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Investition in zweistelliger Millionenhöhe / Richtfest für neuen Klima-Windkanal

12.07.2006
Messungen von minus 40 bis plus 55 Grad Celsius zukünftigmöglich
Naturgetreue Bedingungen dank modernster Technik
Optimale Ausrichtung auch für quattro Modelle und große SUVs

Mit dem Bau des neuen Klima-Windkanals wird Audi seinen sprichwörtlichen "Vorsprung durch Technik" weiter ausbauen. Mit dem heutigen Richtfest ist der Rohbau fertig gestellt und die Ausbauarbeiten können beginnen. "Wir sind froh, dass wir diesen wichtigen Schritt fristgemäß geschafft haben", so Dr. Stefan Dietz, Projektleiter des Klima-Windkanals. Die Investitionen für das gesamte Projekt belaufen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Fertigstellung ist für Ende Juli 2007 vorgesehen. Sieben Mitarbeiter werden dann im Klima-Windkanal im Schichtbetrieb beschäftigt sein.

Der Klima-Windkanal kann im Gegensatz zu dem bereits vorhandenen Thermo-Windkanal die Temperatur auch in den negativen Bereich abkühlen und erreicht so eine maximale Temperaturspanne von minus 40 bis plus 55 Grad Celsius. Dadurch können die Entwickler nicht nur die Kühlleistung von Öl- und Wasserkreislauf, Motor oder Innenraum bei extremer Hitze testen, sondern auch die Funktionsfähigkeit der einzelnen Systeme bei klirrender Kälte.

Kernstück des neuen Windkanals ist das Gebläse, das die Luft durch eine sechs Quadratmeter große Düse mit über 250 Kilometer pro Stunde in die Teststrecke weht. Durch die große Düse, die den doppelten Querschnitt des Thermo-Windkanals misst, ist es ohne Probleme möglich die Autos der neuesten Generation zu entwickeln und weiter zu verbessern. Mit dem neuen Windkanal ist Audi bestens auf Trends zu hohen SUVs wie den Audi Q7 vorbereitet. Auch extrem breite Sportwagen wie der Lamborghini Murciélago haben in dem neuen Kanal ausreichend Platz.

Um unter möglichst naturgetreuen Bedingungen testen zu können, haben die Techniker unter anderem eine Sonnenlichtsimulation mit bis zu 1200 Watt pro Quadratmeter und eine Regen- und Gischtsimulation geplant. Mit der Regensimulation lässt sich die Verschmutzung von Spiegelglas und den Seitenscheiben bei Regen weiter reduzieren. Außerdem ist es den Entwicklern möglich, die Scheibenwischer auch bei extrem starken Belastungen, wie sie zum Beispiel bei hohen Geschwindigkeiten auftreten, zu testen und zu optimieren.

Natürlich hat Audi bei der Planung an seine umfangreiche Palette mit quattro Modellen gedacht: Die Techniker haben einen zweiachsigen Antrieb mit jeweils 150 KW (204 PS) für die Fahrzeuge mit permanentem Allradantrieb vorgesehen. Im Zusammenspiel mit den Konditionierräumen und einer Schneesimulation, die noch in Vorbereitung ist, können so im Bereich Klimatechnik Ergebnisse erzielt werden, die mit realen Bedingungen absolut identisch sind.

Der Klima-Windkanal gehört zum Windkanal-Zentrum der AUDI AG in Ingolstadt. Das Windkanal-Zentrum umfasst auf über sechstausend Quadratmetern drei Windkanäle, in denen derzeit 51 Mitarbeiter beschäftigt sind. Neben dem Hauptaugenmerk - der Entwicklung und weiteren Optimierung der Modelle von Audi, seinen Tochterunternehmen und Konzernmarken - bieten die Windkanäle auch hervorragende Forschungsbedingungen für Spitzensportler. Zu den Besuchern der letzen Jahre gehörten unter anderem Skiathleten aus Deutschland, der Schweiz und Schweden sowie der australische Schwimmstar und Audi Botschafter Ian Thorpe. Die Spitzensportler optimieren im Audi Windkanal ihre Körperhaltung und ihre Ausrüstung, um die Siegchancen zu erhöhen.


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