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Schnelle Heilung durch neuartige Wundauflagen

04.05.2007
Zukunftsweisende Technologie der Bayer Innovation GmbH: Pilotanlage für die Herstellung von Kieselgelfasern zur Behandlung von chronischen Wunden in Betrieb genommen

Bayer will in den Markt für Produkte zur Wundheilung einsteigen: Die Bayer Innovation GmbH - eine Tochtergesellschaft der Bayer AG - hat eine zukunftsweisende Technologie zur Herstellung von bioresorbierbaren Kieselgelwundauflagen entwickelt. Eine Pilotanlage zur Herstellung des Wundverschlusses, der nun in ausreichenden Mengen für die klinische Prüfung hergestellt werden kann, wurde am 4. Mai mit einem Festakt in Leverkusen in Betrieb genommen.

Beschleunigte Wundheilung - gerade bei großflächigen und schwer heilenden Wunden - ist ein Segment, in dem ein besonders großer medizinischer Bedarf besteht und entsprechend innovative Produkte ein hohes Geschäftspotential erwarten lassen. Der Kieselgel-Wundverschluss kann in vielen Fällen bisher ungelöste medizinische Anforderungen erfüllen. Er dient als Gerüst für das Wachstum der Hautzellen und wird während der Wundheilung vom Körper abgebaut.

"Viele Patienten leiden unter schlecht heilenden Wunden - zum Beispiel durch Diabetes oder Brandverletzungen - und unsere Materialien könnten dafür sorgen, dass sich diese Wunden schneller schließen und besser heilen als bei herkömmlichen Produkten", sagt Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und unter anderem verantwortlich für Innovation.

"Das ist ein Beispiel für neue Geschäftsfelder, um mit neuen Produkten unsere führende Rolle im Gesundheits-Weltmarkt weiter auszubauen. Dabei werden innovative Lösungen über die Grenzen unserer Teilkonzerne hinweg zu neuen Produkten und Geschäftsideen entwickelt. Diese Nutzung des gebildeten Know-hows aus verschiedenen Bereichen ist eine der Stärken von Bayer", erklärte Dr. Plischke anlässlich der Einweihung.

Am Standort Leverkusen hat die Bayer Technology Services - im Auftrag der Bayer Innovation - das technische Herstellverfahren entwickelt, die Pilotanlage errichtet und wird diese unter GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practice) betreiben. Der bioresorbierbare Wundverschluss wird in verschiedenen Testreihen für die Behandlung von chronischen Wunden erprobt. Nach erfolgreichem Abschluss der klinischen Phase wird die erste Zulassung für das Jahr 2010 erwartet. Zur Portfolioerweiterung werden in Zukunft zusätzlich Wirkstoffe zur Förderung der Wundheilung in die Faser eingebracht werden. Hierzu zählen zum Beispiel entzündungshemmende Mittel, Schmerzstiller oder auch Wachstumsfaktoren.

"Wir verschaffen Bayer damit einen Zugang zu einem der interessantesten Zukunftsmärkte im Bereich der Medizintechnik", freut sich Dr. Detlef Wollweber, Geschäftsführer der Bayer Innovation GmbH, und erläutert die Prognosen: "Ein Markt mit durchschnittlichen Wachstumsraten von zehn bis fünfzehn Prozent pro Jahr, interessanten Margen sowie einem prognostizierten Gesamtvolumen von mehr als drei Milliarden Euro im Jahr 2012."

Die viel versprechende Technologie des bioresorbierbaren Wundverschlusses wurde vom Fraunhofer Institut für Silicatforschung in Würzburg vor mehr als 10 Jahren entdeckt und von der Bayer Innovation weiter entwickelt.

Die Bayer Innovation GmbH (BIG) mit Sitz in Düsseldorf ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG. BIG evaluiert und entwickelt neue Geschäftsfelder für den Bayer-Konzern, die mit den Bayer-Kernkompetenzen Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien korrespondieren und die derzeitigen Innovations- und Geschäftsschwerpunkte von Bayer ergänzen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (SEC) - inkl. Form 20-F - beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.


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