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Siemens liefert an Saudi Aramco Aufbereitungssystem für Produktionswasser

28.08.2007
Das Ingenieurbüro Engineering for the Petroleum and Process Industries (ENPPI), Kairo, hat als Generalunternehmer Siemens Water Technologies beauftragt, ein Aufbereitungssystem für Produktionswasser zur Ölförderung zu liefern. Der Auftrag ist Teil einer Erweiterung der Safaniya-Anlage von Saudi Aramco in Saudi-Arabien.

Das System wird mit einem von Siemens entwickelten Flotationsverfahren (Dissolved Gas Flotation - DGF) hohe Konzentrationen an Öl aus dem Wasserstrom entfernen, so dass das Wasser wieder in den Untergrund eingebracht werden kann. Die Kapazität des Aufbereitungssystems beträgt 135.000 m3 Wasser pro Tag. Das System soll Mitte 2008 in Betrieb gehen.

Aufbereitungsanlagen für Produktionswasser werden weltweit eingesetzt, um die in den jeweiligen Ländern vorgegebenen Qualitätsstandards für das bei der Ölförderung anfallende Formations- und Injektionswasser zu erfüllen. Saudi Aramco verwendet Injektionswasser, um den Lagerstättendruck für eine optimale Ölproduktion aufrechtzuerhalten. Bei der Förderung von „Arab Heavy“-Rohöl im Safaniya-Feld sowie von „Arab Medium“ aus den Zuluf-Ölfeldern fällt so genanntes Formationswasser an. Das ölbelastete Formationswasser beider Felder ist aufzubereiten und wird anschließend als Injektionswasser verwendet.

Mit der Monosep-DGF-Pumptechnik von Siemens lässt sich besonders effizient Öl und Wasser trennen. Die Anlage belegt außerdem eine kleinere Standfläche als vergleichbare Flotationstechniken. Die DGF-Pumpe ist das Herzstück des Systems. Sie arbeitet mit einem doppelseitigen Flügelrad, das Wasser und Gas in das Spiralgehäuse der Pumpe zieht. Auf der Rückseite des Rades entsteht eine Zone mit Unterdruck. Heißes Gas wird zugeführt und eine Vermischung mit der zuströmenden Flüssigkeit ermöglicht. Bei dieser Vermischung geht das Gas im Wasser in Lösung und es entstehen mikrofeine Bläschen. Auf Grund der engen Toleranz zwischen den Schaufeln des Laufrads und der Einzugsseite der DGF-Pumpe wird das Gas in besonders feine Bläschen überführt. Beim Eintritt des Mischwassers in den Flotationsbehälter entsteht durch die Entspannung über ein Kugelventil ein Druckabfall. Die dadurch entstehenden Gasblasen heften sich an die Ölbestandteile im Wasser. Das Öl treibt an die Oberfläche und kann dort abgeschieden werden.

Dies ist der erste Einsatz des Monosep-DGF-Pumpsystems von Siemens Water Technologies in einem Projekt von Saudi Aramco. Dieses Projekt ist das neueste von mehreren großen Aufträgen, die Siemens Water Technologies derzeit für Saudi Aramco realisiert.

Siemens Water Technologies liefert kostengünstige und zuverlässige Systeme und Dienstleistungen für die Wasser- und Abwasseraufbereitung von kommunalen, industriellen, gewerblichen und institutionellen Kunden in der ganzen Welt. Das Geschäftsgebiet Water Technologies ist Teil des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), der innovative Lösungen und Dienstleistungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen der Prozess- und Fertigungsindustrie sowie der Infrastruktur bietet. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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