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Wasserknappheit im Tagebau erfordert neue Lösungen – Siemens-Technologien sichern Mehrfachnutzung für die Produktion

12.07.2007
Immer häufiger gefährdet Wasserknappheit den Tagebau, und Betriebe können trotz steigender Nachfrage nach Rohstoffen ihre Produktion nicht weiter steigern. „Hinzu kommt, dass einerseits mit Schwermetallen, Arsen, Chloriden und Sulfaten kontaminiertes Abwasser nicht mehr für die Produktion verwendet werden kann”, erklärte Dr. Markus Vöge, weltweit bei Siemens Industrial Solutions and Services (I&S) für das Mininggeschäft verantwortlich.

„Und andererseits kann dieses Abwasser aufgrund immer schärferer Umweltrichtlinien nicht abgeleitet werden”. Siemens bietet Wasseraufbereitungssysteme, die auf den Schadstoffmix einesTagebaubetriebes ausgerichtet werden, Schadstoffe aus dem Wasserkreislauf entfernen und Frischwasser wieder der Produktion zuführen. Dies ermöglicht den Tagebaubetrieben die Produktion zu sichern, ihre Kapazität zu erweitern und die Umweltbelastung deutlich zu reduzieren.

Tagebaubetriebe benötigen bis zu 70.000 Kubikmeter Wasser am Tag für eine reibungslose Produktion. Das entspricht dem Wasserbedarf einer Großstadt. Bis zu acht Tonnen Wasser werden pro Tonne Erz verwendet. Obwohl der Wasserverbrauch in der Tagebaubranche seit 1990 durchschnittlich um 60 Prozent zurückging, hat sich durch den Produktionszuwachs die Lage insgesamt verschlechtert. Vor allem in Lateinamerika können Tagebaubetriebe nicht mehr ihre volle Produktionskapazität nutzen, da nicht mehr genügend Frischwasser zur Verarbeitung der Erze zu Verfügung steht.

Für die Aufbereitung von Wasser, das beispielsweise bei der Flotation mit Schwermetallen und Sulfaten kontaminiert wurde, kommt das ARD/AMD (Acid Rock/ Mine Drainage) -System von Siemens I&S zum Einsatz. Das System ist eine Kombination aus konventionellen chemischen Aufbereitungsprozessen und Membrantechnologie. Ein chemischer Vorgang entfernt die Schwebstoffe, und die Membranen entfernen die toxischen Substanzen. Durch die Kombination entstehen nur wenige Schlammabfälle, und es werden weniger Chemikalien als bei herkömmlichen Systemen benötigt. Dies spart Betriebskosten und ermöglicht die Einhaltung scharfer Umweltauflagen. Für die Aufbereitung des Wassers aus dem Absetzbecken wird Membrantechnologie eingesetzt, die 99 Prozent der Giftstoffe aus dem Wasser entfernen. Verbleibende Partikel werden in einem Klärbecken herausgefiltert. Für das Verfahren sind keine zusätzlichen Chemikalien notwendig. Das Filtersystem reinigt sich periodisch selbst.

Das aufbereitete Wasser der Flotation und des Absetzbeckens kann wieder dem Prozesskreislauf zugeführt werden. „Heute können bereits 80 Prozent des kontaminierten Wassers wieder aufbereitet und dem Produktionskreislauf erneut zugeführt werden”, betonte Vöge. Lösungen gebe es für die verschiedensten Tagebauanlagen. Die Systeme können individuell kombiniert werden. So ist es möglich sowohl kleine wie auch große Wassermengen aufzubereiten. Mit einer höchstmöglichen Rückgewinnung durch die integrierten Membransysteme können Schadstoffe um bis zu 99 Prozent aus dem Abwasser entfernt werden.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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