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Siemens modernisiert Schweizer Postzustellung

06.03.2007
Die Briefverarbeitung in der Schweiz wird jetzt noch moderner und effizienter.

Mit Siemens als Lieferant und Partner entstehen drei Briefzentren und sechs Briefsubzentren, von denen aus das ganze Land versorgt wird. Um die Briefverarbeitung grundlegend zu erneuern, hatte die Schweizerische Post schon 2003 ein umfangreiches Modernisierungsprogramm mit dem Namen REMA (Reengineering Mailprocessing) gestartet.

Im Rahmen von REMA wird die Schweizerische Post den Transport der Sendungen vereinheitlichen und nur noch standardisierte Behälter verwenden. Siemens-Techniker haben sich für den Weg dieser Behälter durch das Sortierzentrum eine besonders innovative Lösung ausgedacht, die von der Anlieferung über die Sortiermaschine bis zum Warenausgang reicht. Damit die Schweizer Briefzentren mit der neuen technischen Ausstattung einwandfrei funktionieren, wurde eigens eine realitätsgetreue Testanlage in Nürnberg errichtet. Hier prüfen die Experten vorab, ob die Systembestandteile aller Hersteller kompatibel sind und optimieren die Abläufe.

Dieses Vorgehen hat im Gegensatz zur Einrichtung und Feinjustierung beim Kunden viele Vorteile. Eventuelle Unstimmigkeiten können so noch vor der Inbetriebnahme der ersten Anlage im Briefzentrum Zürich im Frühjahr 2007 erkannt und gelöst werden. Damit wird das Risiko kostspieliger Betriebsstörungen minimiert.

Der komplexe Aufbau der Testanlage mit allen Stationen wie Wareneingang, Erstsortierung, Zwischenlagerung und Warenausgang hat sich ausgezahlt: Zum einen nahmen die Schweizerische Feuerpolizei und Versicherung bereits alle sicherheitstechnischen Tests ab. Zum anderen wurden durch Testläufe neu entwickelte Komponenten erprobt sowie mögliche Fehlerquellen lokalisiert und abgestellt. Techniker stellten beispielsweise fest, dass die Positionierung einer Lichtschranke und die vorgesehenen Postbehälter nicht zusammenpassten. Ohne diese Erkenntnis aus den Probeläufen hätten 12.000 Sensoren einzeln nachjustiert werden müssen, was mit wochenlanger Kleinarbeit verbunden gewesen wäre. (IN 2007.03.2)


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