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Deutsche Banken und Versicherungen leiden unter unflexibler und langsamer IT

20.02.2007
Service-orientierte Architekturen als mögliche Lösung von Business-/IT-Alignment-Problemen

Geschäftsentscheider bei deutschen Finanzdienstleistern fühlen sich von ihren IT-Systemen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben behindert.

Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Vanson Bourne im Auftrag des Softwareunternehmens ILOG. Ziel der Umfrage war es herauszufinden, wie es bei Banken und Versicherungen um das so genannte „Business/IT-Alignment“ bestellt ist. Der Begriff beschreibt die systematische Abstimmung der Informationstechnologie mit den geschäftlichen Anforderungen eines Unternehmens. Die ILOG-Studie hat drei Bereiche identifiziert, in denen sich Finanzdienstleister verbessern sollten, um den Beitrag ihrer IT-Systeme zur Wertschöpfung des Unternehmens zu erhöhen.

Die überwältigende Mehrheit der im Rahmen der Untersuchung befragten Entscheider auf der Fachseite (97 Prozent) von Finanzdienstleistern bestätigte, dass IT eine wichtige Rolle beim Erreichen ihrer Abteilungsziele spielt. Dieses Ergebnis überrascht nicht, da fast alle Prozesse in der Finanzbranche auf IT-Unterstützung angewiesen sind. Trotzdem wird die IT nicht so konsistent den in sie gesetzten Erwartungen gerecht, wie man dies erwarten würde. Die Umfrage enthüllt einige wichtige Hemmnisse, die den Wertbeitrag der IT für Geschäftsanwender verringern , obwohl sie bei ihrer täglichen Arbeit davon abhängen:

• 48 Prozent der Befragten beschwerten sich darüber, dass die IT nicht flexibel genug sei, um ihre Geschäftsanforderungen angemessen abzubilden;

• 49 Prozent der Business-Entscheider beklagten zu hohe Kosten für IT-Systeme;

• 38 Prozent fühlten sich durch langsame IT-Systeme in der Ausübung ihrer Tätigkeit eingeschränkt;

• und dass 38 Prozent der Befragten kritisierten, dass sie Geschäftsprozesse verändern und der IT anpassen müssten, ist schließlich mehr als Besorgnis erregend.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Business-/IT-Alignment bei vielen deutschen Finanzunternehmen scheinbar grundlegend versagt. „Eine Branche, deren Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit so grundlegend von gut abgestimmter IT-Unterstützung für seine Geschäftsprozesse abhängt, wie der Banken- und Versicherungssektor, kann sich eine solche Lücke zwischen den Anforderungen der Abteilungen und der Fähigkeit der IT dies zu liefern, nicht leisten“, meint Frank Häger, Geschäftsführer von ILOG Deutschland. „Die große Frage lautet nun, wie diese Lücke zwischen Anspruch und Leistung geschlossen werden kann. Unsere Umfrage zeigt, dass eine gute Antwort darauf weitgehend ignoriert wird: Service-orientierte Architekturen (SOA).

Denn nur 30 Prozent der befragten Geschäftsentscheider hat jemals von SOA als Ansatz für Business-/IT-Alignment gehört.“

Dirk Krafzig, Managing Director und Gründer der IT-Strategieberatung BusinessGlue, fügt hinzu : „Dieses Ergebnis ist besonders bemerkenswert, denn Business-/IT-Alignment ist eines der wichtigsten SOA-Ziele. Heute strebt buchstäblich jeder IT-Architekt nach einer besseren Ausrichtung an seinen Kunden. Wie diese Umfrage jedoch zeigt, scheinen diese Anstrengungen noch immer nicht effektiv genug zu sein.“ Das Konzept der Service-orientierten Architekturen teilt komplexe IT-Systeme in modulare Dienste - Services - auf, die auf eine bestimmte fachliche Aufgabe spezialisiert sind. So kann ein Service beispielsweise Kundendaten validieren oder Kreditanträge prüfen. Die Modularität hilft, veränderten Geschäftsanforderungen zu begegnen, indem Services miteinander neu kombiniert werden. Es muss also nicht gänzlich neue Software für diesen Zweck entwickelt werden.

Der ILOG-Studie zufolge haben 68 Prozent der Geschäftsentscheider noch nie von SOA gehört. Angesichts des Potenzials von SOA für besseres Business/IT-Alignment ein schwaches Ergebnis, zumal die Fachdiskussion über SOA schon seit mehreren Jahren geführt wird. Nur ein Prozent der Befragten gab an, bereits eine SOA-Strategie im Unternehmen zu verfolgen.

Frank Häger erklärt weiter: „Wir unterstützen die Finanzbranche dabei, SOA bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur einzusetzen. Besonders IT-basierte Geschäftsprozesse, die häufig verändert werden, können maßgeblich von so genannten Transparent Decision Services profitieren. Dabei werden Geschäftsanwender in die Lage versetzt, die in ihren IT-Systemen abgebildeten Entscheidungsregeln selbst zu modifizieren. Die IT-Abteilung wird dazu kaum gebraucht.

Business Rule Management Systeme sind die ideale Lösung, um diesen Ansatz praktisch umzusetzen. Sie verschaffen Geschäftsanwendern in leicht verständlicher Sprache unmittelbaren Zugriff auf die Regeln, die in Geschäftsprozessen die Entscheidungen treffen. Diese Transparenz der Transparent Decision Services bringt die Fachseite viel dichter an die IT heran , als dies mit traditionellen Methoden der Softwareentwicklung und -wartung möglich wäre.

Das bringt Unternehmen eine bis dato unerreichte Flexibilität und erleichtert das Business/ITAlignment ganz grundlegend.“ ILOG ist Anbieter von Geschäftsregel-Managementsystemen, Software, die Fachabteilungsund IT-Experten gleichermaßen hilft, die ihren Geschäftsprozessen zugrunde liegenden Regeln für beide Seiten unkompliziert und verständliche zugänglich zu machen und sie dabei zentral zu verwalten. Solche Business Rule Management Systeme (BRMS) können bei der Lösung der in der Studie aufgedeckten Probleme in Hinblick auf das Business/IT-Alignment behilflich sein, da sie allen Beteiligten eine gemeinsame ‚Sprache’ zur Definition der Geschäftsanforderungen für die IT bereitstellen können.

Über ILOG:

ILOG liefert Software und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen schneller bessere Entscheidungen treffen und Veränderungen sowie komplexe Geschäftsmodelle leichter bewältigen können. Mehr als 2.500 internationale Unternehmen und mehr als 465 führende Softwareanbieter verlassen sich auf das marktführende Business Rule Management System (BRMS) und auf die Optimierungs- und Visualisierungskomponenten von ILOG. Sie erzielen dabei einen deutlichen Return-on-Investment, entwickeln fortschrittliche Produkte bzw. Dienste und bauen damit Wettbewerbsvorteile aus. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 775 Mitarbeiter.


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