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Größtes Kohleterminal der Welt erhält Management System von Siemens

25.07.2007
Richards Bay Coal Terminal Company Ltd. hat den Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) beauftragt, das weltgrößte Kohleterminal in Südafrika mit einem Manufacturing Execution System (MES) auszurüsten. Neben der Kontrolle der Produktionsebene ermöglicht das System auch die Planung auf Geschäftsebene und sorgt so für einen hoch effizienten Betrieb. Der modulare Aufbau erleichtert zukünftige Erweiterungen. Die Inbetriebnahme soll Ende 2008 erfolgen.

Vom Richards Bay Kohleterminal werden jährlich rund 72 Millionen Tonnen Kohle exportiert. Ein Ausbauprogramm soll die Jahreskapazität auf über 90 Millionen Tonnen bis 2009 erweitern. Der Tiefwasserhafen liegt im Norden der Provinz KwaZulu-Natal an der Ostküste Südafrikas. Die Kohle wird in mehreren Minen im Hinterland gefördert und über ein 560 Kilometer langes Schienennetz zum Terminal transportiert.

Dort können stündlich bis zu 5500 Tonnen Kohle entladen und auf Halden mit einer Gesamtkapazität von über sechs Millionen Tonnen zwischengelagert werden. Der Kai des Terminals ist 1,6 Kilometer lang und verfügt über fünf Anlegestellen, an denen vier Schiffsbelader bis zu 400.000 Tonnen Kohle pro Tag verladen. Mittlerweile werden im Jahr rund 700 Schiffen abgefertigt, die stündlich mit bis zu 11.000 Tonnen Kohle beladen werden können.

Im Zuge des Ausbauprogramms rüstet Siemens das Kohleterminal mit einem MES (Manufacturing Execution System) aus, das sämtliche Rohstoffbewegungen disponiert, überwacht und kontrolliert. Der Informationsfluss erstreckt sich von Rohstoffeingang und Lagerung über die Abfertigung und Auftragsabwicklung bis hin zur flexiblen Aufbereitung der Produktionskennziffern für die Unternehmensführungsebene. Geschäftsziele lassen sich so betriebswirtschaftlich optimieren. Zusätzlich zum Produktionsmanagement sorgt das System auch für eine optimale Steuerung bei der Auftragsabwicklung von ein- und ausgehenden Materialien.

Den Eckpfeiler des Systems bildet Simatic IT, die MES-Plattform von Siemens. Über den Datenintegrationsservice wird die Lücke zwischen dem existierenden ERP (Enterprise-Recource-Planning)-System und der Kontrollebene geschlossen. Der gesamte Produktionsprozess wird übersichtlich als grafischer Arbeitsablauf auf einem Bildschirm dargestellt. Integrierte KPI (Key Performance Indicators)- und OEE (Overall Equipment Efficiency)-Bibliotheken, ausgestattet mit Überwachungs- und Berichterstattungsfunktionen, verbessern die Transparenz der Prozesse. Deren übergreifende Darstellung ermöglicht eine vorausschauende Planung und schnelle Entscheidungen seitens der Geschäftsführung. Dies steigert die Produktivität und erhöht die Verfügbarkeit.

In Richards Bay entsteht das erste integrierte, vollständig auf dem ISA95-Standard basierte Simatic-IT-Projekt für die Tagebau- und Materialabfertigungs-Industrie. Das System wird von Siemens in Betrieb genommen und schlüsselfertig übergeben.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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