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Siemens I&S: Innovationen treiben das Geschäft im Anlagenbau

25.09.2007
Ein systematisches Innovationsmanagement leistet für den Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Ausweitung seiner führenden Marktposition bei der Ausrüstung von Industrie- und Infrastrukturanlagen.

I&S kommt dabei ohne eigene Forschungsabteilungen aus und setzt stattdessen auf internationale Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.

„Jedes Geschäftsjahr investieren wir rund 150 Mio. EUR in neue Produkte und Verfahren”, sagte I&S-Technologiechef Dr. Dieter Wegener, „die bereits in den ersten drei folgenden Jahren einen Anteil von rund 1,5 Mrd. EUR am Gesamtumsatz von I&S ausmachen”. Mit dieser Strategie sichert I&S eine starke Technologieposition, die eine wesentliche Voraussetzung für die gegenwärtige wie künftige Wettbewerbsposition von I&S ist.

I&S ist weltweit führender Anbieter von Anlagenlösungen in den Branchen Eisen- und Stahlerzeugung, Wasser- und Abwasseraufbereitung, Straßenverkehrstechnik sowie bei der Automatisierung von Gepäcksystemen auf Flughäfen und von Brief- und Paketsortiersystemen bei der Post. Das Branchen- und Prozess-Know-how von I&S sowie die weltweit installierte Anlagenbasis bilden zusammen mit den wirtschaftlichen und technologischen Zielen der Kunden die Grundlage für die Innovationsstrategie. „Diese Verknüpfung sowie unsere Marktposition und eine schnelle Umsetzung entscheiden heute mehr denn je über eine erfolgreiche Einführung von Innovationen”, betonte Wegener. „Wir etablieren damit am Markt einen de-facto-Standard für neue Produkte und Verfahrenslösungen”.

Statt eigene Forschungsabteilungen aufzubauen, nutzt I&S daher ein globales Netzwerk des Wissens. „Wir kooperieren mit über 40 Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit”, betonte Wegener. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden im laufenden Geschäftsjahr rund 400 Ideen in große wie kleinere Forschungsprojekte mit dem Ziel eingebracht, neue Produkte oder Verfahrenstechnologien zur Anwendungsreife zu bringen. „Gute Ideen kommen nicht nur von den eigenen Mitarbeitern. Wer heute Innovationen treiben will, muss auch die Intelligenz nutzen, die außerhalb des Unternehmens zu finden ist, beispielsweise bei Kunden und in Universitäten”, sagte Wegener. „Wir erhöhen damit unsere eigene Denkleistung um mindestens das zehnfache”.

Angelpunkt der Innovationsstrategie bei I&S ist, zusammen mit Kunden Potenziale zur Optimierung von Anlagen und Produktionsprozessen zu identifizieren und dann entsprechende Forschungsaufträge an geeignete Universitäten zu vergeben. „Ein globales Netzwerk ist heute wesentlich effizienter als ein abgeschottetes Forschungslabor”, sagte Wegener. „Wer große Geheimnisse aus seinen Entwicklungen macht, verpasst schnell den Zug der Zeit, riskiert Kapital und ist trotzdem nicht sicher vor einer schnellen Kopie durch den Wettbewerb“.

„Stärkung der Technologieführerschaft, kalkulierbare Kosten und Ergebnisse, vor allem aber zufriedene Kunden sind Maßstäbe einer erfolgreichen Innovationsstrategie. Mit einem Anteil von je 30 Prozent an den F&E-Ausgaben legt I&S einen Schwerpunkt auf die Stahlbranche sowie auf die Flughafen- und Postlogistik. Weitere zehn Prozent der F&E-Mittel entfallen auf Anlagen zur Wasseraufbereitung und Straßenverkehrstechnik sowie auf die Öl- und Gasförderung (Offshore), je fünf Prozent auf industrielle Dienstleistungen und auf branchenübergreifende Aktivitäten. Auf der Kundenseite treiben vor allem „Grüne Technologien” zur Energieeinsparung und CO2-Reduzierung sowie zur Wasseraufbereitung und -einsparung das Innovationsgeschäft”, betonte Wegener. Für I&S sei das Ziel, durch die Entwicklung branchenübergreifender Lösungen Standardisierungen und Kosteneinsparungen zu erzielen und vor allem einen breiten Einsatz der Innovationen sicherzustellen. Dies trage dazu bei, die für I&S im Siemens-Arbeitsprogramm „Fit for 2010” gesteckten Renditeziele zu erreichen.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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