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Siemens-Tochter HSP baut neue Fabrik für Hochspannungsgeräte in Troisdorf

28.09.2006
Volle Auftragsbücher, positive Geschäftsentwicklung und gute Perspektiven

Weil das alte Werk in Köln-Porz mit der Geschäftsentwicklung nicht mehr Schritt halten konnte und „aus allen Nähten platzte“, baut die HSP Hochspannungsge­räte Porz GmbH, ein führender Zulieferer für den Bau von Hochspannungsgeräten und -systemen zur Übertragung elektrischer Energie, in Troisdorf eine neue Fabrik.

HSP ist ein Tochterunternehmen des Siemens-Bereichs Power Transmis­sion and Distribution (PTD), Erlangen. Die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände der belgischen Armee im Stadtteil Spich sind in vollem Gang.

Der Umzug vom alten aufs neue, ca. 40.000 Quadratmeter große Werksgelände nach Troisdorf ist für Juli 2007 vorgesehen. Die Fabrik wird in der Anfangsphase die heute bestehenden 140 Arbeitsplätze sichern. Je nach Geschäftsentwicklung und Auftragslage wäre ein späterer Personalaufbau denkbar. Mit der Fertigung in sei­nem neuen Werk will HSP im Juli 2007 beginnen.

„Wir haben in Troisdorf nicht nur die besten Rahmenbedingungen für unser künftiges Werk vorgefunden. Auch die große Flexibilität der Stadt hat maßgeblich dazu beigetra­gen, dass wir uns zusammen mit dem Investor und unserem Vermieter, der Firma Pütz aus Niederkassel, für Troisdorf als neuen Standort entschieden haben“, sagte Roland König, technischer Geschäftsführer bei HSP. „Sehr wichtig für uns war auch, dass wir die Menschen mitnehmen können und damit ihr Know-how und ihre jahrelange Erfah­rung. Auch die sehr gute Verkehrsanbindung des künftigen Werkes und die Nähe zur RWTH Aachen und zur Fachhochschule Köln sprechen für diesen Standort.“

Als Lieferant von Schlüsselkomponenten für den Wachstumsmarkt Energie reagiert HSP mit dem Neubau in Troisdorf auf die Herausforderungen, die der weltweit stei­gende Energiebedarf an seine Kunden stellt. Dazu zählen Hersteller von Leistungs-transformatoren, Energieversorgungsunternehmen sowie die Energieübertragungs- und -verteilungsindustrie.

In seinem neuen Werk wird HSP seine Produktionskapazität der Marktentwicklung ent­sprechend erhöhen sowie seine Materialfluss- und Logistikprozesse verbessern kön­nen. Es wird auch mehr Platz für neue Maschinen und Technologien geben. Gefertigt werden Hochspannungsdurchführungen und -kondensatoren sowie Messsysteme für Hochspannungsübertragungssysteme. Auf dem Gebiet der harzimprägnierten Durch­führungen ist HSP Weltmarktführer.

Durchführungen werden gebraucht, um beispielsweise große Leistungstransformatoren an das Hochspannungsnetz anschließen zu können. Der eigentliche Kupferleiter im In­neren der Durchführung stellt den elektrischen Kontakt zum Gerät her und überträgt den Strom, während die Isolation drum herum verhindert, dass es zu Stromüberschlä­gen kommt. Hochspannungsdurchführungen ermöglichen auf diese Weise auch, dass sich elektrische Energie mit hohen Stromstärken gefahrlos durch Wände übertragen lässt.

Neben der eigentlichen Fertigung und dem Weltvertriebszentrum des Unternehmens entsteht im Troisdorfer Werk eines der weltweit modernsten Hochspannungsprüffelder, das auch externen Kunden für Hochspannungsprüfungen offen stehen wird.

Heute erwirtschaftet HSP rund 80 Prozent seines Umsatzes mit Durchführungen und jeweils etwa zehn Prozent mit Kondensatoren und Messsystemen. 90 Prozent der Pro­dukte gehen in den Export. Als seine Wachstumsmärkte bezeichnet HSP Asien, China, Indien, Südafrika, Südamerika und die USA. Mit den Investitionen der deutschen EVU ins Stromnetz hat sich auch in Deutschland das Geschäft mit dem Ersatz von Hoch­spannungskomponenten, wie sie HSP herstellt, weiter verbessert.

„Mit unseren High-End-Produkten und Innovationen sind wir in Deutschland gut aufge­hoben. Wir haben auf unserem Spezialgebiet die Nase vorn“, sagte Manfred Meiger.


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