null

Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltpremiere vom VW GX3 auf der LA Auto Show - Alles dreht sich um DMLS-Schalthebel im neuen Crossover-Auto

01.06.2006
In einer Weltpremiere präsentierte Volkswagen auf der Los Angeles Auto Show sein neues Konzeptfahrzeug, den GX3. Das unkonventionelle Gefährt, ein Zweisitzer mit drei Rädern, definiert Mobilität neu. Der Crossover zwischen Sportwagen und Motorrad verspricht neue fahrdynamische Horizonte und zieht mit seinem schnittigen Design die Blicke von Bewunderern magisch an.

Seine Weltpremiere erlebte der GX3 auf der Los Angeles Auto Show 2006.


Der DMLS Schalthebelknauf ist eine moderne Abwandlung von dem Design, das VW im Golf GTI einsetzt.

Bis ins winzigste Detail gibt sich der GX3 betont unkonventionell. Verkörpert werden die stylischen Design-Ziele vor allem durch den Schalthebel aus Edelstahl, den Volkswagen auch sein „Zentrumsjuwel” nennt. Laut Aussagen von Derek Jenkins, dem US-amerikanischen Chef-Designer von VW, zeigten sich die Messebesucher fasziniert von dem Bediengriff mit einem Knauf im komplexen Golfball-Design. Ihnen drängte sich förmlich die Frage auf: „Wie haben Sie das hinbekommen?”. Dies war genau die Frage, die das Team vom VW Designer Center hören wollte. Die Antwort lautet: Direktes Metall Laser-Sintern (DMLS) von EOS.

Die Odyssee vom GX3 begann 2003, als Jenkins das Dreirad-Konzept zum ersten Mal zu Papier brachte. Bis 2004 war das ungewöhnliche Gefährt lediglich ein Nebenprojekt. Erst Mitte letzten Jahres entstand das ernsthafte Bestreben, ein neues Konzept-Fahrzeug zur Marktreife zu bringen. Jenkins schwebte ein Wagen vor, der völlig anders war als alles, was sich bis dato auf der Straße bewegte. Das Feedback auf der Los Angeles Auto Show deutet darauf hin, dass Jenkins und sein Design-Team dieses Ziel sogar übertroffen haben.

Aber noch einmal einen Schritt zurück. Erste Formen nahm das Design vom GX3 2005 an. Dabei richtete sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Schalthebel. In den Köpfen der Designer entstand der Wunsch nach etwas Außergewöhnlichem, und sie begannen, eine moderne Abwandlung von dem golfballförmigen Schalthebel des Golf GTI zu entwerfen. Durch den Einsatz von moderner Technologie konzipierte das Team einen hohlen, leichtgewichtigen Hebel, der das Design vom Hebel des GTI beibehielt. Um den Innenraum harmonisch abzustimmen, setzte VW auf einen metallischen Look.

Im nächsten Schritt ging es darum, die „Vision auf dem Papier“ zu „Leben auf dem Asphalt“ zu erwecken. Dazu half den Profis von VW das Direkte Metall Laser-Sintern (DMLS). Eine EOSINT M 270 baute den Schalthebel im Edelstahl 17-4. Der Konzern war sich bewusst, dass sich das Design mit CNC-Fräsen nicht umsetzen ließe, und dass andere Rapid Prototyping und Manufacturing Systeme den gewünschten „Look & Feel“ nicht bieten konnten.

„Ohne die EOS-Technologie hätten wir das Design nicht realisieren können. Wir hätten eine andere Lösung finden müssen – vermutlich eine, die deutlich weniger Wirkung hervorgerufen hätte. EOS war für die uns die einzige Option”, erläutert Jenkins.

Nach dem Mikrostrahlen bearbeitete Volkswagen den Schalthebel auf einer Drehbank und versah ihn mit einer Bohrung für einen Schraubensatz. Der Grund für das Drehen lag teilweise darin, dass VW ein maschinell bearbeitetes Finish wollte, dass im Aussehen zu den anderen metallischen Elementen im Cockpit passte. Jenkins erläutert: „Ich war erstaunt darüber, wie leicht sich der Hebel bearbeiten ließ. Er war 100% dicht und verfügte über vergleichbare Eigenschaften wie Stangenmaterial.”

Für Jenkins ist der Schalthebel ein Beispiel dafür, wie sein Team aus Designern mittels DMLS seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. „Wenn wir Laser-Sintern nicht hätten, dann wären wir in unseren Designvorstellungen deutlich eingeschränkter. Wir hätten nur das produzieren können, was uns traditionelle Fertigungsverfahren geboten hätten“, stellt er fest. Er erklärt weiter, dass sich sein Design-Team aufgrund der Werkzeugkosten jedes Mal in einem Widerspruch befinden würde, wenn es ein spritzgegossenes Teil spezifizieren würde. Diese Fakten locken bei Jenkins eine Prognose für die Zukunft hervor: „Wird irgend jemand in zehn Jahren noch Teile per Spritzguss produzieren, wenn uns die Laser-Sinter-Technologie zur Verfügung steht?”

Jenkins gibt allerdings zu, dass Verfahren wie Spritzguss, Druckguss und andere Technologien in der Zukunft nach wie vor für die Großserienproduktion benötigt werden. Dennoch sagt er voraus, dass sich die Branche zum e-Manufacturing hinbewegen wird, der schnellen, flexiblen und kostengünstigen Produktion direkt aus elektronischen Daten.

„Rapid Prototyping hat seit seinen Ursprungszeiten, als das Verfahren noch als exotisch und teuer galt, einen langen Weg zurückgelegt. Heute ist RP aus dem Designprozess nicht mehr wegzudenken”, erläutert Jenkins. Mit Spannung erwartet er eine ähnliche Entwicklung für e-Manufacturing. „Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die Technologie von einem Tool für Rapid Prototyping zu einem echten Fertigungsverfahren entwickelt.” Er geht davon aus, dass EOS eine der Firmen sein wird, die diesen Traum wahr lassen werden. Er hat auch erkannt, dass ein Teil dieses Traumes bereits Realität wird. „Dies nenne ich die Produktion von morgen”, lautet seine Vision.

Volkswagen plant ein umfangreiches Accessoire-Programm für den GX3. Mit dem Programm kann jeder Kunde seinem Crossover-Auto die ganz persönliche Note verleihen. Jenkins glaubt, dass VW - oder ein Zulieferer - den DMLS-Schalthebel quasi als „i Tüpfelchen“ anbieten wird, wenn der GX3 ein Massenprodukt wird, oder wenn das Accessoire-Programm anläuft. Vorstellbar sind nicht nur Edelstahl, sondern auch Titan oder ein anderer Werkstoff, den EOS zu dem Zeitpunkt anbietet. Das wäre dann ein weiteres Beispiel für DMLS als e Manufacturing Prozess.

Die Entscheidung, ob Volkswagen den GX3 in Zukunft als Serienprodukt anbieten wird, hängt stark vom Feedback der amerikanischen Kunden ab. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen. Dennoch dürfte die Reaktion auf der Los Angeles Auto Show den Ausblick auf eine Produkteinführung in 2007 äußerst reizvoll machen. Bereits nächstes Jahr könnte das Kultmobil durch die Vororte und Großstädte heizen, vielleicht sogar in personalisierter Form mit einem Schalthebel aus Edelstahl.

In der Zwischenzeit haben sich Derek Jenkins und Team wieder völlig in neue Designs und Konzepte vertieft. Außenstehende können nur raten, was sie sich als nächstes einfallen lassen. Eins ist jedoch klar: das Team wird dabei auf DMLS setzen. Jenkins bestätigt: „Ohne Frage – wir werden die EOS-Technologie auch für zukünftige Projekte verwenden.”

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:
EOS GmbH Electro Optical Systems
Martina Methner
Tel.: +49 89 893 36-134
Email: martina.methner@eos.info
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Volkswagen.

Weitere Informationen:

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie