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Siemens besiegelt Meilenstein für Finanzierung eines Pilotprojekts im Gesundheitssektor in China

29.05.2007
Tongji Universität, Siemens und Asklepios Kliniken unterzeichnen Joint-Venture-Vertrag für Deutsch-Chinesisches Freundschaftskrankenhaus – mehr als 100 Mio. EUR (1 Mrd. CNY) Investitionsvolumen

Voll digitalisiertes Krankenhaus ermöglicht Einsatz hochmoderner Technologie, hohe operative Qualität, patientenorientierte Dienstleistungen und effizienten Kapitaleinsatz Die Tongji Universität in Shanghai, eine bedeutende, direkt dem Bildungsministerium unterstellte chinesische Universität, bildet gemeinsam mit Siemens und dem deutschen Klinik-Betreiber Asklepios Kliniken ein Joint Venture mit Public Private- Partnership-Charakter (PPP), um in China gemeinsam ein Krankenhausprojekt zu realisieren. Dieses soll noch vor der Expo 2010 eröffnet werden – mit der Perspektive, die Kapazität sukzessive auf über 500 Betten auszuweiten. Die Partner investieren mehr als 100 Mio. EUR (über 1 Mrd. CNY) in das Projekt, das in der Shanghai International Medical Zone entstehen wird. Ziel ist, ein wegweisendes, digitalisiertes Krankenhaus zur Bereitstellung von Gesundheitsleistungen auf Weltklasseniveau zu errichten. Der Joint-Venture-Vertrag wurde heute in Peking in Anwesenheit des Präsidenten der Volksrepublik China, Hu Jintao, und des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnet.

Bereits im November 2005 hatte das Projekt das Interesse der höchsten politischen Ebene auf sich gezogen, als der chinesische Präsident Hu Jintao und Bundespräsident Horst Köhler in Berlin dem Abschluss des Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) beiwohnten. Die Stadt Shanghai hat das Chinesisch-Deutsche Freundschaftskrankenhaus als eines der zwei zentralen Projekte für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens bis 2010 in ihren elften Fünf-Jahres-Plan aufgenommen.

„Mit dem Joint-Venture-Vertrag haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Realisierung dieses wegweisenden Projektes erzielt. Wir sehen enormes Potenzial, die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand auf weitere Krankenhausprojekte in China und darüber hinaus auszubauen”, sagte Johannes Schmidt, Geschäftsführer der Siemens Financial Services, deren Tochter Siemens Project Ventures sich als Joint-Venture-Partner an dem Chinesisch-Deutschen Freundschaftskrankenhauses mit Eigenkapital beteiligt. „Hierzu bringen alle Partner ihre Kernkompetenzen ein: die Tongji Universität ihr medizinisches und wissenschaftliches Know-How, die Siemens AG ihre gebündelte Expertise in der Strukturierung von Finanzierungen, bei Krankenhausprozessen sowie bei Medizintechniklösungen und Asklepios Kliniken die Erfahrung aus dem Betrieb von über 100 Krankenhauseinrichtungen“, so Schmidt. In der Realisierung des Chinesisch-Deutschen Freundschaftskrankenhauses in Shanghai komme der Lösungsansatz der Siemens AG im Gesundheitssektor voll zum Tragen, so Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions: „Zusammen mit unseren Partnern bereiten wir hier den Weg für ein qualitativ hochwertiges, patientenorientiertes und hoch effizientes Gesundheitssystem in China – besonders wirtschaftlich und mit den leistungsfähigsten Prozessen. Das Chinesisch- Deutsche Freundschaftskrankenhaus wird auf eindrucksvollste Weise zeigen, dass zukunftsweisende medizinische Technologien und leistungsstarke IT eine entscheidende Rolle bei der Optimierung von Prozessen darstellen. Professor Wan Gang, Präsident der Tongji University und designierter chinesischer Wissenschafts- und Technologieminister, erklärte: „Die Tongji University, die dieses Projekt ins Leben gerufen hat, feiert im Jahr 2007 ihren 100. Geburtstag. Es ist für uns von großer Bedeutung, dass wir ausgerechnet in diesem Jahr ein Projekt von historischer Dimension in Angriff nehmen, das durchaus Parallelen zur Arbeit von Dr. Erich Paulun – Gründer der Universität – vor 100 Jahren aufweist, da wir mit dem Chinesisch- Deutschen Freundschaftskrankenhaus in Shanghai helfen, eine neue Brücke zwischen der deutschen Medizin und der chinesischen Bevölkerung zu bauen. Wir sind überzeugt, dass die an diesem Klinikprojekt beteiligten Partner sich dafür einsetzen werden, ihre gemeinsame Vision und ihre gemeinsamen Interessen zu realisieren und die Weiterentwicklung von Medizintechnik und Gesundheitsleistungen in China zu unterstützen.”

„Das Joint Venture mit zwei profilierten Partnern unterstreicht die internationale Ausrichtung von Asklepios in einem globalen Gesundheitsmarkt. Wir sind sicher, dass auch Patenten in China von unserem Know-how im Krankenhausmanagement profitieren werden”, sagte Dr. Bernard Broermann, Alleineigentümer der Asklepios Kliniken. Dr. Richard Hausmann, President und CEO von Siemens China, unterstrich das Ziel der Siemens AG, den chinesischen Kunden in allen Marktsegmenten maßgeschneiderte Produkte und Lösungen anzubieten. „Während das Projekt Chinesisch-Deutsches Freundschaftskrankenhaus stellvertretend für unsere Leistungen und unser Engagement bei den führenden chinesischen Krankenhäusern steht, unterstreicht unsere vor kurzem realisierte Clinton Global Initiative, in deren Rahmen wir 10 Mio. USD in den Aufbau eines Gesundheitssystems für das ländliche China investierten, unser gleichzeitiges Engagement in der Entwicklung grundlegender und für weite Teile der Bevölkerung erschwinglicher Gesundheitsleistungen.”

Das Joint Venture Deutsch-Chinesisches Freundschaftskrankenhaus umfasst den Bau und Betrieb des Krankenhauses:

- Die Tongji Universität wird 46 Prozent der Anteile halten. Die Universität bietet heute mit einer medizinischen und einer zahntechnischen Fakultät sowie sechs verbundenen Kliniken mit mehr als 4.000 Betten in Shanghai öffentliche Gesundheitsleistungen an. Als universales Krankenhaus ist das neue Projekt die siebte Klinik der Universität und wird eine führende Rolle in der Medizin, Technologie und Wissenschaft in Shanghai spielen. Neben den medizinischen Aspekten ist Tongji in Stadtplanung und Architektur führend in China. Auch diese Stärke wird sich in der weiteren Entwicklung des Projektes widerspiegeln.

- Siemens bringt sich in vielfältiger Weise in die Entwicklung und Finanzierung des Projektes ein. Siemens Project Ventures wird 40 Prozent der Anteile halten und eine führende Rolle in der Strukturierung der Finanzierung spielen. Gemeinsam mit Siemens Project Ventures wird sich der Bereich Siemens Medical Solutions an der Realisierung von Krankenhausprozessen auf höchstem internationalem Niveau und auf Basis der neuesten Medizintechnik und medizinischen ITTechnologien beteiligen.

- Als einer der größten deutschen privaten Krankenhausbetreiber mit Kliniken weltweit wird Asklepios Kliniken 14 Prozent der Anteile halten und das Chinesisch- Deutsche Freundschafts-Krankenhaus gemeinsam mit Tongji betreiben.

- Außerdem hat die Tongji Universität ein Partnerschaftsabkommen zur Mitarbeiterschulung mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Deutschland abgeschlossen. In diesem Jahr kehren die ersten Absolventen des zweijährigen MHH-Programms für 12 Ärzte und 5 Krankenschwestern zur Tongji University zurück. Im Jahr 2006 wurden ähnliche Vereinbarungen mit der Berliner Charité getroffen. Die zweite Gruppe von Trainees wird sich demnächst auf den Weg in die deutsche Hauptstadt machen.

Design, Bau und Management des Krankenhauses werden nach internationalem Standard und unter Anwendung neuester wissenschaftlicher sowie technologischer Erkenntnisse ausgerichtet, um hochwertige Gesundheitsdienstleistungen zu gewährleisten. Mit dem Aufbau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums für bildgebende Medizintechnik in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses in der Shanghai International Medical Zone wird Siemens Medical Solutions die ertragreiche Zusammenarbeit der Technologieexperten und Krankenhausnutzer zusätzlich unterstützen. Die erste Bauphase des Deutsch-Chinesischen Freunschaftskrankenhauses soll 2009 abgeschlossen werden. Ziel ist es, das Krankenhaus vor der Expo im Jahre 2010 in Betrieb zu nehmen.

Der Bereich Siemens Financial Services (SFS) bietet mit rund 1.800 Mitarbeitern und einem internationalen, von Siemens Financial Services GmbH in München koordinierten Netzwerk von Finanzgesellschaften eine breite Palette von Finanzlösungen. Diese reicht von der Absatz- und Investitionsfinanzierung über Treasury-Services bis hin zum Fondsmanagement und beinhaltet auch Versicherungslösungen. Kunden der SFS sind vor allem weltweit operierende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Auftraggeber.

Siemens Project Ventures GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft von Siemens Financial Services GmbH beteiligt sich mit Eigenkapital an Infrastrukturprojekten weltweit. Die SPV-Investments fokussieren sich auf den Kraftwerks-, Telekommunikations- und Transportsektor. Derzeit ist SPV in sieben verschiedenen Projekten engagiert. Diese haben ein Gesamtprojektvolumen von ca. 4 Milliarden US-Dollar.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienstund Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/medical. Tongji University Die Tongji University, vormals Tongji German Medical School, wurde 1907 gegründet und zählt heute zu den ältesten und anerkanntesten akademischen Institutionen in China. Das breite Leistungsspektrum der Universität umfasst die sieben Disziplinen Maschinenbau, Naturwissenschaften, Medizin, Management, Kunst und Musik, Jura sowie Wirtschaftswissenschaften, mit besonderen Schwerpunkten in der Architektur, dem zivilen Maschinenbau und der Ozeanographie. Die Universität hat ein Netz von engen Verbindungen zur Industrie geknüpft. Absolventen der Tongji University sind bei Arbeitgebern im ganzen Land sehr gefragt. Die Universität zählt auf allen Ebenen – von Zertifikats- und Diplomkursen bis zu Bachelorund Masterstudiengängen, Promotionen und Habilitationen – insgesamt mehr als 41.000 Studenten. Der Lehrkörper der Universität umfasst über 4.200 akademische Mitarbeiter in Lehre und Forschung, von denen sechs der Chinese Academy of Science und sieben der Chinese Academy of Engineering angehören. Mehr als 530 davon sind Professoren; 1.300 sind Associate Professors. Die Universität bietet 81 Bachelor- und 151 Masterprogramme sowie 58 Doktorandenprogramme und 13 Habilitationspositionen in verschiedenen Studienrichtungen an. Als eines der führenden chinesischen Forschungszentren verfügt die Universität über fünf zentrale Labors und Maschinenbau-Forschungszentren. Asklepios Kliniken GmbH Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die Gruppe trägt Verantwortung für mehr als 90 Einrichtungen, über 30 Tageskliniken, 20.000 Betten und 34.000 Mitarbeiter in Deutschland, Europa, den USA und künftig China. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten ihre Gesundheit Asklepios an. Mit diesen Kennzahlen und einer Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe ist Asklepios die größte private Klinikkette in Europa. Die Asklepios Kliniken in Hamburg sind mit rund 11.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, dem bedeutendsten Klinikmarkt Deutschlands. Asklepios Kliniken in und um Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, Klinikum Nord (Ochsenzoll / Heidberg), St. Georg, Wandsbek, Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe, Bad Schwartau. Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese können durch Wörter wie „erwarten“, „ahnen“, „vorhaben“, „planen“, „glauben“, „erstreben“, „schätzen“, „beabsichtigen“ kenntlich gemacht werden. Derartige Aussagen basieren auf unseren aktuellen Erwartungen und bestimmten Annahmen und sind daher Gegenstand von Risiken und Ungewissheiten. Verschiedene Faktoren, die z.T. nicht von Siemens bestimmt werden können, beeinflussen die Handlungen, Leistungen, Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Daher kann es passieren, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens weltweit wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten oder Technologien anderer Unternehmen, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen oder Änderungen der Geschäftsstrategie. Weitere detaillierte Informationen zu diesen Faktoren sind auf den Internetseiten von Siemens (www.siemens.com) und den Securities and Exchange Commission Internet Seiten (www.sec.gov) enthalten und abrufbar. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siemens ist weder geplant noch übernimmt Siemens die Verpflichtung dafür.


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