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Siemens liefert zwei neue Aluminium-Kalzwaltwerke nach China

14.02.2007
Siemens VAI Metals Technologies UK Limited hat Aufträge erhalten, zwei neue Aluminium-Kaltwalzwerke an den chinesischen Produzenten Aluminium Corporation of China Ltd. (Chinalco) zu liefern. Die beiden Anlagen werden bei den Tochterfirmen Chinalco Henan Fabrication Co., Ltd. und Chinalco South West Aluminium Co., Ltd. errichtet. Die Aufträge haben ein Volumen von insgesamt rund 40 Mio. Euro. Die neuen Kaltwalzwerke sollen Mitte 2009 in Betrieb genommen werden.

Chinalco betreibt Raffinerien und Metallhütten in mehreren Provinzen Chinas, ist der führende Aluminiumproduzent des Landes und der drittgrößte weltweit. Im Zuge von Ausbaumaßnahmen, mit denen das Unternehmen seine Produktion weiter steigern will, werden die Aluminium-Kaltwalzwerke der Chinalco Henan Fabrication Co., Ltd. (HNAL) in der Provinz Henan sowie der Chinalco South West Aluminium Co., Ltd (CAS), Chongqing, modernisiert.

Die beiden Kaltwalzwerke erhalten je ein Quarto-Gerüst und sind für die Produktion von Aluminiumband mit Breiten bis zu 2100 mm und Coil-Durchmessern bis zu 2500 mm ausgelegt. Die Walzgeschwindigkeit beträgt bis zu 1900 Metern pro Minute bei einer maximalen Einlaufdicke von sechs Millimetern und minimaler Enddicke von 0,15 Millimetern im Kaltwalzwerk von CAS bzw. 5,5 Millimetern maximaler Einlaufdicke und 0,1 Millimeter minimaler Enddicke in der Anlage von HNAL.

Zum Lieferumfang gehören auch ein System für die Coil-Vorbereitung mit separaten Systemen zur Bund-, Hülsen- und Schrotthantierung sowie eine Lösung zum automatischen Arbeitswalzenwechsel. Das Coil-Handlingsystem basiert auf einer zweisträngigen automatischen Bundförderanlage, die an das Hochregal-Bundlager-system angebunden ist.

Darüber hinaus erhalten die Walzgerüste Wechselstromantriebe und technologische Regelungen für die Dicken- und die Planheitsregelung aus der Siroll-Lösungsfamilie für Walzwerke. Eine Schlüsseltechnologie zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Walzwerke ist das Dynamic Shape Roll (DSR) -System von Siemens VAI. Das DSR ersetzt die sonst übliche massive obere Stützwalze des Quarto-Gerüsts. Mithilfe des DSR lässt sich insbesondere in den kritischen Bereichen am Anfang und am Ende des Bandes eine deutlich bessere Planheit erreichen. Dies erhöht die Ausbeute. Das DSR ist das derzeit einzige System, das während der laufenden Produktion symmetrische und asymmetrische Variationen des Walzspaltprofils ermöglicht.

Die beiden Aufträge sind das Ergebnis einer im vergangenen Jahr von Siemens und CNPT – dem Anlagenerrichter der Chinalco-Gruppe – unterzeichneten Vereinbarung, die eine Zusammenarbeit beider Unternehmen bei der Entwicklung, Projektierung und Lieferung von technologischen Lösungen für Aluminiumwalzwerke für den Weltmarkt zum Gegenstand hat.

In den beiden Anlagen kommen Komponenten aus europäischer und chinesischer Fertigung zum Einsatz. Alle Anlagenteile werden komponentenweise vorgefertigt und vor der Anlieferung auf der Baustelle getestet. Dies beschleunigt die Installation und Inbetriebnahme.

Die beiden Projekte unterstreichen die führende Position von Siemens als Lieferant von integrierten Lösungen für Aluminiumwalzwerke.

Metals Technologies (MT), ein Geschäftsgebiet des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), ist eines der weltweit führenden Engineering- und Anlagenbauunternehmen für die Eisen- und Stahlindustrie, den Flachwalzsektor der Aluminiumindustrie sowie im Tagebaugeschäft. MT, entstanden aus der Integration der Voest-Alpine Industrieanlagenbau, Linz, Österreich, mit dem elektrotechnischen Produktgeschäft und Automatisierungslösungen von Siemens, bietet ein umfassendes Leistungsspektrum für metallurgische Prozesse, Automationslösungen und Dienstleistungen für den gesamten Anlagenlebenszyklus an.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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