiet der Praxis sind die Kerckhoff-Klinik und das Universitätsklinikum Frankfurt die nächsten Kliniken mit einer herzchirurgischen Abteilung. „Wir haben mit dieser Kooperation für die Behandlung unserer Patienten die hohe Kompetenz eines der renommiertesten Herzzentren in Deutschland auf sehr kurzen Wegen zur Verfügung“, so Stöhring weiter und erläutert, dass sich die Praxis in diesem Konzept als kardiologische Ambulanz der Kerckhoff-Klinik verstehe.

Jungmair ergänzt hierzu: „Ein weiterer wichtiger Vorteil ist es, dass wir die neuesten Entwicklungen und Technologien jederzeit für unsere Patienten zur Verfügung haben. Ferner haben wir den direkten und persönlichen Kontakt zu den Ärzten Vorort. Das spart Zeit und vereinfacht die Weiterbehandlung in der Klinik.

Mit einer Reihe von Maßnahmen soll die Kooperation der Bad Homburger kardiologischen Praxis und der Kerckhoff-Klinik nun weiter ausgebaut werden. Ein wichtiger Baustein ist dabei das so genannte „Jobsharing“ zwischen Praxis und Klinik, das kürzlich von der Kassenärztlichen Vereinigung genehmigt wurde: „Dieses Konzept sieht vor, dass eine Arztstelle geschaffen wird, die zur Hälfte in der Praxis und zur Hälfte in der Kerckhoff-Klinik angesiedelt ist. Das hat den wesentlichen Vorteil, dass die Patienten sowohl in der ambulanten wie in der stationären oder teilstationären Versorgung von ein und demselben Arzt begleitet werden können. So bleibt die Steuerung der gesamten Versorgung in einer Hand und es gehen keine Informationen verloren“, erläutert Jungmair. Neben dieser ärztlichen Stelle, die in beiden Einrichtungen tätig sein wird, werden Ärzte der Kerckhoff-Klinik auch Vertretungen in der niedergelassenen Praxis übernehmen.

Auch aus Sicht der Klinik bringt dieses Konzept vor allem für die Versorgungsqualität große Vorteile mit sich. Dazu Privatdozent Dr. Thorsten Dill, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Leiter der bildgebenden Diagnostik der Kerckhoff-Klinik: „Durch die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Leistung sind alle, die an der Versorgung eines Patienten beteiligt sind, ohne Zeitverzögerung auf dem gleichen Informationsstand. Das bedeutet kurze Entscheidungswege und –zeiten. Das ist ein großer Vorteil für die Patienten.“ Nicht nur personell, sondern auch strukturell wird sich die Kooperation künftig noch intensiver gestalten, denn die Praxis ist als Partner der Klinik an einem neuen Vertrag der Integrierten Versorgung (IV) beteiligt.

Jungmair erläutert hierzu: „In diesem Vertrag mit einer Krankenkasse ist die strukturierte Behandlung von Herzpatienten im ambulanten und stationären Bereich festgelegt und im Detail beschrieben. Danach erfolgt die gesamte Vordiagnostik in der Praxis. Die notwendigen Interventionen oder Operationen werden dann in der Kerckhoff-Klinik durchgeführt. Die Nachversorgung findet dann wieder in der Praxis statt. Besonders wichtig dabei ist es, dass in diesem Vertragswerk klare Standards und Leistungen definiert sind. Daher können sich alle Vertragspartner aufeinander verlassen – bei der Leistung wie bei der Qualität.“

Um die Entwicklung und Implementierung gemeinsamer Qualitätsstandards zwischen niedergelassenen Ärzten und klinischer Versorgung zu fördern, haben die beiden Bad Homburger Kardiologen nun eine neue Fortbildungsinitiative, das „Cardiologische Colloquium Bad Homburg“, ins Leben gerufen. „Wir denken, dass der regelmäßige Austausch der beste und effektivste Weg ist, zu gemeinsamen Standards zu kommen. Diese Fortbildungsreihe soll daher niedergelassenen, hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten aus dem Hochtaunuskreis die Möglichkeit bieten, sich im direkten Austausch miteinander und mit Kollegen aus großen kardiologischen Kompetenzzentren über die neuesten Entwicklungen und Konzepte in Diagnostik und Therapie zu informieren“, erläutert Jungmair.

Nicht zuletzt sehen die beiden Kardiologen in der interdisziplinären Kompetenz und Vernetzung verschiedener Leistungen auf dem Campus der Kerckhoff-Klinik einen entscheidenden Qualitätsvorteil für ihre Patienten: „Man muss davon ausgehen, dass jeder zweite bis dritte Patient neben seiner Herzproblematik an Diabetes oder Gefäßerkrankungen leidet. Diese müssen in jedem Stadium der Versorgung mit bedacht werden. Mit der Diabetesklinik und der angiologischen Kompetenz der Helios William-Harvey-Klinik auf dem Kerckhoff-Gelände bieten sich für unsere Patienten optimale Voraussetzungen für eine wirklich interdisziplinäre Behandlung. Das kann keine andere Klinik der Region leisten“, so Stöhring abschließend.

Cardiologische Praxis
Dr. Stöhring & Dr. Jungmair
Dr. Reinhard Stöhring
Tel.: 06172 / 495620
Fax: 06172 / 4956223
Email: stoehring@cpsj.de

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