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Peugeot auf der IAA 2007: Umweltschutz im Zeichen des Löwen

06.09.2007
  • Aktuell 21 Modelle mit CO2-Ausstoß bis maximal 140 g/km
  • 308 HybridHDi als umweltfreundliches Zukunftskonzept
  • FAP-System als Baustein einer langfristigen Diesel-Strategie
  • Neben den Weltpremieren von 308, 207 SW Escapade, 207 SW RC und Expert Tepee Concept Vagabond sowie den zahlreichen

    Concept-Cars bildet das Thema Umwelt beim diesjährigen Peugeot-Auftritt auf der IAA (Halle 8/Stand D19) mit einer eigenen Ausstellungsfläche einen besonderen Schwerpunkt. Schon heute bietet Peugeot eine Produktpalette, die sich durch einen der niedrigsten Durchschnittsverbräuche auf dem Markt auszeichnet. PSA Peugeot Citroën ist die Nummer 1 bei Fahrzeugen mit niedrigem Verbrauch in Europa: Im Segment der Fahrzeuge mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von maximal 120 Gramm CO2 pro Kilometer erreichte der Konzern im Jahr 2006 einen Marktanteil von 38 Prozent (450.000 Fahrzeuge), bei den Fahrzeugen bis maximal 110 g/km sind es sogar 62 Prozent. Peugeot präsentiert darüber hinaus auf der IAA neben sparsamen Serienmodellen, in die viele Details zur Verbrauchsminderung eingeflossen sind, verschiedene Fahrzeugkonzepte, die sich durch besondere Umweltfreundlichkeit auszeichnen.

    Derzeit finden sich im auf dem deutschen Markt angebotenen Peugeot-Modellprogramm insgesamt 21 Modelle aus acht verschiedenen Modellfamilien mit einem vorbildlichen CO2-Ausstoß von maximal 140 Gramm CO2 pro Kilometer (Stand 1. September 2007). Der König unter den sparsamen Löwen ist der kleine 107, der mit einem CO2-Ausstoß von nur 109 g/km die Rangliste anführt. Die hohe Umweltverträglichkeit des kleinen Löwen wurde gerade in der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) bestätigt. Dort wird der 107 auf dem dritten Platz der umweltfreundlichsten Autos geführt. Davor rangieren zwei Hybridfahrzeuge, so dass der 107 den besten Platz der Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb einnimmt. Die Modellreihen 207 und 307 setzen mit jeweils fünf verschiedenen Motorisierungen unter der 140-Gramm-Grenze ebenfalls Maßstäbe.

    308 HDi FAP mit CO2-Ausstoß von nur 125 g/km

    Exzellent präsentiert sich auch die CO2-Bilanz des neuen 308. Beim jüngsten Modell der Löwenmarke glänzen zwei Motorisierungen mit einem CO2-Ausstoß von lediglich 125 Gramm pro Kilometer: der 308 HDi FAP 90 mit 66 kW (90 PS) und der 308 HDi FAP 110 mit 80 kW (109 PS). Zum umweltschonenden Charakter des neuen 308 tragen auch die Reifen vom Typ "Michelin Energy Saver" bei, die im EU-Testzyklus eine Kraftstoffersparnis von rund 0,2 Liter pro 100 Kilometer ermöglichen. Dies bedeutet eine Verringerung der CO2-Emissionen um vier Gramm pro Kilometer und rund 1 Tonne weniger CO2-Ausstoß bei einer Gesamtfahrleistung von 250.000 Kilometern.

    Dass ein niedriger CO2-Ausstoß von maximal 140 g/km vor allem eine Sache von kleineren Fahrzeugen sein könnte, widerlegt die Mittelklasse-Baureihe 407. Sowohl die Limousine 407 HDi FAP 110 als auch der 407 SW HDi FAP 110 halten den anspruchsvollen Grenzwert mühelos ein. Und auch der Peugeot Partner beweist als universell einsetzbares Raumwunder sowohl mit dem 55 kW (75 PS) starken als auch mit dem 66 kW (90 PS) starken HDi-Motor, dass die 140-Gramm-Grenze selbst bei einem geräumigen und praktischen Fahrzeug respektiert werden kann.

    Alle HDi-Motoren von Peugeot können überdies ohne zusätzliche Umrüstmaßnahme mit Diesel-Kraftstoff gefahren werden, dem bis zu 30 Prozent Pflanzenölester (Rapsmethylester) beigemischt wurden. Die dadurch erzielte CO2-Ersparnis beläuft sich auf etwa 18 Prozent.

    FAP-System als Wegbereiter in eine saubere Zukunft

    Eine zentrale Bedeutung in der Umweltstrategie von Peugeot nimmt das Rußpartikelfiltersystem FAP ein. Den großen Erfolg dieses Systems, das die im Dieselabgas enthaltenen Rußpartikel vollständig beseitigt, zeigt sich in einem aktuellen Rekord. Seit der Markteinführung des Systems hat PSA Peugeot Citroën insgesamt bereits mehr als 2,1 Millionen Fahrzeuge (Stand: Juli 2007) mit serienmäßigem FAP-System vermarktet. Peugeot hatte die umweltfreundliche Technik als weltweit erste Automarke bereits im Jahr 2000 serienmäßig und ohne Aufpreis auf dem Markt eingeführt und damit einen klaren Umwelt-Trend gesetzt.

    Das FAP-System ist ein wesentlicher Baustein in einer langfristigen, aktiven Umweltstrategie der Marke. Denn Peugeot hat als Initiator dieser Technik die Bedeutung des Dieselmotors als besonders sparsamer Antrieb mit einem geringen CO2-Ausstoß deutlich gestärkt und die Akzeptanz des Diesels im Markt gestärkt. In Kombination mit dem Rußpartikelfiltersystem FAP sind moderne Dieselmotoren nicht nur sparsam, sondern auch rein. Ressourcen werden geschont, CO2-Emissionen werden verringert und die Umwelt vor Rußpartikeln - die im Verdacht stehen, besonders krebsfördernd zu sein - verschont. Aktuell stehen in Deutschland im Peugeot-Programm insgesamt 105 Modelle in 15 Karosserievarianten zur Verfügung, die serienmäßig mit dem FAP-System ausgestattet sind.

    308 HybridHDi zeigt den Weg zur Serienreife

    Den nächsten Schritt zu einer noch größeren Umweltverträglichkeit und Akzeptanz des Dieselmotors demonstriert auf der IAA in Frankfurt das Concept-Car 308 HybridHDi. Voraussichtlich im Jahr 2010 wird der 308 als erstes Fahrzeug der Marke mit diesem innovativen Antriebskonzept auf den Markt kommen, das die exzellente Sparsamkeit eines HDi FAP-Motors mit der Kraft und Emissionsfreiheit eines Elektromotors koppelt. Die Diesel-Hybrid-Technik stellt somit einen weiteren wichtigen Schritt zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs dar. Bei gleicher Leistungsentfaltung reduziert der HybridHDi im Vergleich zu herkömmlichen Selbstzündern die Verbrauchs- und Emissionswerte um mehr als ein Drittel. Mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 3,4 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von nur 90 g/km liegt der 308 HybridHDi um 38 Prozent unter den Werten eines 308 HDi mit vergleichbarer Leistung. Im innerstädtischen Verkehr - wo der Anteil des Elektromotorenbetriebs besonders hoch ausfällt - beträgt der Kraftstoffverbrauch sogar nur 3,0 Liter Diesel, was einen CO2-Ausstoß von nur 80 g/km bedeutet - das entspricht einer Einsparung von 58 Prozent gegenüber dem Referenzmodell. Damit stellt Peugeot das enorme Potenzial dieses Antriebskonzepts eindrucksvoll unter Beweis.

    Mit dem 308 HybridHDi entwickelt Peugeot das Konzept des Diesel-Hybrids bis zur geplanten Serienreife weiter. Gegenüber dem Anfang 2006 vorgestellten Versuchsträger 307 HybridHDi zielen die beim 308 HybridHDi erreichten Verbesserungen vor allem auf die Übertragung der Hybridtechnik in die Struktur des neuen 308 und die Anpassung auf zukünftige Abgasnormen in Europa. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Ingenieure dem Hybrid-Antrieb. So konnte der Anteil der spezifischen Bauteile gegenüber dem vorherigen Konzeptfahrzeug um rund 30 Prozent reduziert werden. Der 308 HybridHDi zeigt somit bereits eine seriennahe Konfiguration, bei der die Leistung der Antriebseinheit bei unverändert maßvollen Verbrauchswerten noch gesteigert werden konnte.

    Angetrieben wird der 308 HybridHDi, der auf der IAA in einer fünftürigen Version gezeigt wird und bereits der Abgasnorm Euro5 entspricht, von einem 80 kW (109 PS) starken Dieselmotor und einem im Dauerbetrieb 16 kW (22 PS) starken und 80 Nm leistenden Elektromotor (Permanentmagnet-Synchronmotor/PMSM). Die Gesamtleistung von 96 kW entspricht nahezu der Leistung des 308 HDi FAP mit 2,0 Liter Hubraum und 100 kW (136 PS). Der Parallel-Hybrid-Antriebsstrang ist mit einem automatisierten Sechsgang-Schaltgetriebe (BMP6) gekoppelt. Die Nickel-Metallhybrid-Batterie (Ni-MH) der jüngsten Generation liefert 200 Volt Spannung und ist in der Reserveradmulde untergebracht - dadurch geht kein zusätzlicher Platz im Kofferraum verloren. Selbstverständlich verfügt auch der 308 HybridHDi über ein Rußpartikelfiltersystem FAP.

    Spezielle Taste für Betrieb als Zero Emission Vehicle

    Während die allgemeinen Fahrleistungen des 308 HybridHDi denen eines vergleichbaren 308 HDi FAP entsprechen, ist der HybridHDi bei der Durchzugskraft klar überlegen: Für eine satte Zwischenbeschleunigung wird der Dieselmotor durch den Elektromotor unterstützt, der kurzzeitig für bis zu 23 kW (32 PS) mehr Leistung und 130 Nm mehr Drehmoment sorgt. Im Schubbetrieb oder beim Bremsen gewinnt der 308 HybridHDi die Bewegungsenergie zurück und nutzt sie zum Aufladen der Batterien. Über eine spezielle Taste kann der vollelektrische ZEV-Betrieb (Zero Emission Vehicle) aktiviert werden. Dabei wird der Verbrennungsmotor erst bei kräftiger Beschleunigung oder bei hohen Geschwindigkeiten dazu geschaltet. Der ZEV-Modus eignet sich ideal für Stadtfahrten, weil bei dieser Betriebsart keinerlei Schadstoff- oder Lärmbelastung verursacht werden. Im ZEV-Modus reicht die Ladung der Batterien für eine Strecke von rund drei Kilometer.

    Mit dem Drehen des Zündschlüssels wird der Verbrennungsmotor zunächst noch nicht gestartet, sondern nur das System in Bereitschaft versetzt. Wird im Automatikmodus das Gaspedal betätigt, setzt sich das Fahrzeug mit Hilfe des Elektromotors in Bewegung. Das Zu- und Abschalten des Verbrennungsmotors erfolgt über die "Stopp und Start"-Funktion. Je nach Fahrsituation regelt die Power Train Management Unit (PTMU) die Betriebsart der Antriebseinheit. Der Fahrer wird auf Wunsch über einen sieben Zoll großen Multifunktions-Farbbildschirm im Format 16:9 in Echtzeit über den jeweiligen Fluss der Energieströme informiert. Angezeigt wird auch der Ladezustand der Batterien und die von den einzelnen Motoren abgerufene Leistung.

    Simulator auf dem Messestand

    Obwohl es sich bei dem ausgestellten 308 HybridHDi um ein Concept-Car handelt, haben die Besucher der IAA Gelegenheit, die Funktionsweise des Diesel-Hybrids live zu erleben. Dazu steht auf dem Messestand ein 308 HybridHDi-Simulator zur Verfügung: Die Messebesucher können hier in einem echten 308-Interieur Platz nehmen und sich einen Eindruck vom Fahren mit diesem Auto machen. Auf einem Bildschirm werden verschiedene Fahrsituationen simuliert. Der Fahrer wird aktiv einbezogen und über den jeweiligen Antriebsmodus - ob Elektro-, Hybrid- oder Verbrennungsmodus - informiert. Am Ende der virtuellen Versuchsfahrt zeigt der Simulator die erzielte Kraftstoffeinsparung im Vergleich zu einem Wagen mit konventionellem Antrieb an.

    308 BioFlex fährt mit umweltfreundlichem Bioethanol

    Eine weitere Möglichkeit für einen umweltfreundlichen Antrieb auf der Basis nachwachsender Rohstoffe zeigt auf der IAA der 308 BioFlex. Dieses Fahrzeug ist optimal auf den Betrieb mit Bioethanol (E85) abgestimmt. Dieser Kraftstoff besteht zu 15 Prozent aus unverbleitem Superbenzin und zu 85 Prozent aus Ethanol. Der Kraftstoff ist nicht mit klassischen Ottomotoren kompatibel und darf nur in speziell dafür ausgerüsteten Fahrzeugen verwendet werden. BioFlex-Motoren arbeiten mit Benzin, Ethanol oder mit beiden zusammen in jedem beliebigen Mischungsverhältnis. Beim Peugeot 308 BioFlex kommt eine Version des bekannten 2,0-Liter-Motors zum Einsatz.

    Bioethanol wird aus Biomasse gewonnen und trägt damit erheblich zu einer ausgeglichenen CO2-Bilanz bei. Laut Expertenaussagen kann sich die maximale Gesamteinsparung an CO2 durch die Nutzung von E85 auf 70 Prozent belaufen, wenn man die gesamte Prozesskette von der Kraftstoffherstellung bis zur Verbrennung betrachtet (Well-to-wheel-Ansatz).

    PSA Peugeot Citroën setzt sich bereits seit 1998 für die Entwicklung von Biokraftstoffen ein. Die Benzinmotoren des Konzerns vertragen bereits jetzt eine Ethanolbeimischung von bis zu zehn Prozent, ohne dass motorseitig eine Anpassung an den Kraftstoff erfolgen muss.

    Peugeot-Fahrzeuge mit BioFlex-Antrieb werden bisher in Brasilien für den südamerikanischen Markt produziert. Daher verfügt die Löwenmarke über große Erfahrung mit Bioethanolantrieben, denn in Brasilien werden 80 Prozent der Modellpalette mit einer solchen Motorisierung verkauft. In Europa führt PSA derzeit in Frankreich, Schweden und den Niederlanden BioFlex-Fahrzeuge ein.


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