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PSA Peugeot Citroën - Strategie und Zielsetzungen für den Zeitraum 2010-2015

04.09.2007
Christian Streiff, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën, stellte heute in Paris die Strategie und die Zielsetzungen des Konzerns für den Zeitraum 2010-2015 vor.

Der Konzern ist bestrebt, bis 2010 wieder Wachstum und Rentabilität zu erzielen. Der Absatz soll auf mehr als 4 Millionen Fahrzeuge gesteigert werden und die Position als führender Anbieter von umweltfreundlichen Fahrzeugen weiter ausgebaut werden. Bis 2015 will der Konzern der wettbewerbsfähigste Automobilhersteller in Europa werden. Die Umsatzrendite soll bis 2010 auf 5,5 bis 6 Prozent angehoben werden und anschließend regelmäßig steigen. 2015 soll sie sich auf 6 bis 7 Prozent einpendeln.

PSA Peugeot Citroën setzt sich zum Ziel, bis 2015 einen auf einer soliden europäischen Basis beruhenden Konzern mit starker internationaler Präsenz aufzubauen, der stetig und rentabel wächst und in allen seinen Geschäftsfeldern zu den Marktführern zählt. Faurecia will zu den führenden Anbietern seiner Branche gehören. Gefco muss sich als europäischer Marktführer der Automobillogistik profilieren und die Banque PSA Finance setzt sich das Ziel, weiterhin als Maßstab der Branche in Sachen Rentabilität zu gelten.

Für den Bereich Automobilbau präzisierte Christian Streiff die Ziele des Programms „CAP 2010“ und die Ambitionen für 2015:

Deutliche Verbesserung der Produkt- und Servicequalität: Halbierung der Fehlerquote, Verkürzung der zur Lösung solcher Fehler benötigten Zeit um zwei Drittel, Aufstieg zu den fünf Besten in der europäischen Hitliste der Servicequalität.

Europaweite Produktoffensive, um Peugeot zu alter Stärke zurückzubringen und die Dynamik von Citroën zu beschleunigen: Ausbau der beiden Modellpaletten, verstärkte Präsenz in den Wachstumssegmenten, Ausweitung der führenden Stellung im Bereich der Nutzfahrzeuge, wettbewerbsfähige Premium-Modelle in jedem Segment. Insgesamt sind in Europa zwischen 2007 und 2010 neunundzwanzig Modellneuheiten geplant. Die stärkere Ausdifferenzierung der beiden Marken führt zu einer besseren Marktabdeckung. Darüber hinaus soll das Durchschnittsalter der Modellreihen nicht mehr als drei Jahre betragen (gegenüber viereinhalb Jahren in 2006).

Europaweite Vertriebsoffensive, mit deren Hilfe im Jahr 2010 zusätzlich 300.000 Fahrzeuge abgesetzt werden sollen: eigene Strategie für Businesskunden, spezielle Maßnahmen im Händlernetz zur Unterstützung der Produktoffensive, rentablere Medieninvestitionen, neue Dynamik, damit aus den eigenen Vertriebsnetzen echte Profit Center werden.

Plan zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Kostensenkung: Halbierung der Garantiekosten, Steigerung der Produktivität in der Beschaffung von 4 auf 6 Prozent pro Jahr, Senkung der Fixkosten um 30 Prozent und der Logistikkosten um 10 Prozent, Verkürzung der Entwicklungszeit um 30 Prozent, vollständige Einführung des „Convergence“-Programms zur Optimierung der industriellen Effizienz bis Ende 2007 und Erhöhung der Auslastung der Fertigungskapazitäten um 20 Punkte.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Fertigungsanlagen: Umsetzung des „PSA-Produktionssystems“, Entwicklung neuer, flexibler und modularer Plattformen, Ausbau der Fertigungsanlagen und der Beschaffung in den Schwellenländern, verstärkte Individualisierung der Fahrzeuge außerhalb des Werks.
Internationale Offensive, mit deren Hilfe der Konzern 2010 außerhalb Europas 400.000 Fahrzeuge zusätzlich absetzen soll:

In den Mercosur-Ländern will der Konzern den Absatz auf 400.000 Fahrzeuge verdoppeln. In Brasilien ist der Konzern bestrebt, zu den vier Marktführern der Automobilindustrie zu gehören. Zu diesem Zweck wird er bis 2010 zwölf neue Modelle einführen, das Kleinwagenprogramm ausbauen, das Vertriebsnetz der beiden Marken verstärken, die Fertigungskapazitäten zügig erweitern, den Anteil der vor Ort getätigten Einkäufe erhöhen und die Forschung und Entwicklung vor Ort verstärken.
In China will der Konzern bis 2015 ein anerkannter und rentabler Anbieter werden und 1 Million Fahrzeuge ausliefern. Aus diesem Grund plant der Konzern mit seinem Partner Dongfeng Motor im Jahr 2010 eine neue Fertigungsanlage, wird die Modellpaletten von Peugeot und Citröen deutlich verjüngen und zwölf neue Modelle einführen. Gegenwärtig wird die Machbarkeit eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem chinesischen Automobilhersteller Hafei überprüft. Ziel des Unterfangens ist der Bau einer dritten Fertigungsanlage in Südchina. Gleichzeitig wird die Business Unit China Forschungs-, Entwicklungs- und Designzentren bauen und den Anteil der vor Ort getätigten Einkäufe erhöhen.

In Russland hat der Konzern das Ziel, im Jahr 2010 zunächst 100.000 und dann schon bald 300.000 Fahrzeuge abzusetzen.

Insgesamt sollte die Produktstrategie beiden Marken ermöglichen, in allen Märkten ihre Präsenz in den Wachstumssegmenten, vor allem außerhalb der Limousinen, zu verstärken, sich in jedem Segment mit wettbewerbsfähigen Premium-Modellen zu profilieren und je nach örtlichen Bedingungen im Einstiegssegment wettbewerbsfähige Modelle anzubieten. Dazu wird der Konzern in allen Märkten in den vier Jahren von 2007 bis 2010 insgesamt 53 neue Modelle einführen.

Schließlich will der Konzern seine Stellung als führender Anbieter umweltfreundlicher Fahrzeuge weiter ausbauen. Ziel ist es, in Europa durchschnittlich mindestens 10 g CO2/km einzusparen. Deshalb soll die Forschung und Entwicklung intensiviert werden und es sollen sparsamere Antriebe gebaut werden. Des Weiteren plant der Konzern, ein umfassendes Hybrid-Programm umzusetzen, ab 2010 HybridHDi-Fahrzeuge anzubieten und ab 2011 1 Million Stopp & Start-Fahrzeuge abzusetzen. Zusätzlich wird der Konzern alle Dieselantriebe auf den möglichen Betrieb mit 30 Prozent Biodiesel auslegen. Das Bioethanol-Angebot wird auf die Nachfrage in den einzelnen Ländern ausgerichtet.

Nach vier Jahren mit einer rückläufigen Rentabilität sollen die Absatzsteigerung und die Kostenreduzierung, die im Rahmen des Programms „CAP 2010“ erzielt wurden, die Umsatzrendite des Konzerns nachhaltig steigern. 2010 sollte sie 5,5 bis 6 Prozent betragen und dann weiter ansteigen, um sich in der Periode 2010-2015 auf 6 bis 7 Prozent zu belaufen.

Dieser Strategieplan wird PSA Peugeot Citroën zum wettbewerbsfähigsten Automobilhersteller in Europa machen. Als solcher wird der Konzern regelmäßig rentables Wachstum und eine solide internationale Entwicklung erzielen. Darüber hinaus wird der Konzern offen sein, alle Gelegenheiten zu ergreifen, um sich zu verstärken und den Shareholder Value zu steigern.


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