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Erfreuliche Entwicklung im 2. Quartal 2007: Bayer weiter auf Wachstumskurs

07.08.2007
Umsatz um 22 Prozent auf 8,217 (6,736) Milliarden Euro gewachsen / Bereinigtes EBITDA um 39 Prozent auf 1,806 (1,303) Milliarden Euro erhöht / Bereinigtes EBIT um 30 Prozent auf 1,185 (0,911) Milliarden Euro verbessert / Konzernergebnis um 46 Prozent auf 660 (452) Millionen Euro gesteigert / Bereinigte EBITDA-Marge von über 20 Prozent für das Gesamtjahr erwartet

Der Bayer-Konzern hat seine erfolgreiche Entwicklung auch im 2. Quartal 2007 fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 22,0 Prozent auf 8,217 (Vorjahr: 6,736) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt entsprach dies einem Plus von 5,4 Prozent.

Dazu trugen alle drei Teilkonzerne bei: HealthCare mit 9,3 Prozent, CropScience mit 1,9 Prozent und MaterialScience mit 6,3 Prozent. "Das 2. Quartal ist für Bayer sehr gut verlaufen. Damit schließen wir an den hervorragenden Start in das Jahr 2007 an", erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Wenning am Dienstag und bekräftigte den im Juni angehobenen Ausblick für den Konzern. Danach soll die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge 2007 erstmals die Marke von 20 Prozent in einem Gesamtjahr überschreiten.

Im Umsatz des 2. Quartals ist das Geschäft mit den erworbenen Schering-Produkten in Höhe von 1,489 Milliarden Euro enthalten. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Beitrag zeitanteilig bei 144 Millionen Euro, da Schering ab dem 23. Juni 2006 in den Bayer-Konzernabschluss einbezogen wurde.

Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte Bayer um 38,6 Prozent auf 1,806 (1,303) Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs erzielte Bayer HealthCare; hier wurde das bereinigte EBITDA mehr als verdoppelt. Das operative Ergebnis

(EBIT) vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns verbesserte sich um 30,1 Prozent auf 1,185 (0,911) Milliarden Euro.

Bayer HealthCare mit kräftigen Umsatz- und Ergebniszuwächsen

Den kräftigsten Umsatz- und Ergebniszuwachs verzeichnete im 2. Quartal der Teilkonzern Bayer HealthCare. Hier stiegen die Erlöse um 64,7 Prozent auf

3,717 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte - also auch um das übernommene Schering-Geschäft - erhöhte sich der Umsatz um 9,3 Prozent. Hierzu trug die gute Geschäftsentwicklung in beiden Segmenten - Pharma und Consumer Health - bei.

Im Pharma-Geschäft legte der Umsatz um 117,4 Prozent (währungs- und
portfoliobereinigt: 9,0 Prozent) auf 2,583 Milliarden Euro zu. Ein besonders erfreuliches Wachstum verzeichnete Bayer mit dem neuen Krebsmedikament Nexavar® (plus 160,9 Prozent auf 60 Millionen Euro). Der Umsatz des Kontrazeptivums Yasmin® einschließlich YAZ® und Yasminelle® wurde pro forma um 38,1 Prozent ausgeweitet. Das Blutgerinnungspräparat Kogenate® verbesserte sich um 17,3 Prozent; ein Plus in dieser Höhe erzielte auch das Intrauterin-System Mirena® (pro forma). Levitra® gegen erektile Dysfunktion wuchs um 11,0 Prozent. Das umsatzstärkste Pharmaprodukt, das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon®, war durch Währungseffekte besonders negativ beeinflusst und legte pro forma um 2,8 Prozent zu.
Der Umsatz des Segments Consumer Health nahm im 2. Quartal um 6,1 Prozent
(währungs- und portfoliobereinigt: 9,6 Prozent) auf 1,134 Milliarden Euro zu. Dazu trugen alle Divisionen bei. Den kräftigsten Anstieg verzeichnete mit 14,6 Prozent das Diabetes-Care-Geschäft. Die Division Consumer Care - also das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln - verbesserte sich um 3,3 Prozent. Auch die Division Animal Health entwickelte sich mit einem Plus von 5,6 Prozent sehr erfreulich.

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA des Teilkonzerns Bayer HealthCare stieg im 2. Quartal um 106,2 Prozent auf 969 Millionen Euro. Hier wirkten sich insbesondere die Ergebnisbeiträge des Schering-Geschäfts aus, aber auch Synergien in der Größenordnung von 100 Millionen Euro.

Performance-Programme verbessern Ergebnis von Bayer CropScience

Der Umsatz von Bayer CropScience lag im 2. Quartal mit 1,562 Milliarden Euro um 1,0 Prozent unter Vorjahr. Währungs- und portfoliobereinigt entspricht dies allerdings einem Plus von 1,9 Prozent. Im Segment Crop Protection gingen die Erlöse mit 1,262 Milliarden Euro leicht zurück (währungs- und portfoliobereinigt: plus 2,5 Prozent). Positiv entwickelten sich vor allem die Geschäfte mit Fungiziden und Saatgutbehandlungsprodukten. Eine besonders gute Performance zeigten dabei unsere jungen Produkte wie das innovative Fungizid Proline® (Wirkstoff: Prothioconazole), das im Umsatz um 36,4 Prozent zulegte. Dagegen war der Umsatz in den Geschäftsfeldern Insektizide und Herbizide rückläufig.

Im Segment Environmental Science/BioScience sank der Umsatz um 2,9 Prozent auf 300 Millionen Euro, währungsbereinigt lag er jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. Environmental Science verzeichnete einen deutlichen Rückgang bei Produkten für professionelle Anwender vor allem aufgrund verstärkter Generika-Konkurrenz in Nordamerika. Dieser Rückgang konnte durch die positive Entwicklung im Geschäft mit Produkten für den privaten Haus- und Gartenbereich nicht ausgeglichen werden. Schwungvoll verlief dagegen das BioScience-Geschäft, das den Umsatz um 19,0 Prozent steigern konnte.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Teilkonzerns erhöhte sich um 7,6 Prozent auf 396 Millionen Euro. Positiv wirkten sich hier neben den gestiegenen Absatzmengen bei Crop Protection auch die Kosteneinsparungen aus den Performance-Programmen aus. Negative Effekte aus Währungseinflüssen und teilweise rückläufigen Preisen wurden damit mehr als kompensiert.

Absatzmengen bei Bayer MaterialScience weiter gestiegen

Auch das Geschäft mit hochwertigen Materialien expandierte im 2. Quartal.
Bayer MaterialScience erhöhte den Umsatz um 3,0 Prozent auf 2,623 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wurde der Vorjahreswert um 6,3 Prozent übertroffen. Die Zunahme basiert vor allem auf gestiegenen Absatzmengen in nahezu allen Segmenten und Regionen. Hinzu kamen leicht positive Preiseffekte.

Im Segment Materials stieg der Umsatz insbesondere dank des wachsenden Polycarbonat-Geschäfts um 4,7 Prozent (währungsbereinigt: 8,5 Prozent). Das Segment Systems erreichte mit leichten Preis- und Mengensteigerungen ein Umsatzplus von 2,3 Prozent (währungsbereinigt: 5,4 Prozent). Besonders erfreulich entwickelte sich hier die Business Unit Coatings, Adhesives, Sealants mit einem Plus von 7,9 Prozent. Die Business Unit Polyurethanes verbesserte sich um 0,9 Prozent.

Das bereinigte EBITDA des Teilkonzerns lag mit 409 Millionen Euro wie erwartet auf dem Niveau des 1. Quartals. Gegenüber dem hohen Vorjahreswert von 450 Millionen Euro war das ein Rückgang um 9,1 Prozent. Die Mengensteigerungen und leicht positiven Preiseffekte konnten den Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten von rund 110 Millionen Euro nicht vollständig ausgleichen.

Dynamisches Wachstum in allen Regionen

Europa war im 2. Quartal mit einem Plus von 22,8 Prozent auf 3,697 Milliarden Euro die umsatzstärkste Region für den Bayer-Konzern. In Deutschland wurde das Geschäft um 13,1 Prozent auf 1,199 Milliarden Euro ausgeweitet. Mit einem Umsatz von 2,140 Milliarden Euro lag die Region Nordamerika um 17,4 Prozent über Vorjahr, Asien/Pazifik verbesserte sich um 23,3 Prozent auf 1,308 Milliarden Euro. In der Region Lateinamerika/Afrika/Nahost stieg der Umsatz um 27,5 Prozent auf 1,072 Milliarden Euro.

Konzernergebnis deutlich erhöht

Das EBIT des 2. Quartals war durch Sondereinflüsse von insgesamt minus 268 (minus 34) Millionen Euro belastet. Darin sind minus 209 Millionen Euro aus dem Erwerb bzw. der Integration von Schering enthalten. Nach Sondereinflüssen belief sich das EBIT auf 917 (877) Millionen Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 660 (452) Millionen Euro; darin ist auch ein Veräußerungsgewinn von 231 Millionen Euro aus dem Verkauf von Wolff Walsrode enthalten. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,83 (0,60) Euro. Der Brutto-Cashflow erhöhte sich dank der guten Geschäftsentwicklung und der Einbeziehung von Schering um 27,9 Prozent auf 1,187 (0,928) Milliarden Euro.

Operative Performance in den ersten 6 Monaten deutlich verbessert

Auch bezogen auf das 1. Halbjahr entwickelte sich der Konzern sehr erfreulich. Der Umsatz stieg um 22,4 Prozent auf 16,552 (13,527) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt entspricht das einem Zuwachs von 6,4 Prozent. Hierzu trug HealthCare mit einem Plus von 8,5 Prozent bei, CropScience mit 4,0 Prozent und MaterialScience mit 7,8 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 32,4 Prozent auf 3,796 (2,867) Milliarden Euro und das bereinigte EBIT um 22,6 Prozent auf 2,560 (2,088) Milliarden Euro. Nach Sonderaufwendungen belief sich das EBIT auf 2,092 (1,926) Milliarden Euro und lag damit um 8,6 Prozent über Vorjahr. Dank der Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf des Diagnostika-Geschäfts sowie von H.C. Starck und Wolff Walsrode verdreifachte sich das Konzernergebnis auf 3,469 (1,052) Milliarden Euro.

Zuversicht für das 2. Halbjahr 2007

Das Unternehmen rechnet mit einem anhaltenden weltweiten Wirtschaftsaufschwung in der zweiten Jahreshälfte. Dabei dürfte der Pharmamarkt sein bisheriges stabiles Wachstumsniveau halten, während für den Pflanzenschutzmarkt im Vergleich zum Vorjahr mit einer weiteren Verbesserung des Umfelds zu rechnen ist. Die Märkte für das MaterialScience-Geschäft dürften sich insgesamt nur leicht positiv entwickeln, mit regional sehr unterschiedlichen Wachstumsraten.

"Für die Entwicklung unseres Geschäfts im 2. Halbjahr sind wir weiter zuversichtlich", so Wenning. Bayer plane, den Konzernumsatz im Gesamtjahr um mehr als 10 Prozent zu steigern. Portfolio- und währungsbereinigt entspräche dies einem Wachstum in der Größenordnung von 5 Prozent. Bereits im Juni hatte das Unternehmen die Ergebnisprognosen für 2007 und 2009 angehoben. Demnach soll die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns im laufenden Jahr auf mehr als 20 Prozent und 2009 auf über 22 Prozent steigen.

Besonders optimistisch äußerte sich Wenning zum HealthCare-Geschäft. "Für das Gesamtjahr gehen wir weiter davon aus, in allen Divisionen mit oder über dem Markt zu wachsen", erklärte er. Im laufenden Jahr soll der Teilkonzern eine bereinigte EBITDA-Marge von 25 Prozent erreichen und diese bis 2009 auf rund 28 Prozent steigern. Die Integration des erworbenen Schering-Geschäfts verläuft schneller als geplant. Bis 2009 sollen hier Synergien von mehr als 800 Millionen Euro erreicht werden.

Nachdem sich das Marktumfeld für den Teilkonzern Bayer CropScience im 1.
Halbjahr wie erwartet positiv entwickelt hat, will das Unternehmen den Umsatz im 2. Halbjahr gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Bisher war hier für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum leicht über dem Marktdurchschnitt geplant. Für das bereinigte EBITDA soll nun im Gesamtjahr eine bereinigte EBITDA-Marge von über 22 Prozent erreicht werden, bislang wurde hier eine Verbesserung in Richtung 22 Prozent angestrebt.

Die Performance von Bayer MaterialScience befand sich in den ersten 6 Monaten auf einem guten, wertschaffenden Ertragsniveau. Das bereinigte EBITDA des Teilkonzerns dürfte im 3. Quartal in etwa in der Größenordnung des 2. Quartals liegen.

Im Zuge der Unternehmenssteuerreform in Deutschland rechnet Bayer zudem im 3. Quartal mit einem einmaligen, nicht-zahlungswirksamen Steuerertrag in der Größenordnung von 0,9 Milliarden Euro, der im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Schering-Akquisition steht. Bei den tatsächlich zu zahlenden Steuern werden als Folge der erheblichen Verbreiterung der Bemessungsgrundlage zur Gegenfinanzierung der nominalen Steuersatzsenkung in den kommenden Jahren jedoch nur geringe Entlastungseffekte erwartet.

Der vollständige Bericht zum 2. Quartal steht im Internet online und zum Download zur Verfügung: http://www.aktionaersbrief.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (SEC) - inkl. Form 20-F - beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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